Werder-Coach genervt: Bremer Abwehrsorgen spitzen sich zu
Von Dominik Hager

Werder Bremen ist seit dem 7. November ohne Sieg und muss sich inzwischen ernsthaft mit dem Abstiegskampf beschäftigen. Zwar war die Leistung beim 0:1 gegen Leverkusen nicht katastrophal, jedoch sprang eben auch nichts Zählbares heraus. Umso bitterer: Marco Friedl holte sich wegen einer unnötigen Motzerei die fünfte Gelbe Karte ab. Damit wird der Österreicher am Dienstag beim Nachholspiel gegen Hoffenheim fehlen.
Werder-Coach Horst Steffen muss sich nun mit ernsteren Abwehr-Sorgen befassen. Neben Friedl könnte schließlich auch noch Amos Pieper ausfallen. Der 27 Jahre alte Innenverteidiger musste gegen die Werkself früh vom Feld, weil er sich nach einem Zusammenprall mit Mio Backhaus verletzte. Pieper zog sich eine Fleischwunde am Knie zu, die genäht werden musste. Über die Einsatzfähigkeit des ehemaligen deutschen U21-Nationalspieler soll kurzfristig entschieden werden.
"Es nervt, dass mein Kapitän nicht zur Verfügung steht. Auch die Verletzung von Amos trifft uns. Ich kann noch nicht sagen, ob er jetzt ausfällt", erklärte Steffen laut Bild-Angaben.
Coulibaly und Malatini gefordert
Bedenkt man, dass Niklas Stark und Maximilian Wöber weiterhin verletzt fehlen werden, stehen Steffen nur noch zwei gelernte Innenverteidiger zur Vefügung. Dabei handelt es sich um Youngster Karim Coulibaly und der lange als Abgangskandidat gehandelte Julian Malatini, die allerdings auch keine Garanten für fehlerfreie Vorstellungen sind.
Malatini, der zwischenzeitlich schon völlig abgeschrieben schien, erhielt nach dem Leverkusen-Spiel immerhin ein Sonderlob von Steffen. "Er hat das gut gemacht. Die Rolle in der Dreierkette liegt ihm deutlich mehr als die auf Außen. Dementsprechend hat er sich für weitere Einsätze empfohlen", hielt der Werder-Coach fest.
Neben Coulibaly und Malatini könnte der eigentliche Mittelfeldspieler Senne Lynen die Dreierkette komplettieren.
Schmidt fällt nach Gehirnerschütterung aus
Gänzlich ohne Sorgen sind die Werderaner auch auf der Linksverteidiger-Position nicht. Isaac Schmidt musste in Leverkusen verletzt runter, weil er sich eine Gehirnerschütterung zugezogen hat. Damit kommt das Spiel gegen Hoffenheim zu früh. Olivier Damen soll Schmidt links hinten ersetzen.
Die Bremer belegen aktuell den 15. Platz in der Bundesliga-Tabelle. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur drei Punkte. Demnach wäre es enorm wichtig für den SVW, im Nachholspiel etwas mitzunehmen.
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