Abwehrsorgen in Köln: Wie läuft es eigentlich bei Effzeh-Leihgabe Elias Bakatukanda?
Von Oliver Helbig

Der 1. FC Köln bildet regelmäßig vielversprechende Eigengewächse aus und entsendet sie in den Profifußball. Manchen gelingt wie Max Finkgräfe oder Jan Thielmann der Durchbruch schon beim Effzeh, andere benötigen etwas Anlaufzeit und einen kleinen Tapetenwechsel für den ganz großen Karriereschritt.
Einer derjenigen, die aktuell fern vom Dom an ihrer Karriere arbeiten, ist auch Abwehrspieler Elias Bakatukanda, der im vergangenen Sommer von Köln an den FC Blau-Weiß Linz nach Österreich ausgeliehen wurde und seitdem für den Verein spielt. Doch wie läuft es dort eigentlich für den Abwehryoungster?
Aus der Effzeh-Jugend nach Österreich
Der 21-jährige Innenverteidiger durchlief die Jugend des 1. FC Köln, wurde deutscher A-Junioren-Pokalsieger und stieß 2023 zu den Profis, bei denen er zum Zweitligameister wurde. Für diese kam er bislang jedoch nur zu drei Pflichtspieleinsätzen und mageren 34 Minuten Einsatzzeit. Im Januar 2025 wurde das 1,93 Meter große Abwehrtalent mit kongolesischen Wurzeln dann an den FC Blau-Weiß Linz ausgeliehen, wo Elias Bakatukanda mittlerweile durchaus zu gefallen und beeindrucken weiß.
Nach nun etwas mehr als einem Jahr beim österreichischen Bundesligisten hat Bakatukanda bereits 28 Pflichtspieleinsätze für den Verein absolviert und dabei über 2.100 Einsatzminuten gesammelt. Sogar ein Treffer gelang dem Youngster für seinen aktuellen Klub bereits.
Bakatukanda Leistungsträger in Linz
Während sich Bakatukandas Start in seinem ersten Halbjahr in Linz noch durch ein stetes Auf und Ab auszeichnete und neben 90-minütigen Einsätzen auch immer wieder Kurzeinsätze oder gar ein Platz auf der Bank einschlichen, ist die Kölner Leihgabe im aktuellen Saisonverlauf der Spielzeit 2025/26 gesetzt und absolute Stammkraft.
Von den bisher 17 möglichen Ligaspielen in dieser Saison absolvierte Bakatukanda 13 über die volle Spieldauer, einmal wurde er nach 79 Minuten ausgewechselt und einmal saß er auf der Bank. Die letzten beiden Punktspiele des Jahres 2025 gegen die Top-Teams RB Salzburg und Rapid Wien verpasste der gebürtige Kölner allerdings verletzungsbedingt aufgrund von Adduktorenbeschwerden.
Das sportliche Gesamtbild des FC Blau-Weiß Linz ist allerdings äußerst bedenklich: Der Klub, der seit Jahresbeginn von Michael Kölner (ehemals FCN, 1860 und Ingolstadt) trainiert wird, ist abgeschlagen Tabellenletzter der österreichischen Bundesliga, hat bisher nur elf Punkte nach 17 Spielen auf dem Konto und verlor sieben der letzten acht Partien. Der letzte Sieg datiert vom 4. Oktober 2025, weshalb die Blau-Weißen extrem vor dem Abstieg zittern.
Am Freitag den 30. Januar beginnt das Sportjahr 2026 mit dem Viertelfinalspiel im Pokal gegen Stadtrivale LASK, ehe es am 8. Februar mit dem Ligabetrieb weitergeht und es auswärts zum SCR Altach geht. Dann auch wieder mit einem fitten Elias Bakatukanda.
Bakatukanda-Entwicklung macht Hoffnung
Dennoch bleibt unter dem Strich bisher durchaus ein erfolgreiches Bild, das Elias Bakatukanda bei seiner Leihe in Linz abgibt. Dort steigerte er seinen Marktwert von 250.000 in der Spitze auf sogar bis 500.000 Euro, aktuell liegt dieser aber bei immerhin 400.000 Euro. Offensichtlich festigen sich die Leistungen der Kölner Leihgabe weiterhin konstant, sodass er möglicherweise doch noch in der Zukunft zu einer ernsthaften Option in der Domstadt werden könnte. Dort läuft der Vertrag des Innenverteidigers noch bis 2028.
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