Michael Olise verzaubert mit seinen Glanzleistungen und Toren am Fließband nicht nur den FC Bayern München, sondern hat mittlerweile europaweit auf sich aufmerksam gemacht. Dass die europäischen Fußballmächte auf den Franzosen und seine Situation achten, ist daher wenig verwunderlich. Ebenso wenig überraschend ist es, dass die Gerüchte um den Flügelstürmer nicht abreißen wollen, obwohl die Münchner bereits klargestellt haben, dass Olise nicht zu haben ist.
"Sag niemals nie" ist aber quasi eines der standhaften und unerschütterlichen Mottos der Fußballbranche – und genau dieser Richtung bedient sich nun eine Legende des französischen Fußballs, indem sie Aussagen rund um einen Olise-Abschied aus München macht.
Frankreich-Legende lässt wegen Olise aufhorchen
Der mittlerweile 57-jährige Marcel Desailly gilt als einer der größten Spieler in der Geschichte Frankreichs. Der ehemalige Innenverteidiger und 116-fache Nationalspieler wurde mit der französischen Nationalmannschaft Welt- und Europameister und sammelte bei seinen Klubs Olympique Marseille, AC Mailand und dem FC Chelsea auch auf Vereinsebene einige Titel, darunter zweimal die Champions League. Im Gespräch mit Sport1 im Rahmen der Verleihung der Laureus World Sport Awards in Madrid ließ er nun beim Thema Olise aufhorchen.
"Er ist jung, lass die Weltmeisterschaft erst einmal vorübergehen [...] Vielleicht in die Premier League. Sie wollen die Besten haben. Er ist einer der Besten."Marcel Desailly über Olise-Abschied

Desailly hält einen Wechsel des Bayern-Stars nach der anstehenden Weltmeisterschaft offenbar durchaus für möglich. "Er ist jung, lass die Weltmeisterschaft erst einmal vorübergehen. Das Talent ist so groß", so Desailly. Der einstige Abwehrstar hat auch schon ein Wechselziel für seinen Landsmann im Hinterkopf: "Vielleicht in die Premier League. Sie wollen die Besten haben. Er ist einer der Besten.“
Der FC Bayern schottet sich von Olise-Anfragen ab
Aussagen die man in München vermutlich mit einem müden Lächeln abtun dürfte, denn dort stellte man zuletzt deutlich klar, dass es für Olise kein Preisschild gebe. Uli Honeß sagte vor kurzem deutlich: "Wir haben 430.000 Mitglieder, wir haben viele Millionen Fans auf der ganzen Welt, und es nützt ihnen wenig, wenn wir 200 Millionen auf dem Konto haben und jeden Samstag deswegen schlechter Fußball spielen.“
"Es nützt [...] wenig, wenn wir 200 Millionen auf dem Konto haben und jeden Samstag deswegen schlechter Fußball spielen."Uli Hoeneß über Olise-Verkauf

Auch Sportvorstand Max Eberl signalisierte, dass man das Thema Olise-Transfer nicht an sich heranlasse und die Augen davor mit großer Absicht verschließt. "Wir haben unsere Bubble, unser Vertrauen und unsere Gespräche. Alles, was um uns herum passiert, lassen wir ein Stückweit an uns abprallen“, sagte Eberl gegenüber Sport1. Olise hat in München noch einen Vertrag bis 2029 und offenbar gibt es keine Ausstiegsklausel.
Olise-Abschied deutet sich (noch) nicht an
Damit hätte man für die nächsten gut zwei Jahre möglicherweise Ruhe an der Säbener Straße, bis das Thema einer eventuellen Vertragsverlängerung aufkommt oder man sich mit einem Verkauf beschäftigen muss, um nicht einen weiteren Starspieler ablösefrei zu verlieren. Es sei denn, Olise stellt sich schon weit vor Vertragsende auf die Hinterbeine und provoziert irgendwann einen Abschied. Es gilt also weiterhin: "Sag niemals nie." Anzeichen, dass der Franzose aus München weg will, gibt es aktuell aber keine.
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