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Wird Davies der Nächste? Bei diesen Stars bremsten Verletzungen die Weltkarriere aus

Schwere oder hartnäckige Verletzungen haben schon so manche Weltkarriere gekostet.
Alphonso Davies wird immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen
Alphonso Davies wird immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen | F. Noever/GettyImages

Der Aufstieg von Alphonso Davies beim FC Bayern München verlief einst steil und über Jahre hinweg stieg der strahlende Stern des Kanadiers immer höher. Doch zuletzt sah man den Linksverteidiger des Rekordmeisters eher selten auf dem Feld. Und wenn, dann ereignete sich ein Unglück nach dem anderen und Davies musste immer wieder nach überstandener Verletzungspause die nächste bittere Auszeit nehmen. Alleine im letzten Jahr von März 2025 bis jetzt, verpasste Davies 44 Pflichtspiele und überschreitet bei seiner Ausfallzeit die 300 Tage-Marke.

In München soll man mittlerweile offenbar sogar über einen Verkauf des 25-Jährigen nachdenken. Dies ist dann aber weniger seiner Qualität geschuldet, sondern vor allem seinem Verletzungspech und seiner Anfälligkeit, die ihm mittlerweile offenbar an seinen Fersen haftet. Manchester United soll bereits auf seine Verpflichtung lauern und beobachtet die Münchner Entscheidung genau.

Vom Verletzungspech verfolgt: Alphonso Davies
Vom Verletzungspech verfolgt: Alphonso Davies | MARCO BERTORELLO/GettyImages

Unter dem Strich dürfte dann aber stehen, dass die ganz große Karriere von Alphonso Davies ein jähes Ende finden könnte und seine Zeit beim FC Bayern an einem Punkt endet, der nicht als Höhepunkt angesehen werden kann.

Mit diesem Schicksal wäre der Kanadier im Weltfußball allerdings nicht allein, denn viele vor ihm mussten in ihrer großen Karriere Abstriche machen und wurden aufgrund von Verletzungen nie das, was sie ohne körperliche Rückschläge hätten werden können. Wir zeigen euch jetzt ein paar von ihnen.

Stars, deren Karriere noch größer hätte werden können

Es gibt unzählige Fußballstars, deren Karriere ohne Verletzungsprobleme noch größer hätte werden können. Dieses drohende Davies-Schicksal haben schon viele vor ihm durchlebt, und teilweise waren deren Namen noch um einiges größer als der des leidgeprüften Bayern-Stars. Hier eine kleine Zusammenstellung von Spielern, deren Stern noch heller leuchten hätte können.

Ronaldo Luis Nazario de Lima

Der Brasilianer Ronaldo gehört zur absoluten Spitze der Namen und Qualität, die dieses bittere Schicksal ereilte. El Fenomeno gilt als einer der besten Fußballer aller Zeiten, wenn nicht sogar für viele als der beste, und nicht wenige Ex-Stars, die gegen oder mit ihm spielten, bezeichnen den Brasilianer als Mischung aus den besten Qualitäten von Lionel Messi und Cristiano Ronaldo. Hätten ihn nicht zahlreiche Knieverletzungen (darunter auch Kreuzbandrisse) schon in seinen frühen 20ern ausgebremst, würde heute vermutlich niemand eine Debatte darüber führen müssen, wer der Beste aller Zeiten ist. Dennoch war die Karriere des "echten” Ronaldos beeindruckend.

Ronaldo wäre heute wohl mit großer Wahrscheinlichkeit der GOAT, wären da nicht die schweren Knieverletzungen gewesen
Ronaldo wäre heute wohl mit großer Wahrscheinlichkeit der GOAT, wären da nicht die schweren Knieverletzungen gewesen | Mark Leech/Offside/GettyImages

Im Jahr 2000 erlitt Ronaldo einen Teilriss der Patellasehne, die bei seinem Comeback komplett abriss und ihn für mehrere Monate außer Gefecht setzte. Auch im Jahr 2008 erlitt er eine Patellasehnenverletzung. Die Narben an seinem Knie stehen für das nie erreichte Niveau und den bitteren Gedanken, was noch alles möglich gewesen wäre. Ronaldo verlor mit jeder Verletzung etwas mehr an Dynamik und Power und dennoch war er nicht zu stoppen. Selbst die besten Verteidiger der Welt fürchteten Begegnungen mit ihm und schilderten im Nachgang, dass Ronaldo ihnen vor direkten Duellen schlaflose Nächte bereitete, weil niemand wusste, wie man ihn aufhalten kann.

