Werder gibt Diagnose bei Coulibaly bekannt
Von Franz Krafczyk

Der Auftritt gegen den FC Bayern darf Fans und Verantwortliche von Werder Bremen trotz der 0:3-Niederlage zuversichtlich stimmen. Im Vergleich zur 0:1-Pleite beim SC Freiburg in der Vorwoche sah es gegen den Rekordmeister so aus, als hätten die ersten Maßnahmen des neuen Trainers Daniel Thioune gegriffen. Doch neben dem Endresultat gab es aus Sicht der Grün-Weißen noch eine weitere schlechte Nachricht.
Nach etwa einer Stunde musste Karim Coulibaly ausgewechselt werden. Der Innenverteidiger zog sich ohne gegnerische Einwirkung eine Muskelverletzung im linken hinteren Oberschenkel zu, weshalb Julian Malatini für ihn in die Partie kam. Nachdem schon im Nachgang der Partie keine schlimmere Verletzung befürchtet worden war (90min berichtete), hat eine MRT-Untersuchung nun die endgültige Klarheit gebracht.
Wie der SV Werder am Montag bekannt gab, wurde bei Coulibaly eine "strukturelle Muskelverletzung im Oberschenkel" diagnostiziert. Der 18-Jährige werde deshalb "in den nächsten Tagen" nicht zur Verfügung stehen.
Coulibaly droht Ausfall im Kellerduell
Um wie viele Tage es sich dabei exakt handelt, ließen die Bremer offen. Doch die genaue Ausfallzeit ist eigentlich entscheidend, schließlich steht schon am Sonntag (17:30 Uhr) das wichtige Spiel im Kampf um den Klassenerhalt an. Dann gastiert der SVW beim direkten Konkurrenten FC St. Pauli.
"Wir werden von Tag zu Tag schauen, wie es Karim geht. Sein Einsatz für das Spiel am Sonntag beim FC St. Pauli ist aber in jedem Fall fraglich", erklärt Trainer Thioune.
Für beide Teams ist Verlieren im Duell zwischen dem Tabellenvorletzten und dem Sechzehnten der Bundesliga verboten, weshalb Werder einen fitten Coulibaly sehr gut gebrauchen könnte. Das Abwehrtalent hat sich seit Saisonbeginn zum absoluten Stammspieler der Norddeutschen entwickelt. In der laufenden Spielzeit verpasste er erst eine Partie, in der er gesperrt fehlte. Ansonsten stand er in 20 der 21 möglichen Einsätze sogar in der Startelf.
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