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Von wegen Hass-Derby: Darum verbindet Thioune und Polzin eine enge Freundschaft

Platz für Freundschaft ist beim Nord-Schlager zwischen Bremen und Hamburg eigentlich kaum. Die beiden Coaches vereint jedoch eine gemeinsame Vergangenheit.
Merlin Polzin und Daniel Thioune kennen sich bestens
Merlin Polzin und Daniel Thioune kennen sich bestens | picture alliance/GettyImages

Das Duell zwischen dem SV Werder Bremen und dem Hamburger SV bringt so kurz vor dem Saisonende natürlich ordentlich Brisanz mit. Dies wird noch durch die Tatsache gesteigert, dass beide Teams noch gegen den Abstieg kämpfen. Ein knallhartes Duell und eine hitzige Kulisse dürften vorprogrammiert sein.

Da ist es fast schon ein wenig kurios, dass die Trainer beider Teams gute Kumpel sind. Daniel Thioune und Merlin Polzin verbindet schließlich eine lange gemeinsame Vergangenheit. Im Jahr 2014 holte Thioune Polzin in den Trainerstab der U17 des VFL Osnabrück, ehe sie dort gemeinsam für die Profis tätig waren. 2020 machte sich das Duo dann auf nach Hamburg, wo Thioune erneut als Chef- und Polzin als Assistenztrainer den HSV ins Oberhaus führen sollten. Daraus wurde jedoch nichts. Kurz vor dem Saisonende wurde Thioune gefeuert, jedoch blieb Polzin als Assistent bei den Nordlichtern. Von da an trennten sich die Wege, die sich nun in einer ganz anderen Konstellation wieder kreuzen.

Polzin schickt warme Worte an Thioune

Zwar werden Polzin und Thioune am Samstagnachmittag erbitterte Gegner sein, jedoch ändert dies nichts an der Freundschaft. "Ich habe Daniel sehr, sehr viel zu verdanken. Wir hatten gemeinsam eine tolle Reise, er hat mir die Chance gegeben, im Profifußball zu landen. Von ihm als Persönlichkeit habe ich sehr viel übernehmen können", zeigte sich Polzin im Rahmen der PK dankbar für die gemeinsame Zeit. "Die Freundschaft hält das auf jeden Fall aus", bekräftigte der Hamburg-Trainer eindeutig.

Kurios: Nach dem 1:3 in Köln leistete sich Thioune einen etwas lustigen Versprecher. "Wenn wir am Wochenende gegen Bremen gewinnen, ist die Welt vielleicht wieder ein bisschen rosiger", so der kleine Fauxpas des Werder-Coaches, der natürlich nicht gegen sein aktuelles Team, sondern gegen sein Ex-Team gewinnen möchte.

Hamburg mit großer Chance auf die Vorentscheidung

Tatsächlich könnte das Duell am Samstagnachmittag sowohl für Thioune als auch für Polzin vorentscheidend sein. Insbesondere die Hamburger, die mit einem Sieg 34 Punkte auf dem Konto hätten, könnten mit den Klassenerhaltsfeierlichkeiten schon fast beginnen. Der SVW kann hingegen nur auf 31 Punkte kommen, würde in diesem Falle aber immerhin zu den Hamburgern aufschließen.

Beide werden zudem darauf hoffen, dass St. Pauli (25 Punkte) und Wolfsburg (21 Punkte) weiterhin mau punkten. Dann dürfen sich die Trainer-Kumpel vielleicht bald schon gemeinsam über den Klassenerhalt freuen.

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