Wie läuft es eigentlich bei Lukas Podolski? Der echte Kölsche Prinz
Von Oliver Helbig

Während beim 1. FC Köln in der Saison 2025/26 der große Hype um den vermeintlich neuen Prinzen Said El Mala ausgebrochen ist, lohnt sich vermutlich auch durchaus mal ein Blick auf dessen Vorgänger Lukas Podolski, der - wie jetzt El Mala - einst als gehypter Jungspund auf sich aufmerksam machen konnte und eine Weltkarriere hinlegte.
Doch wie läuft es sportlich beim originalen Kölner Fußballprinzen eigentlich heute?
Prinz Poldi - Eine Effzeh-Legende in der weiten Welt
Insgesamt 181 Pflichtspiele als Profi für den Effzeh und dabei 86 Tore und 41 Vorlagen – eine beeindruckende Bilanz, die da für Lukas Podolski auf der Habenseite steht und die er im Trikot seines heißgeliebten Herzensvereins hinblätterte.
Zahlreiche weitere Torbeteiligungen und vor allem Titel folgten dann aber bei anderen Vereinen, bei denen Prinz Poldi noch unter Vertrag stand. Sei es vom FC Bayern München, über den FC Arsenal in London und der englischen Premier League, beim Serie A-Giganten Inter Mailand oder dem türkischen Topklub Galatasaray Istanbul in der Süper Lig – die Klubs des heute 40-jährigen Offensivstars waren häufig mit großem Klang und internationalem Standing versehen, doch auch in Japan, für Vissel Kobe, oder den etwas unbekannteren türkischen Klub Antalyaspor stand Podolski auf dem Rasen.
Seit Sommer 2021 steht der Kölsche Jung bei seinem Kindheitstraum Gornik Zabrze in Polen unter Vertrag und segelt mittlerweile wohl stark auf das Ende seiner überaus erfolgreichen Karriere entgegen. Aber wie läuft es dort eigentlich aktuell für den Weltmeister von 2014? So mancher wird sich nun vermutlich sogar die Frage stellen: "Was, der spielt noch?" Naja, zumindest ab und an.
Einsätze werden weniger - Karriereende vor der Brust?
In der laufenden Spielzeit stand Lukas Podolski für Gornik Zabrze in elf Pflichtspielen auf dem Platz, zehnmal davon in der polnischen ersten Liga und einmal bei einem Kurzeinsatz im polnischen Pokal. In der Liga kommt der Kölner Fußballheld dabei aber nur auf etwas mehr als 190 Minuten Einsatzzeit, und auch im Pokal ist die Ausbeute überschaubar. Ein zweiminütiger Einsatz kam dort zuletzt im Achtelfinale des Wettbewerbs zustande.
In der Ekstraklasa spielte Poldi vor allem am Saisonbeginn noch häufiger, stand in den ersten sieben Saisonspielen immerhin sechsmal auf dem Rasen und durfte zumindest für einige Minuten mitwirken. Seither wurde es aber weniger mit den Einsatzzeiten des schussgewaltigen Linksfußes. Von den Spieltagen 8 bis 12 stand Podolski überhaupt nicht im Kader des Erstligisten.
Es folgten seitdem zehn Saisonspiele, in denen Poldi lediglich in vier Partien noch Kurzeinsätze erhielt und dem Treiben auf dem Grün ansonsten als Zuschauer beiwohnen musste. Dabei kamen insgesamt aber nur rund 47 aktive Spielminuten zusammen. Eine Torbeteiligung steht für den 130-maligen deutschen Nationalspieler in dieser Saison allerdings noch nicht zu Buche.
Poldis Vertragsende beim polnischen Klub ist im kommenden Sommer und gut möglich, dass dann auch endgültig Schluss ist mit aktivem Profifußball.
Fokus auf der Karriere nach der Karriere
Lukas Podolski bastelt aber bereits seit Jahren an der Karriere nach der Karriere und erzielt dabei große Erfolge als Unternehmer. Der Kölner Fußballheld hat sich mittlerweile ein kleines Imperium aufgebaut und hat bereits über 50 Filialen seiner Kette Mangal Döner eröffnet.
Ebenfalls bekannt ist seine Eisdielen-Kette Ice Cream United und weitere Investitionen und Beteiligungen an verschiedensten Events des Fußballstars. Auch im Fußballbereich hat Poldi die Finger weiterhin im Spiel und ist unter anderem Mitbegründer der mittlerweile berühmten und beliebten Baller League.
Gute Fußballgene: Poldi-Sprössling im Kommen?
Doch die fußballerischen Gene in der Familie Podolski wurden offenbar weitervererbt, denn auch Sohn Louis Podolski scheint den Profiweg seines Vaters nachzueifern. Der aktuell 17-jährige offensive Mittelfeldspieler kommt in der polnischen Nachwuchsliga in dieser Saison bereits auf vier Tore und zwei Vorlagen in 13 Saisonspielen und gilt als große Nachwuchshoffnung von Gornik Zabrze.
Unter anderem beim Abschiedsspiel in Köln von Papa Lukas durfte der Jungspund zusammen mit seinem Vater auf dem Rasen stehen und sein Können unter Beweis stellen. Im Sommer 2024 kam das Gerücht auf, dass der 1. FC Köln angeblich Interesse an Louis Podolski gehabt haben soll. Bei Gornik Zabrze hofft man allerdings auf einen noch lange anhaltenden Verbleib des Poldi-Sprösslings. "Wenn er sich entwickelt und weiter Fortschritte macht, trägt er den Verein aufgrund seiner Ausbildung hier vielleicht irgendwann im Herzen", sagte damals Jugendkoordinator Jan Zurek.
Aber wer weiß, vielleicht sieht man ja irgendwann den Namen Podolski wieder auf dem Trikot eines deutschen Bundesligisten?
Was macht eigentlich?
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