Abgesang eingeläutet? Werder-Star mit vernichtendem Urteil

Werder-Star Jens Stage schlägt Alarm und verkündet eine bittere Einsicht.
Bremens Mittelfeldmann Jens Stage
Bremens Mittelfeldmann Jens Stage / picture alliance/GettyImages
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Seit neun Bundesligaspielen wartet Werder Bremen auf einen Befreiungsschlag, doch auch gegen die TSG Hoffenheim wollte dieser nicht gelingen und so bleibt der 10. Spieltag und das Duell gegen den VfL Wolfsburg als derzeit letzter Sieg der Werderaner in der Statistik stehen und verschärft die Lage vor dem nächsten Spiel gegen Borussia Mönchengladbach weiter.

Im kleinen Krisenduell der wankenden Traditionsklubs am kommenden Samstag steht der Klub von der Weser gewissermaßen schon unter Zugzwang, denn die Teams von den Abstiegsrängen drücken von hinten. Dass das kommende Wochenende aber zum Erfolg und einer Kehrtwende wird, daran scheinen selbst die Bremer Spieler inzwischen große Zweifel zu haben.

Mittelfeldstar schlägt Alarm

Nach der 0:2-Niederlage gegen Hoffenheim zeigten sich die Bremer Profis niedergeschlagen und überaus verärgert. Schon Senne Lynen haderte mit den spielentscheidenden Situationen rund um die Tore der Kraichgauer. Werder, das den 0:1-Rückstand auch in Überzahl nicht aufholen konnte und stattdessen umgehend das zweite Gegentor kassierte, sah in diesen Momenten mehr als schlecht aus. "Das ist viel zu billig, viel zu einfach“, ärgerte sich der Belgier. Noch deutlicher wurde aber Teamkollege Jens Stage.

"Wir sind einfach nicht gut genug. Die Qualität reicht nicht."

Jens Stage
Krisenstimmung an der Weser
Krisenstimmung an der Weser / picture alliance/GettyImages

Der dänische Mittelfeldmotor ließ nach Spielende kein gutes Haar am Bremer Team und scheint Zweifel an der Bundesligatauglichkeit des Traditionsklubs zu haben. "Wir sind einfach nicht gut genug. Die Qualität reicht nicht“, lautete das vernichtende Urteil des 29-jährigen Leistungsträgers.

Mit sechs Toren und einer Vorlage war der Mittelfeldspieler bisher an einem Drittel der Bremer Bundesligatore direkt beteiligt. Er darf sich daher wohl durchaus herausnehmen, Klartext zu sprechen.

Werder weiterhin vor schweren Wochen

Um den Karren aus dem Dreck zu ziehen, bedarf es in Bremen jedoch allmählich mehr als Worte. Die kommenden Wochen werden nicht einfacher für Werder: Nach dem anstehenden Duell gegen Borussia Mönchengladbach wartet der SC Freiburg, der fünf seiner letzten acht Pflichtspiele gewinnen konnte. Danach folgt der übermächtige FC Bayern München, der den Bremern jede noch so kleine Schwäche genüsslich aufs Brot schmieren dürfte und schon jetzt dürfte so mancher Angst vor eine Klatsche haben.

Angesichts der von Stage abgesprochenen Bremer Qualität scheint man beinahe schon ratlos, wie Werder die kommenden Wochen unbeschadet überstehen und endlich für eine Kehrtwende sorgen will.


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