Der 1. FC Köln war am vergangenen Wochenende der klare Verlierer des Spieltags. Nach der 0:2-Niederlage beim FC Augsburg mussten die Geißböcke am Samstag zusehen, wie die Konkurrenz aus Bremen, St. Pauli und Mönchengladbach siegte - und der Vorsprung auf den Relegationsplatz auf zwei Punkte schmolz.
Die Leistungen der Geißböcke waren in den vergangenen Wochen zwar meist in Ordnung, doch am Ende des Tages kann sich der Aufsteiger dafür nichts kaufen, wenn die Ergebnisse fehlen. Fest steht: Der Tabellen-13. der Bundesliga ist am kommenden Samstag (18:30 Uhr) zum Siegen verdammt, auch wenn mit Borussia Dortmund ein sehr starker Gegner nach Müngersdorf kommt.
"Es reicht nicht, phasenweise gut zu sein. Wir wissen, was gefordert ist, und ich erwarte, dass wir das entsprechend umsetzen", forderte Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler nun im Gespräch mit dem kicker. "Jetzt geht es darum, bei den kommenden Aufgaben – schon am Samstag gegen Dortmund – diese Qualität mit maximaler Intensität und Konsequenz über 90 Minuten auf den Platz zu bringen."
"Die Situation ist uns sehr bewusst. Wir reden intern nichts schön, weil am Ende Ergebnisse zählen. Entsprechend konsequent analysieren wir unsere Spiele und leiten daraus unsere Entscheidungen ab", so Kessler weiter.
Ultimatum? Kessler nimmt Kwasniok (vorerst) in Schutz
Eine dieser Entscheidungen war unter der Woche, Lukas Kwasniok zumindest vorerst das Vertrauen auszusprechen. Zwar scheint das Duell gegen den BVB noch kein Endspiel für den 44-Jährigen zu sein, doch laut Bild muss der Effzeh aus den nächsten drei Begegnungen mindestens vier Punkte holen, damit Kwasniok im Amt bleibt. Nach dem Heimspiel gegen den BVB trifft Köln wieder auf zwei direkte Konkurrenten: den Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach.

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"Lukas und sein Team arbeiten äußerst akribisch, die Mannschaft zieht hier täglich mit", lobte Kessler zwar die Arbeit des Übungsleiters. "Wir haben die Qualität, unser Saisonziel zu erreichen. Das hat Lukas der Gruppe in dieser Woche noch einmal sehr deutlich vermittelt."
Doch auch Kwasniok wird mitbekommen haben, dass im emotional aufgeladenen Umfeld der Geißböcke inzwischen die Trainerfrage gestellt wird. Diese Debatte kann er nur durch Ergebnisse beenden.
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