Weil der 1. FC Köln in den letzten 15 Bundesliga-Spielen nur zweimal gewinnen konnte, sind die Geißböcke in der Tabelle auf Rang 13 abgerutscht. Es ist die schlechteste Platzierung für den Aufsteiger in der laufenden Spielzeit. Der Vorsprung auf Relegationsrang 16 beträgt nur noch zwei Zähler.
"Unsere Mannschaft ist zu gut, um das Ziel Klassenerhalt am Ende nicht zu schaffen."FC-Coach Lukas Kwasniok
Dennoch versprüht Trainer Lukas Kwasniok vor dem Samstagabend-Topspiel gegen den BVB (18:30 Uhr) Optimismus: "Unsere Mannschaft ist zu gut, um das Ziel Klassenerhalt am Ende nicht zu schaffen", betonte er auf der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag.
Effzeh will gegen BVB "Samstagabendfluch" brechen
"Ich sehe, wie die Mannschaft arbeitet. Die Bereitschaft meiner Mannschaft, füreinander da zu sein, gibt mir jede Woche die Überzeugung, das anstehende Spiel zu gewinnen. Die Jungs glauben an den Sieg und daran, den Samstagabendfluch zu stoppen", führte der Effzeh-Coach weiter aus.
Was er mit "Samstagabendfluch" meint? Die Kölner haben alle sechs bisherigen Spiele der laufenden Saison samstags ab 18:30 Uhr verloren. Saisonübergreifend ist die Bilanz noch mieser: Nur eines der letzten 13 Topspiele gewannen die Geißböcke, zehnmal setzte es eine Pleite.
Trotz der jüngsten Horror-Woche beim kommenden Gegner, ist Borussia Dortmund natürlich der klare Favorit. Das macht den Druck auf die Kölner und speziell Trainer Kwasniok aber kaum geringer. Sportchef Thomas Kessler betont öffentlich zwar weiter seine Rückendeckung für den Trainer, laut Bild soll es aber ein Ultimatum geben, das für die kommenden drei Partien gilt (90min berichtete).
Mindestens vier Punkte müssen aus Effzeh-Sicht gegen den BVB, beim HSV und im Heim-Rheinderby gegen Gladbach her. Ansonsten könnte Kwasniok seinen nach dem Aufstieg angetretenen Job schnell wieder los sein.
Zwei Comebacker und Kwasnioks Wink bei El Mala
Immerhin: Die Personallage am Geißbockheim hat sich vor den "Wochen der Wahrheit" etwas entspannt. Mit Linton Maina und Alessio Castro-Montes sind zwei mögliche Startelf-Spieler wieder fit. Dazu scheint Jungstar Said El Mala seine muskulären Probleme endgültig überwunden zu haben.
Kwasniok verteilte entsprechend auf der PK bereits zwei Startelf-Garantieren: "Er will von Beginn an spielen, das ist das Entscheidende für mich. Er hatte in dieser Woche keine Beschwerden. Deshalb wird er mit großer Wahrscheinlichkeit am Samstagabend gegen Dortmund auch starten."
El Malas häufige Joker-Rolle war ein großer Kritikpunkt vieler Fans und Beobachter an Kwasniok in den vergangenen Wochen. Der Effzeh-Coach scheint die Zeichen verstanden zu haben.
Doch gerade defensiv drückte zuletzt der Personalschuh enorm. Castro-Montes winkt zum Comeback deshalb sofort die Startelf: "Linton Maina und Alessio Castro-Montes konnten beide die komplette Woche trainieren. Alessio wird am Samstag auch beginnen auf der rechten Schiene", verriet Kwasniok. Der damit auch klarmachte, dass es gegen den BVB bei einem System mit Dreierkette bleiben wird.
Kwasniok-Liebling JakubKaminski, der zuletzt in Augsburg fast schon notgedrungen auf der rechten Schiene agierte, könnte wieder offensiver eingesetzt werden: "Ich möchte ihn auf jeden Fall wieder offensiver spielen lassen. Er hat eine Grundqualität in allen Elementen des Spiels, sodass man ihn fast überall spielen lassen kann."
Rückkehrer Maina sei derweil noch kein Kandidat für die Anfangsformation: "Linton ist noch keine Startelfoption, aber eine Waffe von der Bank. Er hatte letzte Woche drei, vier Tage mit einem Magen-Darm-Virus zu kämpfen und hat mehrere Kilos abgenommen."
Weiterhin ausfallen werden Denis Huseinbasic, Timo Hübers, Luca Kilian, Jan Thielmann, Joel Schmied und Sebastian Sebulonsen.
Die voraussichtliche Effzeh-Startelf gegen den BVB
Schwäbe - van den Berg, Simpson-Pusey, Özkacar - Castro-Montes, Martel, Krauß, Lund - Kaminski, El Mala - Ache