Ronaldo wurde mehrfach von schweren Knieverletzungen ausgebremst
Ronaldo wurde mehrfach von schweren Knieverletzungen ausgebremst | Claudio Villa/GettyImages

412 direkte Torbeteiligungen in 499 Pflichtspielen als Profi sowie 62 Tore in 99 Länderspielen für Brasilien sprechen eine deutliche Sprache. Ronaldo wurde dreimal Weltfußballer, einmal Europas Fußballer des Jahres und holte zweimal den Ballon d’Or. Er wurde achtmal in verschiedenen nationalen und internationalen Wettbewerben Torschützenkönig, darunter zweimal in der spanischen La Liga. In der Spielzeit 1996/97 erzielte er 37 Saisontore. Seine wohl größte Zeit hatte er im Trikot von Inter Mailand in Italien. Zudem gewann der Sturmstar zweimal den WM-Titel mit Brasilien, einmal den Goldenen Schuh und sicherte sich zahlreiche weitere Titel. Heute ist er Präsident des spanischen Klubs Real Valladolid.

Marco van Basten

Der Niederländer Marco van Basten gilt bis heute als einer der kompletten und elegantesten Stürmer des Weltfußballs. Er war seiner Zeit weit voraus und verband Schnelligkeit, Technik, Torgefahr und Kopfballstärke. Von seinen Gegenspielern war er kaum zu stoppen. Er gewann dreimal den Ballon d’Or, wurde einmal Weltfußballer und holte sich einmal den Goldenen Schuh. 1988 wurde er mit den Niederlanden Europameister und sicherte sich zudem zahlreiche Meister-, Pokal- und Torschützentitel.

Marco van Basten
Marco van Basten | Mark Leech/Offside/GettyImages

Doch auch Marco van Basten wurde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. So musste der Niederländer seine große Karriere bereits im Alter von 28 Jahren beenden, da seine Knöchelprobleme eine Fortsetzung unmöglich machten. Es ist schwer vorzustellen, was der heute 61-Jährige noch geleistet hätte, wenn seine Karriere normal verlaufen wäre. Für die Niederlande kam er so nur auf 58 Länderspiele, dabei erzielte er aber 24 Tore. Auf Vereinsebene war van Basten in 373 Profispielen für Ajax Amsterdam und die AC Mailand an 363 Treffern direkt beteiligt.

Ronaldinho

Wie kein anderer stand der Brasilianer Ronaldinho für absoluten Spaßfußball. Mit einer beinahe schon beängstigenden Leichtigkeit dominierte er eine Phase des Fußballs nach Belieben und galt zu dieser Zeit als der beste Spieler der Welt. Doch seine beste große Hochphase und Prime war von recht kurzer Dauer, denn so dominant er in seiner Karrierehochphase beim FC Barcelona war, so wenig glanzvoll war sein Karriereausklang. Auch der Brasilianer wurde von Verletzungen zurückgeworfen, doch bei ihm war es wohl vor allem die Kombination aus diesen Verletzungen und seinem Lebensstil, die ihm bei etwas mehr Disziplin einen weitaus größeren Status eingebracht hätte. Dennoch gilt Ronaldinho bis heute als absolute Legende – wenn auch vielleicht als eine der unvollendetsten.

Ronaldinho
Ronaldinho | CESAR RANGEL/GettyImages

Seine Karriere liest sich trotzdem beeindruckend. Der heute 46-Jährige war in seiner besten Karrierephase kaum zu stoppen, machte den FC Barcelona zu einer Top-Adresse und wurde dann von Lionel Messi abgelöst. Während seiner Laufbahn lief Ronaldinho nicht nur 97 Mal für die brasilianische Nationalmannschaft auf, sondern gewann mit dieser auch eine Weltmeisterschaft, einen Confed Cup und eine Copa América.

