Die WM 2026 steht vor der Tür und die ganze Welt stellt sich die Frage, wer den amtierenden Titelträger Argentinien entthronen kann - oder ob die Gauchos vielleicht sogar wieder triumphieren. Einen glasklaren Top-Favoriten gibt es in Bezug auf das kommende Großereignis nicht, jedoch reichlich Anwärter, die für den Titel infrage kommen. Wir werfen in unserem Power Ranking einen Blick auf die Top-10-Kandidaten auf den WM-Titel.
10. Norwegen

Norwegen hat es endlich geschafft, sich für ein Großereignis zu qualifizieren. Wie weit es wirklich gehen kann, ist schwer zu prophezeien, jedoch ist das Team definitiv stark besetzt. Die Skandinavier verfügen über Stars wie Erling Haaland und Martin Ödegaard und sind darüber hinaus in der Breite ziemlich ausgeglichen besetzt. Julian Ryerson hat eine ganz starke Saison hinter sich und dürfte Haaland den ein oder anderen gefährlichen Flankenball servieren. Am schwächsten ist auf dem Papier die Innenverteidigung besetzt.
9. Belgien

Die goldene Generation hat es verpasst, einen WM-Titel zu holen. Aktuell blickt man auf ein Team, welches zum Teil aus der alten Generation um Kevin De Bruyne, Thibaut Courtois und Romelu Lukaku und zum Teil aus jungen und ambitionierten Talenten besteht. Einige davon sind auch schon etwas weiter, wie beispielsweise Jeremy Doku und mit Abstrichen Charles De Ketelaere. Es gibt allerdings auch Positionen, die schlichtweg nicht mit Top-Spielern besetzt sind. Die Abwehr ist nicht stark aufgestellt und auch im zentralen Mittelfeld kommt Belgien etwas dünn daher.
8. Niederlande

Die Elftal gehört seit Jahren zum erweiterten Favoritenkreis. Stark besetzt ist die Abwehr um Virgil van Dijk, Denzel Dumfries, Jurrien Timber und Co. Im Mittelfeld gibt es mit Spielern wie Tijjani Reijnders, Ryan Gravenberch und Frenkie de Jong ebenfalls Spieler mit reichlich Potenzial. Dabei sei jedoch angemerkt, dass Reijnders und de Jong nicht unbedingt ihre beste Saison hinter sich haben. Vorne fehlt Oranje die gewisse Extraklasse. Cody Gakpo hat eine schwache Spielzeit absolviert, Memphis Depay ist ein wenig in die Jahre gekommen und auch Donyell Malen ist kein absoluter Top-Spieler, auch wenn der Ex-Dortmunder bei der Roma zuletzt regelrecht explodierte. Insgesamt kommt das frühere Prunkstück von Oranje aber eher durchschnittlich daher.
7. Deutschland

Deutschland gehört nicht zu den Top-Favoriten, kann allerdings wenn alles optimal läuft auch um den WM-Titel mitkämpfen. Die Deutschen können auf eine starke Bayern-Achse um Joshua Kimmich, Jonathan Tah und Aleks Pavlovic bauen. Zudem genügen auch Spieler wie Nico Schlotterbeck, Kai Havertz und Florian Wirtz obersten Ansprüchen. Nicht optimal ist sicherlich, dass Kimmich rechts hinten verteidigen muss. Den 31-Jährigen würden die Deutschen auch im Mittelfeld benötigen. Die Offensive um Wirtz ist ebenfalls mit Fragezeichen versehen. Havertz scheint seine Form gefunden zu haben, für Jamal Musiala gilt das aber nicht ganz und auch Leroy Sané hat eine schwache Saison hinter sich. Bleibt zu hoffen, dass ein Lennart Karl vielleicht zum Shootingstar der WM werden kann.
6. Brasilien

Brasilien hat zwar in den letzten Jahren und Monaten nicht gerade glänzen können, jedoch ist das Team trotzdem stark besetzt und unter Carlo Ancelotti möglicherweise auch eine positive Wundertüte. Stars findet man natürlich noch immer reichlich. Dies gilt sowohl für die Offensive, die mit Vinicius Junior und Raphinha Ausnahmekönner hat, als auch für die Defensive mit dem Innenverteidiger-Duo Marquinhos und Gabriel. Es gibt allerdings auch das ein oder andere Fragezeichen. Links und rechts hinten ist Brasilien deutlich schwächer besetzt als noch zu Zeiten von Maicon und Dani Alves. Im zentralen Mittelfeld wird man sehen müssen, ob Casemiro, Bruno Guimeraes und Co. obersten Ansprüchen genügen.
5. England

