Vorsicht oder Vorentscheidung? So denkt man beim FC Bayern über den Saisonendspurt

Der FC Bayern München steht kurz vor dem letzten Schritt Richtung Meisterschaft. Nach dem Sieg im Klassiker wird klar, wie die Münchner den Vorsprung bewerten und warum die Ansagen von Joshua Kimmich, Vincent Kompany und Harry Kane trotzdem spannend bleiben.
So sehen die Bayern ihren Vorsprung
So sehen die Bayern ihren Vorsprung / INA FASSBENDER/GettyImages
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Am Samstagabend ging es im Klassiker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München quasi schon um eine gewaltige Vorentscheidung im Meisterrennen der Bundesliga. Schafft es Borussia Dortmund noch einmal in Schlagdistanz zu den Bayern oder wächst der Abstand auf einen fast schon uneinholbaren Vorsprung an.

Am Ende mussten sich die Dortmunder in ihrem eigenen Stadion denkbar knapp mit 2:3 geschlagen geben und den Rekordmeister auf einen Vorsprung von nun elf Punkten ziehen lassen. Das Programm über die kommenden zehn Spiele sieht dabei durchaus nicht danach aus, dass der BVB noch einmal groß hoffen könnte.

So sehen die Bayern den Meisterschaftskampf

Kapitän am gestrigen Abend und letztlich auch Matchwinner Joshua Kimmich erklärte nach dem Sieg gegenüber Sky Sport: "Es liegt schon an uns. Jetzt haben wir elf Punkte Vorsprung. Das werden wir nicht mehr abgeben." Entscheidend dabei ist auch der Abstand, den die Bayern jetzt haben. Elf Punkte hat zu diesem Zeitpunkt noch keine Mannschaft verspielt. Hierzu ergänzte Kimmich: "Das wird so bleiben."

Im Gegensatz zu den klaren Worten des Kapitäns äußerte sich Trainer Vincent Kompany gewohnt unaufgeregt: "Ab Montag ist es wieder vorbei. Es geht wieder weiter. Warum jetzt aufhören? Einfach Vollgas weitergehen. Ich freue mich auf die letzten zwei, drei Monate jetzt."

Es bleibt noch Raum zum Stolpern

Bei einem so titelorientierten Team wie den Bayern ist durchaus klar, dass man auch für den Endspurt nichts anbrennen lassen will. Auch Harry Kane erklärt dazu: "Ich glaube nicht, dass das Titelrennen vorbei ist. Es sind noch einige Wochen zu gehen. Wir müssen fokussiert bleiben. Wir sind in einer guten Position. Wir müssen weiter bereit sein. So werden wir es auch im nächsten Spiel am Freitagabend angehen."

Unter anderem muss sich der Rekordmeister bis zum Saisonende noch gegen Leverkusen und Stuttgart durchsetzen. Mit Dortmund hat man aber den aktuell wohl gefährlichsten deutschen Gegner erfolgreich hinter sich gelassen. Damit kann der Fokus jetzt zunehmend auf die entscheidenden Spiele im DFB-Pokal und der Champions League rücken.


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