Auch auf Vereinsebene war Ronaldinho erfolgreich, sicherte sich unter anderem einige Meisterschaften in verschiedenen Ligen, aber eben auch die Champions-League-Krone. Individuelle Auszeichnungen dürfen dabei auch nicht fehlen: Ronaldinho wurde zweimal Weltfußballer, einmal Europas Fußballer des Jahres und einmal Ballon-d'Or-Sieger.

Es ist kaum vorzustellen, was noch alles hinzugekommen wäre, wenn sich Ronaldinho disziplinierter gezeigt und zudem von Verletzungen verschont geblieben wäre. Vielleicht stehen in diesem Fall ja beide Faktoren in direktem Zusammenhang.

Michael Owen

Auch in England weiß man solche Geschichten zu erzählen, und so steht das ehemalige Sturmjuwel Michael Owen ganz oben auf einer Liste großer Namen, die noch größer hätten werden können. Der Stern des damals 18-Jährigen ging bei der Weltmeisterschaft 1998 auf, als er für die Three Lions gegen Argentinien einen sehenswerten Treffer erzielte. Insgesamt kam Owen in 89 Länderspielen auf 40 Treffer. Doch der hochveranlagte Sturmstar von einst lebte vor allem von seiner Spritzigkeit und Dynamik, die ihm aufgrund verschiedener Muskelverletzungen zunehmend abhanden kamen – und die Frage aufwerfen, was gewesen wäre, wenn er von großen Rückschlägen verschont geblieben wäre.

Michael Owen war eines der größten Talente Englands aller Zeiten
Michael Owen war eines der größten Talente Englands aller Zeiten | David Ashdown/GettyImages

Michael Owen kann eine beeindruckende Bilanz von 282 direkten Torbeteiligungen in 482 Profispielen vorweisen. Neben einigen Titeln auf Vereinsebene, wie dem englischen Meistertitel, dem FA Cup und dem UEFA-Cup-Titel, wurde Owen auch mit individuellen Trophäen ausgezeichnet. So gewann der heute 46-Jährige einmal den Ballon d’Or und wurde zweimal englischer Torschützenkönig. Owen lief unter anderem für den FC Liverpool, Real Madrid und Manchester United auf. Ähnlich wie bei Alphonso Davies wäre aber ohne Verletzungen weitaus mehr Glanz mit seinem Namen verbunden.

Sebastian Deisler

Auch der deutsche Fußball verlor eines seiner größten Wunderkinder aufgrund schwerer Verletzungen. Sebastian Deisler galt als Jahrhundertalent. Dem Mittelfeldspieler, der aus dem Nachwuchs von Borussia Mönchengladbach über Hertha BSC zum FC Bayern München kam, wurde eine absolute Weltkarriere vorausgesagt. Es hätte niemanden gewundert, wenn man Deisler irgendwann einmal mit den Größten der deutschen Fußballgeschichte in einem Atemzug erwähnt hätte. Doch es kam alles anders.

Deisler wurde immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen und beendete seine so hoffnungsvoll gestartete Karriere im Alter von 27 Jahren schließlich aufgrund von Depressionen, die auch durch die zahlreichen Rückschläge aufkamen.

Sebastian Deisler
Sebastian Deisler | ullstein bild/GettyImages

In seiner unvollendeten Karriere gewann der in Lörrach geborene Deisler je dreimal die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal sowie zweimal den Ligapokal. Für die deutsche Nationalmannschaft lief Deisler leider nur 36 Mal auf. Eine bis heute unglaublich traurige Geschichte eines Spielers, der das Zeug zum Weltstar hatte und den Verletzungen letztlich die große Karriere kosteten.

Roberto Baggio

Eine ebenfalls unter Wert verlaufene Karriere ist die des italienischen Fußballstars Roberto Baggio. Der Zauberfuß wurde vor allem in den 1990er Jahren zum absoluten Weltstar. Was viele jedoch nicht wussten, ist, dass Baggio über den Großteil seiner Karriere hinweg überaus starke und teils unaushaltbare Schmerzen klagte und nach Spielen teilweise nicht mehr laufen konnte. Schmerzmittel hielten ihn über Wasser, doch an sein absolutes Leistungsmaximum kam der heute 59-Jährige deshalb nie. Bereits 1985 erlitt Baggio eine schwere Knieverletzung mit Meniskusschaden, die ihm bis zu seinem Karriereende 2004 zu schaffen machte.

