"Eine überschaubare Entscheidung", so bezeichnete Toni Kroos den Wechsel von Enzo Millot nach Saudi-Arabien im Alter von nur 23 Jahren. Gerüchten zufolge sollen zuvor europäische Topklubs wie Atletico Madrid, Borussia Dortmund und Tottenham Hotspur Interesse am Franzosen gehabt haben.
Und das nicht ohne Grund. In der Saison 2024/25 gehörte Millot zu den aufstrebenden Spielern beim VfB Stuttgart. Er kam damals auf zwölf Tore und acht Vorlagen. Am Ende spülte sein Verkauf an Al-Ahli immerhin 30 Millionen Euro in die Kasse.
Wie schlägt sich Millot in Saudi-Arabien?
Von vielen Seiten wurde der Transfer kritisch gesehen. Millot galt als Spieler mit Potenzial für die ganz große Bühne, entschied sich aber für die Saudi Pro League und damit wohl auch für ein sattes Gehalt. Lothar Matthäus vermutete sogar, dass es ihm "wirklich nur ums Geld geht". Laut einem Bericht von Sky soll Millot rund zehn Millionen Euro verdienen.
Sportlich wirkt es bisher allerdings nicht so, als würde er die Liga gnadenlos dominieren. Im Liga-Betrieb steht er bislang bei zwei Toren und zwei Vorlagen. Auch seine Saisonbewertung bei FotMob liegt bei 6,99 und damit nicht in einem Bereich, der ihn als klaren Ausnahmespieler ausweist.
Saison-Vergleich für Enzo Millot
Saison | Spiele | Tore | Vorlagen |
|---|---|---|---|
25/26 Al-Ahli | 29 | 8 | 5 |
24/25 Stuttgart | 43 | 12 | 8 |
23/24 Stuttgart | 35 | 6 | 10 |
Spannend bleibt deshalb, wie es für Millot weitergeht. In Saudi-Arabien ist er mit einem Vertrag bis 2028 zunächst abgesichert. Ob er danach weiter im Königreich bleiben möchte oder wieder ein neues Ziel anpeilt, dürfte sich erst noch zeigen.
Klar ist aber auch: Die Namen, die damals als Interessenten galten, dürften nach dem bisherigen Stint außerhalb Europas nicht automatisch mit Angeboten auf ihn warten.
