Werder-Lichtblick Sugawara droht harte Maßnahme

Von den vielen Werder-Neuzugängen konnte immerhin Yukinari Sugawara annähernd überzeugen. Doch plötzlich droht auch dem Japaner der Bankplatz.
Yukinari Sugawara kam gegen die Bayern nur zu einem Kurzeinsatz
Yukinari Sugawara kam gegen die Bayern nur zu einem Kurzeinsatz / picture alliance/GettyImages
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Im vergangenen Sommer leistete sich der SV Werder Bremen zahlreiche Fehlgriffe auf dem Transfermarkt. Während der bereits wieder abgewanderte Victor Boniface, der teure Samuel Mbagula oder der dauerverletzte Maximilian Wöber den Erwartungen (bislang) nicht gerecht werden konnten, lieferte der immerhin aus Southampton geliehene Yukinari Sugawara konstant ab. Mit vier Assists ist er aktuell Werders zweitbester Vorlagengeber.

Doch unter dem neuen Trainer Daniel Thioune droht dem japanischen Rechtsverteidiger plötzlich die Reservistenrolle. Bei der 0:3-Heimniederlage gegen den FC Bayern stand Sugawara zum ersten Mal in dieser Saison nicht in der Startelf. Thioune brachte den eigentlichen Dauerbrenner erst elf Minuten vor Schluss von der Bank.

Thioune erklärt überraschenden Sugawara-Bankplatz

Die überraschende Entscheidung, Sugawara auf die Bank zu setzen, hatte taktische Gründe. "Ich habe ein Gespräch mit Yuki geführt und ihm gesagt, dass es keine Entscheidung gegen ihn ist. Aber es war offensichtlich: Die Umschalträume offensiv waren gegeben, wir sind dort auch oft hineingekommen – wenn auch nicht so oft, wie ich es mir gewünscht hätte. Am Ende des Tages wollte ich die schnellsten Spieler auf den Platz bringen, und das sind dann eben Justin [Njinmah] und Felix [Agu]", erklärte Thioune gegenüber Bild.

Werders neuer Trainer Daniel Thioune traf bei Sugawara die erste unpopuläre Entscheidung
Werders neuer Trainer Daniel Thioune traf bei Sugawara die erste unpopuläre Entscheidung / FOCKE STRANGMANN/GettyImages

Einen guten Eindruck hinterließ Sugawara in der Schlussphase gegen den Rekordmeister nicht, dennoch wissen die Grün-Weißen die Qualitäten des Spielers weiterhin zu schätzen. "Der Wechsel war der Situation geschuldet. Ich habe Yuki da so wahrgenommen, dass er sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Das zeigt, dass er ein Teamplayer ist", lobte Peter Niemeyer.

Werder-Coach macht Sugawara Hoffnung - doch was passiert im Sommer?

"Yuki muss das mittragen, denn am Ende des Tages geht es um Werder", betonte Thioune und bereitete dem 25-Jährigen daraufhin wieder Hoffnung: "Alle hatten jetzt die Chance, sich mir zu zeigen, und es wird sicherlich auch wieder Spiele geben, in denen wir rechts einen Spieler brauchen, der nicht so sehr die Tiefe bedroht, sondern den Ball lieber in den Fuß haben möchte – und dann werde ich wieder auf ihn zurückgreifen."

Ob das schon beim Bundesliga-Kellerduell gegen den FC St. Pauli (Sonntag, 17:30 Uhr) wieder der Fall sein wird, ist noch offen. Ebenso wie die Zukunft von Sugawara, dessen Leihe im Sommer endet. Dass die Kaufoption in Höhe von sechs Millionen Euro gezogen wird, ist angesichts der finanziellen Situation der Bremer auszuschließen.

Laut Bild besteht aber durchaus die Möglichkeit, dass die Werder-Bosse auf den FC Southampton zugehen werden, um eine andere Lösung zu finden. Grundvoraussetzung dafür ist jedoch ein Stammplatz des japanischen Nationalspielers.


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