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WM 2026: Die 5 schwersten Gruppen im Ranking – Wie hart wird es für Deutschland?

Bei der WM 2026 gibt es einige vermeintlich leichte, dafür aber auch die ein oder andere wirklich harte Gruppe. Wir sehen uns die stärksten Gruppen im Ranking an.
Deutschland hat bei der WM 2026 eine der härtesten Gruppen erwischt
Deutschland hat bei der WM 2026 eine der härtesten Gruppen erwischt | Alexander Hassenstein/GettyImages

Bei der Weltmeisterschaft 2026 gehen erstmals in der Fußballgeschichte 48 Teams ins Rennen. Diese werden in insgesamt zwölf Vierergruppen aufgeteilt, wo die 32 Plätze für das Sechzehntelfinale ausgespielt werden. Unter der Aufstockung auf 48 Nationen hat die Qualität etwas gelitten, jedoch sind noch immer interessante Gruppen mit dabei.

90min wirft einen Blick auf die auf dem Papier stärksten fünf Gruppen:

5. Gruppe F: Niederlande, Japan, Schweden, Tunesien

Die Gruppe F ist zwar nicht die stärkste, dafür aber eine der ausgeglichensten Gruppen. Am stärksten ist die Niederlande einzuschätzen, die aber nicht zu den Top-Favoriten, sondern eher wie Deutschland zum erweiterten Kreis zählt. Die Abwehr und das Mittelfeld sind mit Spielern wie Virgil van Dijk und Frenkie de Jong stark besetzt, in der Offensive fehlen jedoch die absoluten Key-Spieler.

Demnach kann man den ausgeglichen besetzten Japanern um Zion Suzuki, Kaishu Sanu, Takefusa Kubo, Hiroki Ito und Ritsu Doan durchaus zutrauen, der Elftal gefährlich zu werden. Selbiges gilt für Schweden. Die Skandinavier haben zwar eine grauenhafte WM-Qualifikation gespielt, sind aber grundsätzlich gut besetzt. Dies gilt insbesondere für die Offensive, wo mit Viktor Gyökeres und Alexander Isak gleich zwei Top-Knipser zur Verfügung stehen.

Tunesien ist der Gruppen-Underdog, darf aber nicht unterschätzt werden. Individuell sind andere afrikanische Teams stärker besetzt, jedoch funktionieren die Tunesier als Team. In der WM-Quali haben die Nordafrikaner 28 Punkte aus zehn Spielen geholt und dabei keinen einzigen Gegentreffer kassiert.

4. Gruppe C: Brasilien, Haiti, Marokko, Schottland

Die Gruppe C bietet reichlich Spannung, zumal Teams aus vier verschiedenen Kontinenten mit ganz unterschiedlichen Philosophien aufeinandertreffen. Favorisiert sind die Brasilianer, die zuletzt zwar nicht überzeugt haben, vom Spielerpersonal aber noch immer top besetzt sind. Dies gilt insbesondere für die Innenverteidigung mit Marquinhos und Gabriel und die Offensive mit Raphinha und Vinicius Junior. Carlo Ancelotti bringt zudem als Coach reichlich Erfahrung mit.

Mit Marokko wartet jedoch ein Gegner, der durchaus Paroli bieten kann. Die Nordafrikaner haben den Afrika-Cup auf dem grünen Tisch gewonnen und auch bei der letzten WM für Furore gesorgt. Stars wie Achraf Hakimi, Ismael Saibari und Brahim Diaz bringen einiges an individueller Klasse mit.

Hinzu kommen die Schotten, die defensivstark und traditionell unangenehm zu bespielen sind. Die tragenden Säulen sind Scott McTominay, Andrew Robertson und John McGinn. Dem Team ist definitiv eine Überraschung zuzutrauen. Haiti dürfte hingegen als absoluter Underdog fast chancenlos sein.

3. Gruppe E: Deutschland, Elfenbeinküste, Ecuador, Curacao

Die deutsche Gruppe ist deutlich härter als sie auf den ersten Blick aussieht. Das DFB-Team gehört nicht zu den Top-Favoriten, kann aber jederzeit über sich hinauswachsen. Gefährliche Gegner warten jedoch auch schon in der Vorrunde. Dies gilt vor allem für die Elfenbeinküste, die Frankreich kürzlich in einem Testspiel bezwingen konnte und in vielen Mannschaftsteilen stark besetzt ist. Insbesondere die Offensive um Yan Diomande und Amad Diallo ist brandgefährlich.

Bei Ecuador ist es hingegen vielmehr die Defensive um Willian Pacho, Piero Hincapié und Moises Caicedo, die den anderen Teams Kopfzerbrechen bereiten könnte. Die Ecuadorianer haben in 18 Spielen in der WM-Qualifikation gerade mal fünf Gegentore kassiert und diese hinter Argentinien, aber beispielsweise vor Brasilien auf Platz zwei abgeschlossen. Das Team aus Südamerika ist seit 19 Spielen ungeschlagen.

Curacao dürfte sich den Dreikampf vorne aus sicherer Entfernung ansehen.

2. Gruppe L: England, Kroatien, Ghana, Panama

England spielt zwar nicht immer schönen Fußball, spielte bei den letzten großen Turnieren aber immer um den Titel mit. Kein Wunder, bei Spielern wie Harry Kane, Bukayo Saka, Jude Bellingham und Declan Rice. Das Tuchel-Team könnte in diesem Jahr den ganz großen Coup landen.

Doch schon in der Gruppe lauern ernste Gefahren. Kroatien stand vor acht Jahren im Finale, wurde vor vier Jahren Dritter und hat weiter eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Stark ist insbesondere die Defensive mit Josko Gvardiol, Luka Vuskovic und Josip Stanisic. Im Mittelfeld spinnt noch immer Luka Modric die Fäden. Die Offensive ist nicht ganz so stark besetzt. Hier liegen die Hoffnungen auf Youngster Martin Baturina und Andreij Kramaric.

Ghana gehört bei Weltmeisterschaften traditionell zu den stärksten afrikanischen Teams. Die Stars des Teams sind Antoine Semenyo, Thomas Partey und Inaki Williams.

Panama dürfte in der starken Gruppe keine Chance haben.

1. Gruppe I: Frankreich, Senegal, Irak, Norwegen

Die Gruppe I hat es wahrlich in sich. Gruppenfavorit ist natürlich Frankreich. Die Bleus sind das individuell wohl am stärksten besetzte Team aller WM-Teilnehmer und mit Spanien der heißeste Anwärter auf dem WM-Titel. Insbesondere die Offensive um Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé und Michael Olise ist einsame Spitze. Echte Schwachstellen sucht man kaum. Dennoch ist keineswegs klar, dass die Franzosen ihre Gruppe gewinnen.

Dies liegt vor allem an Norwegen um Erling Haaland, Martin Ödegaard und Julian Ryerson. Die goldene Generation konnte in der WM-Quali endlich ihr Potenzial ausschöpfen und hat alle Spiele gewonnen. Dabei bezwang man zweimal Italien und verzeichnete ein Torverhältnis von +32.

Mit Senegal kommt noch eines der stärksten afrikanischen Teams hinzu. Zwar haben die Senegalesen den Afrika-Titel am grünen Tisch verloren, jedoch dürfte das die Motivation nur noch größer gemacht haben. Neben Routinier Sadio Mané stehen mit Kalidou Koulibaly, Nicolas Jackson, Iliman Nidiaye oder Ibrahim Mbaye weitere Top-Spieler zur Verfügung.

Der Irak ist in der Gruppe natürlich der klare Underdog und kann nur positiv überraschen.


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