Harry Kane blickt auf eine herausragende Saison zurück. Mit unglaublichen 61 Toren in 51 Pflichtspielen führte der Engländer den FC Bayern München zum Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal und traf anschließend auch bei der Weltmeisterschaft sechsmal auf dem Weg zur Bronzemedaille.
Dennoch hat der 32-Jährige seine Chance auf den Ballon d'Or nach Ansicht von Frankreich-Legende Emmanuel Petit verspielt – vor allem aufgrund seiner Auftritte in den entscheidenden Spielen.
Petit kritisiert Kane für Auftritte in großen Spielen
Im Gespräch mit dem Portal Mr Gamble erklärte der Weltmeister von 1998: "Harry Kanes Chancen auf den Ballon d'Or sind vertan." An seinen Leistungen in Deutschland gebe es kaum etwas auszusetzen. "Wenn man nur die Bundesliga als Maßstab nimmt, gibt es daran überhaupt nichts auszusetzen."
Für Petit sind jedoch vor allem die Auftritte auf der größten Bühne entscheidend. Genau dort habe Kane nicht genug geliefert. "Aber in der Champions League und mit der Nationalmannschaft, als es wirklich darauf ankam, ist er abgetaucht", kritisierte der Franzose deutlich.
Dabei möchte Petit Kanes gesamte Saison keineswegs schlechtreden. Der Bayern-Star habe zahlreiche Tore erzielt und alles versucht. "Aber in den großen Spielen, genauso wie in der Champions League, hatte er nicht den entscheidenden Einfluss. Deshalb sehe ich einige andere Spieler vor ihm."
Yamal und Rodri Favoriten auf den Ballon D'or?
Zu diesen Spielern zählen für Petit vor allem zwei spanische Weltmeister. Lamine Yamal habe eine "großartige Weltmeisterschaft" gespielt, während Rodri für ihn sogar der beste Spieler des gesamten Turniers gewesen sei. Auch Lionel Messis starke Leistungen hob der 55-Jährige hervor, verwies allerdings auf die geringere Konkurrenz und das niedrigere Spielniveau in der MLS im Vergleich zum europäischen Spitzenfußball.
Für Petit gibt im Rennen um den Ballon d'Or damit vor allem das Abschneiden bei der Weltmeisterschaft den Ausschlag. Trotz Kanes herausragender Saison, seiner beeindruckenden Torquote und des Doubles mit den Münchenern sieht der Franzose deshalb andere Stars im Vorteil.