Über fast seine gesamte Karriere von Knieschmerzen geplagt: Roberto Baggio
Über fast seine gesamte Karriere von Knieschmerzen geplagt: Roberto Baggio | Richard Sellers/Allstar/GettyImages

Dennoch legte der Italiener eine Weltkarriere hin, wurde einmal Weltfußballer und Ballon-d’Or-Sieger, sammelte Meisterschaften und Pokalsiege. Für die italienische Nationalmannschaft absolvierte Baggio 56 Länderspiele und erzielte dabei 27 Tore. Als sich die Squadra Azzurra im WM-Finale 1994 im Elfmeterschießen Brasilien geschlagen geben musste, verschoss Baggio den entscheidenden Versuch vom Punkt.

Auf Vereinsebene hatte er seine bedeutendste Zeit wohl bei der AC Mailand und Juventus Turin, doch Baggio trug auch das Trikot von Inter Mailand, der AC Florenz und dem FC Bologna. Seine Karriere beendete der von Schmerzen geplagte Baggio schließlich bei Brescia.

Jack Wilshere

Ein weiteres englisches Ausnahmetalent, das nie den Höhepunkt seiner Fähigkeiten ausleben konnte, ist Jack Wilshere, der frühere Arsenal-Wunderknabe. Wilshere debütierte im Alter von 16 Jahren und 256 Tagen für die Gunners und ihm wurde eine Weltkarriere vorausgesagt. Diese konnte der hochbegabte Mittelfeldspieler jedoch nie erreichen, da zahlreiche Verletzungen einen konstanten Höhenflug immer wieder ausbremsten. So glitt Wilshere beinahe in die Bedeutungslosigkeit ab. Der heute 34-Jährige beendete seine Karriere im Alter von 30 Jahren und arbeitet mittlerweile als Trainer bei Luton Town, nachdem er im Arsenal-Nachwuchs erste Trainerschritte unternommen hatte.

Jack Wilshere
Jack Wilshere | Stuart MacFarlane/GettyImages

Jack Wilshere konnte drei Titel mit dem FC Arsenal feiern und 34 Länderspiele für England bestreiten. Der 1,72 Meter große frühere Wunderknabe absolvierte 197 Profispiele für die Gunners, doch aufgrund körperlicher Rückschläge blieb sein Potenzial leider letztendlich auf der Strecke. Er hätte wohl einer der Größten Englands seiner Zeit werden können. Heute steht Wilshere mehr oder weniger als gescheitertes Top-Talent da.

Fernando Torres

Fernando Torres galt seinerzeit als einer der komplettesten und torgefährlichsten Stürmer der Welt. Vor allem beim FC Liverpool wurde der Name des Spaniers immer größer. Allerdings wurde auch der Sturmstar immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Muskuläre Probleme sowie Knieprobleme, die mehrere operative Eingriffe erforderlich machten, plagten ihn im Laufe seiner Karriere und bremsten die große Dynamik des Spaniers merklich aus.

Fernando Torres
Fernando Torres | GABRIEL BOUYS/GettyImages

Dennoch war die Karriere von Fernando Torres beeindruckend. Er wurde einmal Fußballer des Jahres beim FC Liverpool, holte zudem den WM- und EM-Titel mit der spanischen Nationalmannschaft, gewann die Champions League und zweimal die Europa League, wurde U19-Europameister und englischer Pokalsieger. Insgesamt erzielte Torres 263 Tore in 767 Pflichtspielen während seiner Profilaufbahn. Heute arbeitet der 42-Jährige als Trainer im Nachwuchsbereich seines Herzens- und Ausbildungsklubs Atlético Madrid. Ohne die vielen Verletzungen wäre Fernando Torres wohl noch heute als großer Weltstar in der Erinnerung von Fußballfans geblieben. Verletzungen trüben den Glanz seiner Klasse allerdings gewaltig und bremsten auch sein großes Potenzial aus.

