Werder-Talfahrt geht weiter: Bremen-Boss gibt Antwort auf die Steffen-Frage

Werder Bremen musste auch gegen die TSG Hoffenheim eine Niederlage einstecken und dümpelt dem dunklen Tabellenkeller entgegen.
Werder-Coach Horst Steffen
Werder-Coach Horst Steffen / picture alliance/GettyImages
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Die Talfahrt von Werder Bremen will einfach nicht enden. Seit dem 7. November 2025 konnten die Grün-Weißen kein Spiel mehr gewinnen. Seit nunmehr neun Spielen wartet der SVW auf einen Dreier!

Auch im Nachholspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim am gestrigen Dienstagabend gelang keine Wende. Obwohl Werder ab der 52. Minute in Überzahl war, nachdem der Hoffenheimer Mittelfeldspieler Wouter Burger die Rote Karte gesehen hatte, konnte die Mannschaft keinen Vorteil daraus ziehen und den da schon herrschenden 0:1-Rückstand wettmachen – im Gegenteil.

Nur zwei Minuten, nachdem der Niederländer vom Platz geflogen war, legten stattdessen die Gäste nach und machten mit dem 2:0 durch Grischa Prömel den Deckel drauf. Bremen fand keinen Weg, den Bock doch nochmal umzustoßen und verlor somit das sechste der letzten neun Bundesligaspiele. Mit nur drei Punkten Vorsprung vor dem Relegationsplatz 16 steht der Nordklub nun mächtig in der Bredouille und Trainer Horst Steffen zunehmend im Zentrum der Kritik.


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Statt Kritik: Durchhalteparolen und Rückendeckung für Steffen

Nach dem Spiel stand Werder-Boss Clemens Fritz dem Sky-Mikrofon Rede und Antwort und äußerte sich zum Bremer Cheftrainer. "Uns ist schon bewusst, in welcher Situation wir sind", wollte Fritz die Situation nicht schön reden. Aber: "Trotzdem bleiben wir ruhig intern", so der Sportchef.

Weiterhin Rückendeckung also für Horst Steffen? "Ich sehe, wie Horst mit der Mannschaft wirklich intensiv Tag für Tag arbeitet und immer wieder auch Lösungen an die Hand gibt und das ist das Entscheidende", so Fritz, der dem Trainer damit zur Seite sprang.

"Wir müssen uns da gemeinsam rausziehen, und ich bin überzeugt davon, dass wir das tun werden, aber es ist ein weiter Weg und es ist ein hartes Stück Arbeit [...]."

Clemens Fritz
Bremens Sportchef Clemens Fritz
Bremens Sportchef Clemens Fritz / picture alliance/GettyImages

Anstatt den Trainer zusätzlich unter Druck zu setzen, nahm Clemens Fritz den gesamten Verein in die Pflicht und schickte eine Durchhalteparole. "Wir müssen uns da gemeinsam rausziehen, und ich bin überzeugt davon, dass wir das tun werden, aber es ist ein weiter Weg und es ist ein hartes Stück Arbeit – aber das werden wir angehen.“

Werder-Boss Fritz gibt dem Trainer eine Job-Garantie - vorerst

Auf Sky-Nachfrage, ob Horst Steffen also auch am Wochenende gegen Borussia Mönchengladbach auf der Bremer Trainerbank sitzen würde, antwortete der Bremer Sportchef mit einem deutlichen "Ja!”.

"Es ist nicht schön, solche Ergebnisse zu haben, das ist ärgerlich - auch für mich."

Horst Steffen
Horst Steffen
Horst Steffen / picture alliance/GettyImages

Horst Steffen selbst wirkte nach Abpfiff angeschlagen, sagte: "Es ist nicht schön, solche Ergebnisse zu haben, das ist ärgerlich - auch für mich." Im kleinen Krisengipfel gegen die ebenfalls wankenden Fohlen aus Gladbach bekommt er die nächste Chance endlich wieder Punkte einzufahren.


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