Werder bangt um seinen Hoffnungsträger

Werder Bremen muss beim Auswärtsspiel in Berlin womöglich auf Jovan Milosevic verzichten. Noch gibt es aber eine Resthoffnung.
Jovan Milosevic fällt in Berlin womöglich aus
Jovan Milosevic fällt in Berlin womöglich aus | picture alliance/GettyImages

Werder Bremen plagt sich die ganze Saison über mit einer Stürmer-Problematik herum. Umso erfreulicher war es, dass Leih-Stürmer Jovan Milosevic zuletzt gegen St. Pauli und Heidenheim knipsen konnte. Beim 2:0-Sieg über die Heidenheimer hat der 20-Jährige allerdings eine Rückenprellung davongetragen und konnte deshalb in dieser Woche noch nicht mit der Mannschaft trainieren.

"Er ist sehr böse gefallen und hat noch Schmerzen", machte Cheftrainer Daniel Thioune im Rahmen der Pressekonferenz deutlich. Noch besteht aber die leise Hoffnung, dass Milosevic am Sonntagabend an der Alten Försterei gegen Union Berlin (17:30 Uhr) auflaufen kann.

"Im besten Fall setzen wir ihn in den Bus, nehmen ihn mit und werden Sonntagnachmittag entscheiden, ob er spielt oder nicht. Eine Restchance gibt es auf jeden Fall", beschrieb Thioune die Lage.

Möglichkeiten im Werder-Sturm begrenzt

Sollte Milosevic ausfallen, wird es für den Werder-Coach schwierig, einen adäquaten Ersatz zu finden. Justin Njinmah musste Anfang der Woche einen Infekt auskurieren, weshalb noch nicht klar ist, wie lange er am Sonntag durchhalten würde. Eine naheliegende Möglichkeit wäre natürlich noch Keke Topp, der fit und ein gelernter Mittelstürmer ist. Bislang konnte der Youngster aber nicht beweisen, dass er in der Bundesliga die nötige Gefahr ausstrahlen kann. Mit Salim Musah stände noch ein anderer Youngster zur Verfügung.

Thioune könnte allerdings auch zu einem Experiment in Form von Romano Schmid greifen. "Romano Schmid hat im Hinspiel in Heidenheim auch schon auf der Neun gespielt. Wir sind in allen Bereichen im Sturm gut aufgestellt, final werde ich mich am Sonntag festlegen", ließ sich der Coach nicht in die Karten schauen.

Coulibaly fehlt in Berlin definitiv

Definitiv fehlen wird beim Auswärtsspiel bei Union Berlin (Sonntag, 17:30 Uhr) im Übrigen Abwehrspieler Karim Coulibaly. Der Innenverteidiger laboriert an einer Oberschenkelverletzung. Thioune hofft aber darauf, dass der Youngster in der kommenden Woche ins Training einsteigen kann.

Um den Werder-Shootingstar der Saison gibt es aktuell außerhalb des Platzes großes Aufsehen. Wie Bild und Sky berichten, hat man sich darauf verständigt, dass der 18-Jährige im Sommer verkauft werden soll. Eine Ablöse im Bereich von 40 bis 50 Millionen Euro erhofft man sich an der Weser für das Juwel.

Dafür muss aber der Klassenerhalt gelingen. Trotz des jüngsten Sieges gegen Heidenheim befindet sich der SVW noch immer in einer brenzligen Lage. Derzeit belegt Bremen Relegationsplatz 16 mit einem Punkt Rückstand auf das rettende Ufer.

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