Kaka

Auch der Brasilianer Kaka hätte vermutlich einen legendären Stellenwert im obersten Regal erreicht, wären da nicht zahlreiche Verletzungsprobleme aufgetreten. Vor allem bei der AC Mailand wurde der elegante Mittelfeldregisseur zum Weltstar und gewann zahlreiche individuelle Auszeichnungen. So wurde Kaka unter anderem zweimal Fußballer des Jahres bei den Rossoneri, einmal Europas Fußballer des Jahres, einmal Weltfußballer und einmal Ballon-d'Or-Sieger. Mit Brasilien wurde er Weltmeister und holte mit Mailand und Real Madrid auch auf Vereinsebene einige Titel. Beispielsweise gewann er die Champions League sowie die italienische und spanische Meisterschaft. Er wurde FIFA-Klubweltmeister, UEFA-Cup-Sieger und war zweimal Confed-Cup-Gewinner mit Brasilien.

Gläubiger Christ und früherer Weltstar: Kaka
Gläubiger Christ und früherer Weltstar: Kaka | MUSTAFA OZER/GettyImages

Mit seinem Wechsel nach Madrid und zunehmenden Verletzungssorgen verließ der Brasilianer dann aber allmählich das hohe Ballon d'Or-Niveau. In 614 Pflichtspielen seiner Karriere war Kaka an 354 Toren direkt beteiligt. Dennoch hätte er gerade im zweiten Abschnitt seiner Karriere noch reichlich Luft nach oben gehabt, um seiner Karriere die verdiente Krone aufzusetzen.

Arjen Robben

Ebenfalls immer wieder von Verletzungsproblemen geplagt war der Niederländer Arjen Robben. Dennoch avancierte der für seinen brandgefährlichen linken Fuß bekannte Robben beim FC Bayern München zur absoluten Vereinslegende, holte acht deutsche Meistertitel, fünfmal den DFB-Pokal, die Champions League und zahlreiche weitere große Trophäen. Im Jahr 2010 wurde Arjen Robben beim FC Bayern zum Fußballer des Jahres und zum besten Bundesligaspieler gekürt.

Arjen Robben
Arjen Robben | Ian MacNicol/GettyImages

Immer wieder warf es den Niederländer durch Verletzungsrückschläge zurück und so verpasste er in seinen zehn Jahren beim FC Bayern satte 172 Pflichtspiele. Vor allem muskuläre Probleme setzten ihm häufiger zu. Es ist kaum auszudenken, was der Linksfuß noch hätte leisten können, wenn er nicht so oft zurückgeworfen worden wäre. In 309 Pflichtspielen für die Münchner erzielte Robben 144 Treffer und bereitete 100 weitere vor. Für die Nationalmannschaft der Niederlande traf Robben 37 Mal in 96 Länderspielen.

Marco Reus

Auch bei Borussia Dortmund kam es zu einem verletzungsbedingten Ausbleiben einer potenziellen Weltkarriere. Marco Reus hatte in seinen zwölf Jahren im Trikot des BVB immer wieder massive Verletzungsprobleme, die ihn zurückwarfen. Die Ausfälle waren dabei vielschichtig und reichten von Muskel- bis Bänderverletzungen, waren aber immer bitter. So verpasste die BVB-Ikone auch immer wieder fußballerische Großereignisse. Reus konnte aufgrund von Verletzungsrückfällen nicht an der WM 2014 teilnehmen, bei der er Weltmeister hätte werden können, und auch bei der EM 2016 fiel er nach einer schweren Verletzung in einem Testspiel vor Turnierbeginn aus.

Marco Reus
Marco Reus | DeFodi Images/GettyImages

Marco Reus wurde dreimal zum Spieler der Saison in der Bundesliga gewählt, holte zweimal den DFB-Pokal und gewann dreimal den Deutschen Supercup. In 391 Bundesligaspielen für Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund erzielte er 156 Tore und bereitete weitere 118 vor. Heute spielt der 36-Jährige in der US-amerikanischen MLS, in der er mit seinem Team, den Los Angeles Galaxy, sogar den Meistertitel gewann.

Dennoch stellt sich auch bei Marco Reus die Frage, was noch möglich gewesen wäre. Der frühere Dortmunder gehört sicherlich zu den talentiertesten deutschen Fußballern der letzten Jahrzehnte. Allerdings in der Spitze auch zu den unvollendetsten.

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