Dass der VfB Stuttgart den Transfer von Mittelstürmer Dzenan Pejcinovic liebend gerne unter Dach und Fach bringen würde, ist mittlerweile kein großes Geheimnis mehr. Die deutsche Sturmhoffnung, die aktuell noch in Diensten von Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg steht, soll in diesem Sommer für die Stuttgarter Offensive an Land gezogen werden. Doch die Umsetzung des Deals stellt sich für die Schwaben als harte Zerreißprobe dar.
Verhandlungen festgefahren?
Die Verhandlungen zwischen den beiden Vereinen scheinen derzeit festgefahren zu sein. Die Wölfe beharren weiterhin auf einer Ablöse von 25 Millionen Euro für den 21-Jährigen und zeigen keine Bereitschaft, den Preis zu senken. Zum Ärger des VfB, der diese Summe für den Angreifer nicht auf den Tisch legen will.
Damit bekommen die Stuttgarter derzeit mehr oder weniger einen kleinen Löffel ihrer eigenen Medizin zu schmecken, denn eine ähnlich standhafte Rolle nahm man einst auch beim Transferwerben des FC Bayern um Ex-VfB-Star Nick Woltemade ein.
Vom Tisch oder ausgeschlossen ist der Pejcinovic-Deal damit aber noch nicht, dennoch ist der Ausblick derzeit jedoch recht trüb.
VfB-Boss spricht Klartext
"Ich kann bestätigen, dass wir noch in Gesprächen sind. Diese sind von sehr hoher Wertschätzung geprägt und sehr angenehm“, sagte VfB-Sportboss Fabian Wohlgemuth über die Pejcinovic-Verhandlungen am gestrigen Samstag. Doch Wohlgemuth stellte auch klar, dass der Transfer des Wunschstürmers auf der Kippe stehen könnte. "Grundsätzlich bin ich immer optimistisch, weil wir noch fünf Wochen darüber sprechen können. Aber aktuell sind wir von einem Ergebnis weit entfernt", so Wohlgemuth deutlich. Der Sportboss ergänzte: "Das ist nicht pessimistisch, sondern realistisch.“
"Aktuell sind wir von einem Ergebnis weit entfernt."Wohlgemuth über Pejcinovic-Werben

Zwischen den 25 Millionen Euro, die die Niedersachsen für Pejcinovic fordern, und dem ersten Angebot des VfB Stuttgart, das wohl bei 18 Millionen Euro gelegen haben soll, liegen derzeit noch enorme Welten. Auch das zweite Angebot der Schwaben in Höhe von 22 Millionen Euro ist für Wolfsburg nicht gut genug. Der Verein pocht auf die vereinbarte Ablöse von 25 Millionen Euro. Die Lücke zur vermeintlichen Einigung in dieser Geschichte beträgt also derzeit offenbar drei Millionen Euro.
Doch dass Wolfsburg mit der Forderung nach unten geht, ist so gut wie ausgeschlossen, denn der Zweitligist ist weder dringend auf das Geld angewiesen, noch will man den Angreifer eigentlich abgeben.
Eine Einigung ist somit derzeit in weite Ferne gerückt. Entgegen anderer Medienberichte, die von einer bevorstehenden Einigung berichteten, wurde dies nun mit den Wohlgemuth-Aussagen dementiert. Damit bestätigte der VfB-Boss quasi auch eine zuvor erfolgte Berichterstattung der Bild, die die unterschiedlichen Standpunkte beider Klubs offenlegte. Dem VfB droht bei Dzenan Pejcinovic also ein Kaugummi-Transfer. Zudem könnten sich in der Zwischenzeit noch andere Interessenten für das Sturm-Juwel vorwagen und den Schwaben zuvorkommen.
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