Dass man sich bei Werder Bremen deutlich mehr vom Transfer des talentierten Belgiers Samuel Mbabuanga erhofft hatte, darüber gibt es wohl keine zwei Meinungen an der Weser. Doch die für Bremer Verhältnisse durchaus beachtlichen zehn Millionen Euro Ablöse, die vor rund einem Jahr nach Turin flossen, zahlten sich nur bedingt aus.
Thioune mit interessanter Enthüllung zu Mbangula-Abgang
Der 22-Jährige kam in 28 Pflichtspielen auf nur sieben direkte Torbeteiligungen und konnte nicht vollends überzeugen. In diesem Sommer verlieh Werder den wankenden Offensivspieler zurück nach Italien, wo Mbangula nach Juventus seine zweite Station in der Serie A in Angriff nimmt: Er ist per Leihe beim FC Bologna untergekommen. Nun enthüllte Werder-Coach Daniel Thioune interessante Details wie es zu dieser Entscheidung kam.
"Sam hat die Entscheidung für sich getroffen, dass er vielleicht eine Luftveränderung braucht, um nicht ständig unter diesem Brennglas zu sein und nicht ständig eine Erwartungshaltung an sich gerichtet zu bekommen."Thioune über Mbangula-Abgang

"Sam hat die Entscheidung für sich getroffen, dass er vielleicht eine Luftveränderung braucht, um nicht ständig unter diesem Brennglas zu sein und nicht ständig eine Erwartungshaltung an sich gerichtet zu bekommen“, verriet Thioune nun über den vermeintlichen Transferflop. Der teure Ablöse-Rucksack aus dem Vorjahr lastete also offenbar schwer auf den Schultern des noch jungen Belgiers. Zu schwer.
Ein weiterer entscheidender Faktor war nach einer eigentlich hoffnungsvollen Sommervorbereitung wohl das Spiel im DFB-Pokal gegen Lüneburg, in dem Mbangula auf ganzer Linie enttäuschte und anschließend einen deutlichen Austausch mit Thioune hatte und Kritik einstecken musste. "Vielleicht war sie offen und ehrlich. Ich scheue mich nicht davor, kritisch zu sein. Ich mache dem Spieler nichts vor“, so Thioune nun.
Hat Mbangula noch eine Werder-Zukunft?
"Sam kann sein Potenzial jetzt bei Bologna entfalten. Und dann schaut man sich im nächsten Sommer wieder in die Augen, gibt sich die Hand und sagt: ‚Okay, wir greifen nochmal gemeinsam an!' Oder man verabschiedet sich. Aber jetzt machen wir kurz einmal das Buch zu."Daniel Thioune über Mbangula

Die Hoffnung, dass Samuel Mbangula sein Potenzial in Zukunft doch noch entfalten kann, ist aber weiterhin vorhanden an der Weser. "Sam kann sein Potenzial jetzt bei Bologna entfalten. Und dann schaut man sich im nächsten Sommer wieder in die Augen, gibt sich die Hand und sagt: ‚Okay, wir greifen nochmal gemeinsam an!' Oder man verabschiedet sich. Aber jetzt machen wir kurz einmal das Buch zu", so Daniel Thioune. Diese Personalie wird also in einigen Monaten nochmal zum aufsehenerregenden Thema in Bremen werden.
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