In der Hinrunde war der 1. FC Köln noch die große Überraschung der Saison. Mit tollem Offensivfußball spielten sich die Domstädter bis auf den neunten Tabellenplatz vor und ließen den ein oder anderen Fan sogar von Europa träumen.
Doch davon ist längst nichts mehr übrig. Der Effzeh steht nach nur zwei Siegen aus den letzten 15 Spielen auf Platz 14 und hat nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Die Unruhe am Geißbockheim wird immer größer und mit ihr auch die Kritik an Trainer Lukas Kwasniok – der jetzt mehr denn je um seinen Job fürchten muss.
Drei Entscheidungsspiele
Denn laut Bild-Informationen haben ihn die Verantwortlichen ein Ultimatum bis zur Länderspielpause am Ende des Monats gesetzt. Holt er aus den drei Spielen bis dahin nicht mindestens vier Punkte, wird er entlassen.
Eine ambitionierte Vorgabe, schließlich geht es mit dem BVB und dem HSV gegen zwei Teams, die aktuell deutlich besser in Form sind als der Effzeh. Zum Schicksalsspiel für Kwasniok könnte dann ausgerechnet das Rhein-Derby gegen Borussia Mönchengladbach werden. Hier ist ein Sieg quasi schon Pflicht.
El Mala rückt in den Fokus
Was Hoffnung macht: Gegen direkte Konkurrenten behielten die Kölner meist die Oberhand – das Spiel gegen Augsburg am Wochenende ausgeklammert. Aber gegen Wolfsburg und gegen Mainz gelangen wichtige Siege, auch deshalb rückt der Klub (noch) nicht von Kwasniok ab.
Dem helfen jetzt allerdings nur noch Punkte, weshalb es wahrschenilich ist, dass Said El Mala in den kommenden Spielen stets von Beginn an spielen wird. Kwasnioks Umgang mit dem 19-Jährigen besserte sich in den letzten Wochen, mehrfach lobte er ihn in Interviews oder gestand sich ein, dass er ihn häufiger von Beginn an hätte bringen müssen.
Es ist zumindest eine kleine Annährung zwischen beiden, die Frage ist nur, ob sie nicht etwas zu spät kommt. Aber vielleicht rettet ausgerechnet El Mala den Job von Kwasniok – es wäre eine gewisse Ironie des Schicksals.
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