Trotz erneuter Heimpleite: Werder zieht etwas Mut aus 0:3 gegen die Bayern
Von Yannik Möller

Mit gewissen Erwartungen konnte Werder Bremen wohl ohnehin nicht ins Heimspiel gegen den FC Bayern gehen. Lediglich mit der Hoffnung, sich einigermaßen vernünftig darzustellen und sich nicht überrennen zu lassen. Dass der Klub von der Weser mit der 0:3-Niederlage schlussendlich noch gut leben konnte und keine Zerfallserscheinungen zeigte, sagt entsprechend viel über die aktuelle Ausgangslage aus.
Grundsätzlich zeigte sich Daniel Thioune mit dem Auftritt seiner Mannschaft recht zufrieden, wenngleich es natürlich nicht für ein Erfolgserlebnis gereicht hatte. "Die Jungs haben sich gewehrt, sie haben ihr Herz auf dem Platz gelassen, aber nicht ausreichend genug. Weil dann muss man das Herz auch in der Box auf dem Platz lassen, und da waren wir nicht scharf genug", resümierte er anschließend bei Sky (via kicker).
"Für den ersten Moment" habe ihm die Leistung zwar gefallen, doch insgesamt sei es dann "ein Stück weit zu wenig" gewesen, "um ein Tor zu erzielen". Insgesamt konnte Werder sogar drei Schüsse mehr abgeben als die Münchener, die aber mehr und bedeutsamere Großchancen herausspielten.
Dennoch wollte auch Marco Friedl diese offensive Ansätze nicht unerwähnt lassen und sie eher als potenziellen Mutmacher ansehen. "Wir hatten auch heute überraschend viele Chancen, wenn ich an die zweite Halbzeit denke", so der Werder-Kapitän. Insgesamt habe dann aber das "Quäntchen Glück gefehlt". Bereits "seit Wochen" hadere man mit diesem Thema, führte er aus: "Wir müssen galliger sein auf das Tor, aggressiver vorne die Zweikämpfe gewinnen und dann im letzten Drittel sauberer sein."
In den nächsten Wochen müssen Siege her
Durch den erneut ausgebliebenen Punktgewinn bleibt Bremen vorerst auf dem Relegationsplatz, weiterhin mit zwei Pünktchen an Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz.
In den nächsten Wochen muss jedoch gepunktet werden, eigentlich gleich mehrmals auch dreifach. Zunächst geht es gegen den FC St. Pauli, dann gegen den 1. FC Heidenheim. Auch deshalb betonte Friedl nach der zugegebenermaßen erwartbaren Niederlage gegen den FCB: "Es geht für uns jetzt richtig los. Wir haben wichtige Spiele vor der Brust und da müssen wir mit der Einstellung rein, die wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben."
Auch Thioune richtete den Fokus auf diese Partien. "Heute haben wir dafür gearbeitet, um in die nächsten Wochen mit einem etwas besseren Gefühl reinzugehen. Was uns fehlt, ist einfach das Tor", gab sich der Cheftrainer zuversichtlich.
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