Hintergrund des potenziellen Transfer-Hammers im Nahen Osten ist ein mögliches Beben im Kader von Al-Ahli. Sollte der dortige Superstar Riyad Mahrez den Verein in diesem Sommer verlassen, wollen die Verantwortlichen der Saudis sofort reagieren.
Nach Informationen von Sky Sport CH und Transfer-Experte Sacha Tavolieri gilt Karim Adeyemi von Borussia Dortmund intern als der ideale Nachfolger für den Algerier. In Saudi-Arabien schätzt man vor allem die extreme Schnelligkeit, die Eins-gegen-eins-Qualitäten und die offensive Vielseitigkeit des Dortmunders.
Noch befinden sich die Überlegungen in einem internen Stadium, doch sobald sich ein Mahrez-Abgang konkretisiert, dürften die Gespräche schnell an Fahrt aufnehmen.
Der ersehnte Dosenöffner für den Dortmunder Transfer-Stau?
Für Borussia Dortmund kommt dieses Interesse zu einem strategisch hochgradig wichtigen Zeitpunkt. Wie wir bei 90min erst kürzlich bezüglich der Dortmunder Transfer-Klemme näher beleuchtet haben, steckt die sportliche Führung um Sportdirektor Ole Book und Geschäftsführer Lars Ricken aktuell fest. Das Budget für Neuzugänge – wie etwa den von Trainer Niko Kovac gewünschten Fisnik Asllani – ist direkt an die Zukunft von Spielern wie Serhou Guirassy oder eben Karim Adeyemi geknüpft.
Da das Arbeitspapier des gebürtigen Münchners im Sommer 2027 ausläuft und Adeyemi dem Vernehmen nach bereits signalisiert hat, nicht verlängern zu wollen, steht der BVB unter erheblichem Zugzwang. Um ein Horrorszenario zu verhindern und den unberechenbaren Angreifer im nächsten Jahr nicht ablösefrei zu verlieren, muss in diesem Sommer zwingend Kasse gemacht werden. Es wäre exakt jenes frische Geld, das nötig ist, um den Dominoeffekt auszulösen und die dringend benötigten Verstärkungen aus der Warteschleife nach Dortmund zu lotsen.
Sportliche Achterbahnfahrt und Turbulenzen abseits des Platzes
Sportlich blickt Adeyemi auf eine durchwachsene Spielzeit 2025/26 zurück. In insgesamt 39 wettbewerbsübergreifenden Pflichtspielen für die Schwarz-Gelben gelangen ihm zwar zehn Tore und sieben Vorlagen, doch auf eine starke Hinrunde folgten im neuen Jahr heftige Leistungsschwankungen. Diese Formkrise kostete ihn letztlich auch das Ticket für die laufende Weltmeisterschaft unter Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Zudem sorgte der 24-Jährige abseits des grünen Rasens für reichlich Diskussionsstoff. Ein heftiger Kabinen-Ausraster nach einer Auswechslung im Spiel gegen Gladbach brockte ihm eine vereinsinterne Geldstrafe von rund 90.000 Euro ein. Noch schwerer wog im Spätherbst 2025 ein Justiz-Ärger wegen illegalen Waffenbesitzes, der in einem Strafbefehl über 450.000 Euro und vom BVB auferlegten Sozialstunden mündete.
Angesichts dieser sportlichen wie privaten Turbulenzen scheint eine Trennung im Sommer für beide Seiten immer logischer zu werden. Zwar gilt die englische Premier League als das eigentliche Wunschziel des Spielers, doch die schier unbegrenzten finanziellen Möglichkeiten aus Saudi-Arabien könnten den Transfer-Stau in Dortmund nun auf einen Schlag auflösen.
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