Wechselgerüchte um Gladbach-Star: Stöger macht Transfer-Ansage!
Von Oliver Helbig

Nach einem mehr als verheißungsvollen Start bei Borussia Mönchengladbach ist die Aktie von Kevin Stöger am Niederrhein zunehmend abgekühlt. Auch im bisherigen Saisonverlauf der Spielzeit 2025/26 kommt der österreichische Mittelfeldstar eher als Teilzeitkraft zum Einsatz und konnte sich nicht in der Gladbacher Startelf festbeißen. Das sorgt natürlich für etwas Frust bei allen Beteiligten, doch der fünfmalige Nationalspieler gibt sich kämpferisch und will neu angreifen.
Stöger will sich bei der Borussia durchbeißen
"Ich bleibe bei Borussia! [...] es ist für mich überhaupt kein Thema, einen Winterwechsel vorzunehmen."
- Kevin Stöger
Nachdem die Hinrunde der laufenden Spielzeit rund um die Personalie Kevin Stöger erneut für mehr Kritik als großes Lob gesorgt hatte, hielten sich zuletzt Gerüchte aufrecht, der Österreicher könne die Fohlen womöglich bereits im Winter verlassen und dieses Kapitel in Gladbach vorzeitig beenden. In einem Interview mit der SportBILD wurde der 32-Jährige nun auf diese Gerüchte angesprochen und hatte eine eindeutige Antwort parat. "Ich bleibe bei Borussia!", so die deutliche Stöger-Ansage.
Die Kritik kann Stöger nachvollziehen, will sich dadurch aber nicht unterkriegen lassen. Der Mittelfeldstar reflektiert: "Natürlich war ich mit meinen Einsatzzeiten und mit meinen Leistungen, für die es teils auch zu Recht Kritik gab, nicht zufrieden. Aber es ist für mich überhaupt kein Thema, einen Winterwechsel vorzunehmen."
Stöger will sich der Kritik stellen und beweisen
Eine Flucht aus Gladbach wäre für Stöger wohl ein Leichtes gewesen, denn an Interessenten scheint es nicht gemangelt zu haben, wie der 32-Jährige verriet. "Klar hat es Anfragen gegeben, ich habe aber sofort gesagt: Nein, ich will hierbleiben und wieder in Topform kommen. Für mich ist das Kapitel Gladbach noch lange nicht beendet." Eine eindeutige Kampfansage also mit der die Gerüchte nun ein Ende gefunden haben dürften. Stöger will die Borussen nicht verlassen und sich stattdessen der Kritik stellen.
"Gladbach ist der größte Verein, für den ich in meiner Karriere gespielt habe. Ich bin stolz darauf, hier zu sein. "
- Kevin Stöger
Stögers WM-Traum lebt auch in Gladbach weiter
Dass Stöger mit einem Verbleib am Niederrhein womöglich auch mit seinem WM-Ticket spielt glaubt der Gladbacher selbst nicht. Stöger: "Gladbach ist der größte Verein, für den ich in meiner Karriere gespielt habe. Ich bin stolz darauf, hier zu sein. Bei einem Verein wie diesem wird jede Woche ganz genau hingeschaut, wie ich mich präsentiere. Ich möchte hier wieder meine Bestleistung erreichen und mich damit Ralf Rangnick empfehlen [...] Ich weiß, dass ich im Nationalteam große Konkurrenz habe, für mich wäre es aber das Größte, mein Land bei der WM zu vertreten."
Selbstkritischer Mittelfeldstar will neu angreifen
In der Rückrunde will Stöger zeigen, was er leisten kann, und sich mit konstanten Leistungen auch die Gladbacher Fans erobern. "Ich weiß, dass ich davon zuletzt ein Stück weit entfernt war, aber ich will wieder in die Spur kommen. Dafür habe ich mir für die restliche Saison sehr viel vorgenommen", so der Österreicher selbstkritisch.
Und weiter: "Ich möchte Gladbach den wahren Kevin Stöger zeigen. Mit den Eigenschaften, die mich immer stark gemacht haben: Großchancen kreieren, gefährliche letzte Pässe, Läufe gegen den Ball – in diesen Statistiken war ich eigentlich immer oben dabei und will es auch wieder sein. Vor allem aber muss ich auch mal wieder das eine oder andere Tor selbst machen." Klare Kampfansage von einem Spieler, der sich selbst am meisten in die Kritik nimmt und offenbar bereit ist, den Hebel herumzureißen.
" Ich möchte Gladbach den wahren Kevin Stöger zeigen [...] Ich habe es selbst in der Hand."
- Kevin Stöger
Stöger will optimistisch bleiben und das neue Jahr auch als Neustart angehen. "In vielen Situationen war auch einfach der Wurm drin. Durch ein Tor oder einen Assist bekommt man schnell wieder ein größeres Selbstbewusstsein und wird womöglich auch wieder anders wahrgenommen. Ich habe es selbst in der Hand." Das klingt nach einem neujahrsvorsatz, der auch bei den Fohlen-Fans auf offene Arme stoßen dürfte.
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