Weltmeister Klose mit scharfer Kritik an DFB-Auswahl
Von Oliver Helbig

Die anstehende Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko rückt mit großen Schritten näher, doch angesichts der in den letzten Monaten schwankenden Leistungen der deutschen Nationalmannschaft hält sich die Vorfreude hierzulande noch etwas in Grenzen und nicht viele trauen der DFB-Auswahl um Bundestrainer Julian Nagelsmann ernsthafte Titelchancen bei der WM-Endrunde 2026 zu.
Nun kommt auch von einem, der es ziemlich gut wissen muss, scharfe Kritik. Miroslav Klose, der derzeit noch WM-Rekordtorschütze ist und einen erheblichen Beitrag zum Titelgewinn 2014 bei der WM in Brasilien geleistet hat, übt Kritik an den Auftritten der deutschen Auswahl.
Klose kritisiert Einstellung der Nationalspieler
"Es waren Spiele dabei, wo ich lieber nichts sage. Die waren nicht so, wie ich Deutschland gerne sehe“, sagte der aktuelle Cheftrainer des 1. FC Nürnberg nun in einem Interview. Und Klose legte nach. "Ich weiß, dass man in den Länderspielpausen, wenn man international spielt, in der Champions League, zur Nationalmannschaft kommt, sagt: Mehr oder weniger können wir uns ein paar Tage ausruhen. So haben sie vielleicht manches Spiel bestritten – und das hat mir nicht gefallen. Es ist klar, dass es eine Ehre sein muss, für Deutschland zu spielen. Das darf nicht selbstverständlich sein.“
Deutliche Worte also von Miro Klose, der sich an der Einstellung manches DFB-Stars offenbar mächtig anstößt. Dem ehemaligen Starstürmer zufolge mangelt es der deutschen Nationalmannschaft demnach an grundlegender Einstellung und Arbeitsmoral, sobald sie das DFB-Quartier erreicht. Die Spieler müssten nach Kloses Meinung also wohl verstehen, dass sie nicht ins Ferienlager fahren.
Der Weltmeister von 2014 hofft auf Führungsspieler die die Schlagzahl innerhalb des Teams hochhalten und mit Beispiel vorangehen. "Es gibt nicht viele, die dieses Amt übernehmen können, die Führung für Deutschland. Deswegen braucht es Spieler, die da reinwachsen müssen – vor allem bei einer jungen Mannschaft. Ich bin gespannt, wer sich da durchsetzt.“
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