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Watzke kontert die Hoeneß-Kritik um Klopp: "Das ist mir dann etwas zu viel"

Von der 'friendly takeover'-Kritik seitens Uli Hoeneß hält Hans-Joachim Watzke nicht viel. Der DFB-Vize plädierte für Verständnis und etwas Zeit für Jürgen Klopp.
Hans-Joachim Watzke hat sich zur Kritik von Uli Hoeneß zu Wort gemeldet
Hans-Joachim Watzke hat sich zur Kritik von Uli Hoeneß zu Wort gemeldet | Ralf Ibing - firo sportphoto/GettyImages

Schon jetzt und somit noch mehrere Wochen vor der ersten Länderspielpause wird mit Spannung beobachtet, was sich rund um die Deutsche Nationalmannschaft alles verändert. Jürgen Klopp wird als neuer Bundestrainer auch mit vielen Hoffnungen auf eine nachhaltige Verbesserung der DFB-Auswahl in Verbindung gebracht.

Uli Hoeneß äußerte sich jüngst aber auch ein bisschen verstimmt. Auch er halte Klopp zwar für einen "sehr guten Trainer", doch sei er "kein großer Freund der Heldenverehrung". Dazu komme ihm die ganze Geschichte zurzeit "wie ein 'friendly takeover'" vor, so der Ehrenpräsident des FC Bayern weiter (90min berichtete).

"Das ist mir etwas zu viel": Watzke ohne Verständnis für die Hoeneß-Kritik

Bei Hans-Joachim Watzke wiederum stieß die Kritik von Hoeneß auf Unverständnis. Der ehemalige Geschäftsführer von Borussia Dortmund und aktiver DFB-Vizepräsident wurde von Sky Sport auf diese Aussagen angesprochen.

"Da habe ich eben eine andere Meinung als er. Ich weiß nicht, was das mit 'Friendly Takeover' zu tun hat", reagierte Watzke darauf und merkte an: "Die letzten beiden Bundestrainer kamen vom FC Bayern – mit Julian Nagelsmann und Hansi Flick. Da hat auch niemand gesagt, das ist ein Friendly Takeover des FC Bayern. [...] Das ist mir dann etwas zu viel."

Juergen Klopp, Hans-Joachim Watzke
Watzke zusammen mit Jürgen Klopp beim Supercup | Christina Pahnke - sampics/GettyImages

Es sei soweit normal, dass einem Trainer wie Klopp dann auch "ein gewisser Handlungsspielraum eingeräumt" wird, sodass dieser dann beispielsweise "auch ein paar Vorstellungen" umsetzen könne. Dabei nannte Watzke beispielhaft die Entscheidungen rund um den weiteren Trainerstab. "Vincent Kompany hat auch ein paar Leute mitgebracht. Das hat mit friendly takeover nichts zu tun."

Gegenüber Klopp betonte Watzke sein "riesengroßes" Vertrauen. "Lasst ihn einfach machen und dann wird am Ende etwas Gutes dabei rauskommen", betonte der ehemalige BVB-Chef. Mit Klopp als Cheftrainer hatte der 67-Jährige bei Schwarz-Gelb sehr erfolgreiche Zeiten erlebt. Der Wandel zum Nationaltrainer sei aber auch für ihn etwas Neues. "Man muss ihn auch in diese Situation reinwachsen lassen. Als Vereinstrainer hast du deine Jungs jeden Tag versammelt und kannst mehr einwirken. [...] Er wird versuchen, die Jungs in eine Richtung marschieren zu lassen und dann muss man ihn einfach machen lassen."


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