Enthüllt: Warum Werder bei Henriksen wirklich leer ausging
Von Dominik Hager

Daniel Thioune soll als Werder-Coach nicht unbedingt die erste Wahl gewesen sein. Laut Informationen der Bild sollen auch die beiden Ex-Mainz-Coaches Bo Svensson und Bo Henriksen zu den Wunschkandidaten gezählt haben. Bei Svensson war die Sache schnell erledigt, weil der Däne von sich aus absagte. Sein Landsmann Henriksen soll jedoch Interesse am Werder-Job gehabt haben.
Dem Bericht zufolge machte Mainz 05 dabei allerdings nicht mit. Obwohl Henriksen bei den Mainzern ja schon im Laufe der Hinrunde entlassen wurde, läuft sein Vertrag noch bis 2027. Dieser wurde noch nicht aufgelöst. Zweifellos hätte man genau das machen können, jedoch ist es nicht im Interesse der Mainzer, dem SVW im Kampf um den Klassenerhalt zu helfen. Immerhin stecken die 05er selbst mit beiden Ohren im Abstiegskampf.
Hinzu kommt offenbar, dass das Ablöse-Angebot der Bremer so niedrig gewesen sein soll, dass die Mainzer keinerlei Gründe sahen, in der Angelegenheit entgegenzukommen. "Das Thema stellt sich nicht", zeigte sich Mainz-Sportvorstand Christian Heidel nicht umsonst ziemlich schroff, als er gefragt wurde, ob man Henriksen freigeben würde.
Witz-Angebot bringt Deal zum Scheitern
Zuvor soll ein Telefonat zwischen Bremens Sport-Geschäftsführer Clemens Fritz und Heidel nicht den gewünschten Verlauf genommen haben. Fritz soll um die Freigabe gebeten haben und argumentierte, dass sich die Nullfünfer das Gehalt des Coaches dann sparen könnten. Heidel lehnte dies ab, erklärte aber offenbar, dass man ja ein Angebot machen könne. Daraufhin soll eine Offerte eingegangen sein, die laut Bild-Angaben 150.000 Euro umfasst habe.
Angesichts der mickrigen Summe sah sich Heidel gezwungen, die Gespräche für beendet zu erklären. Zum Vergleich: Für Horst Steffen hatte der SVW noch 350.000 Euro gezahlt.
Fritz bestätigte auf Bild-Anfrage, dass dieser Vorgang stattgefunden habe, jedoch seien die Verhandlungen noch nicht konkret gewesen. "Wir hatten mit keinem anderen Trainer etwas ausverhandelt. Dass man sich erkundigt und sich auch über möglichen Ablösen unterhält und dabei nicht gleich All-in geht, ist selbstredend", argumentierte er.
Gut für den SVW, dass man mit Thioune letztlich einen ablösefreien Trainer für sich gewinnen konnte.
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