Thomas Tuchel hat mit seiner Kaderbekanntgabe relativ viel Kritik ausgelöst. Rein vom Personal her sind die Three Lions aber noch immer sehr stark besetzt. Harry Kane ist aktuell der wohl beste Mittelstürmer der Welt und auch Spieler wie Bukayo Sako, Jude Bellingham und Declan Rice gehören der Weltklasse-Kategorie an. Eine kleine Schwäche gibt es auf der Torhüter-Position. Zudem steht links hinten zwar Potenzial, aber keine gestandene Spitzenklasse zur Verfügung. Gespannt darf man sein, wie sich die Engländer spielerisch schlagen. Bei der EM 2024 war das ja noch reichlich dünn. Selbst da hat es aber immerhin für das Finale gereicht.
4. Argentinien

Natürlich muss man auch die Gauchos als amtierenden Weltmeister auf dem Zettel haben. Während Lionel Messi vor vier Jahren noch ein klarer Leistungsträger war, kann man nun aber Zweifel daran haben, dass die angeschlagene argentinische Ikone erneut die Kohlen aus dem Feuer holen kann. Offensiv gibt es aber natürlich auch andere Kaliber, wie Julian Alvarez oder Lautaro Martinez, die genau das machen können. Das Mittelfeld um Enzo Fernandez, Alexis Mac Allister und Youngster Nico Paz ist ebenfalls sehr stark. Nicht ganz auf Top-Niveau ist hingegen die Verteidigung. Außen gibt es keine Stars und innen sind Lisandro Martinez und der eher formschwache Cristian Romero nicht über jeden Zweifel erhaben.
3. Portugal

Die WM 2026 ist die letzte Chance für Cristiano Ronaldo, seine Karriere mit einem WM-Titel zu krönen. Die Möglichkeit hierzu ist definitiv gegeben, weil Portugal wie so oft ganz stark besetzt ist. Insbesondere die PSG-Fraktion um Nuno Mendes, Joao Neves und Vitinha ist Weltklasse pur. Hinzu kommt Bruno Fernandes, der eine unfassbare Saison in der Premier League gespielt hat. Ein klein wenig problematisch ist jedoch, dass ein einige wichtige Spieler wie Rafael Leao oder Ruben Diaz nicht unbedingt ihre beste Spielzeit hatten. Das größte Fragezeichen steht jedoch hinter CR7 selbst. Der Altstar ist natürlich weit über seinem Zenit hinaus und könnte zum Problemfaktor werden, weil seine Rolle noch immer groß ist.
2. Frankreich

Kein anderes Team kann auf ein solches Star-Ensemble bauen wie Frankreich. Insbesondere die Offensive ist mit Spielern wie Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise herausragend besetzt. Selbiges gilt für die Innenverteidigung, zumal mit Dayot Upamecano, William Saliba und Ibrahima Konaté gleich drei Weltklasse-Spieler zur Verfügung stehen. Doch auch Frankreich hat Positionen, die mit leichten Fragezeichen behaftet sind.
Im Mittelfeld fehlt neben Aurelien Tchouameni ein Weltklasse-Spielgestalter. Die meisten Akteure kommen hier über ihre Dynamik und nicht über ihre Spielstärke. Links hinten wird man sehen müssen, ob Theo Hernández, der inzwischen in Saudi-Arabien spielt, an seine alten Leistungen anschließen kann.
1. Spanien

Der amtierende Europameister ist auch für die WM 2026 wieder in einer Favoritenstellung. Spanien hat eine unfassbare Breite, ist auf jeder Position überragend besetzt und funktioniert auch als Team. Grandios ist insbesondere das Mittelfeld, das von Rodri, Pedri und Gavi angeführt wird, jedoch noch weitere Weltklasse-Spieler umfasst. Offensiv gibt es Ausnahmekönner wie Lamine Yamal, während die Defensive seit Jahren zu den sichersten der Welt gehört.
Ein paar Sorgen macht lediglich, dass Stars wie Yamal und Nico Williams mit Verletzungsproblemen zu kämpfen haben. Spanien braucht die beiden Flügelflitzer in Top-Form, dann ist man das stärkste Team. Insbesondere im zentralen Mittelfeld haben die Iberer deutliche Vorteile im Vergleich zu Frankreich. Ein wohl nicht unwesentlicher Faktor.
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