Schieflage bei Werder erfordert spezielle Maßnahmen - Thioune zieht die Zügel an
Von Oliver Helbig

Werder Bremen konnte gegen den FC Bayern München zwar eine durchaus ordentliche Vorstellung abliefern, doch nach der 0:3-Niederlage gegen den Tabellenführer kann man sich letztlich auch davon recht wenig kaufen. Bremen ist seit zwölf Ligaspielen ohne Sieg und blieb in diesen zuletzt eher ernüchternden Auftritten gar ganze achtmal ohne eigenen Treffer.
Werders Offensive stottert
Schon beim vorherigen Auftritt der Werderaner unter dem neuen Trainer Daniel Thioune in der Vorwoche gegen den SC Freiburg konnte sich die Bremer Mannschaft eine Flut an Chancen erspielen, doch kein einziger Ball wollte in die gegnerischen Maschen. So auch gegen den Rekordmeister. Mit fortschreitendem Saisonverlauf wird der Druck auch an der Weser größer, denn die Bremer stehen auf dem Relegationsplatz 16 und damit in akuter Abstiegsgefahr. Nun zieht Trainer Thioune die Zügel an.
Thioune streicht freie Tage
Um den Bock endlich umzustoßen, greift Thioune zu unliebsamen Mitteln. "Im Trainingsplan waren zwei freie Tage, den einen habe ich gestrichen. Wir werden schon am Dienstag wieder arbeiten. Wir müssen sehen, dass wir uns aneinander gewöhnen“, so der Bremer Cheftrainer nach der Pleite gegen die Münchner.
"Im Trainingsplan waren zwei freie Tage, den einen habe ich gestrichen. Wir werden schon am Dienstag wieder arbeiten [...] Unser größtes Problem ist das letzte Drittel. Wir müssen effizienter werden. "
- Werder-Coach Thioune
Viel hilft viel: Thioune will Abschlüsse trainieren
In der anstehenden Trainingswoche dürfte die Hauptaufmerksamkeit dabei wohl vor allem dem Spiel im letzten Drittel und der Effektivität vor dem gegnerischen Tor gelten. "Unser größtes Problem ist das letzte Drittel. Wir müssen effizienter werden. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt darin, dort richtige Entscheidungen zu treffen. Das ist trainierbar. Eine hohe Wiederholungszahl hilft“, so die klaren Worte von Thioune. Der Handlungsbedarf ist enorm. Werder steht nach 22. Spieltagen bei gerade einmal 22 erzielten Treffern und stellt damit die drittschelchteste Offensive der Bundesliga. Lediglich die beiden Teams auf den direkten Abstiegsplätzen, St. Pauli und Heidenheim, stehen in dieser Statistik derzeit noch schlechter dar als die Bremer.
In den kommenden Trainingseinheiten dürften den Bremer Feldspielern womöglich dann Kopf und Füße und den Torhütern die Hände glühen. Wie heißt es doch so schön: Viel hilft viel.
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