Verwirrung um Nationalmannschafts-Entscheidung: Wanner spricht Klartext
Von Dominik Hager

Paul Wanner hat sich gegen das DFB-Team und für die Österreichische Nationalmannschaft entschieden. So berichteten es jedenfalls unter anderem die tz. Ein Schritt, der angesichts der enormen Konkurrenzsituation in Deutschland auf seiner Position nicht überraschend gekommen wäre.
Doch was entspricht jetzt eigentlich der Wahrheit? Im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Champions-League-Spiel zwischen Eindhoven und den Bayern äußerte sich Wanner erstmals selbst zu den jüngsten Gerüchten.
"Das ist nicht wahr. Es wurde noch keine Entscheidung getroffen. Die Zeit für die Entscheidung, wird kommen, aber sie ist noch nicht da. Ich möchte Woche für Woche das beste abliefern. Mein Fokus liegt voll bei der PSV", führte er aus.
Wanner mit besseren WM-Chancen im österreichischen Team
Dass die Entscheidung früher oder später dennoch zugunsten der Alpenrepublik ausfällt, ist nicht unwahrscheinlich. Immerhin dürfte Wanner hier deutlich bessere Chancen auf eine WM-Teilnahme in diesem Sommer haben. "Ich träume davon, bei einer WM zu spielen - aber bis dahin will und muss ich erst einmal Woche für Woche Leistung bringen", führte er jüngst in einem Gespräch mit der Sport Bild aus.
Derzeit könnte man annehmen, dass es für einen Platz im DFB-Team nicht reichen würde, er in Österreich aber eine realistische Chance hätte. Nach einem sehr schleppenden Start in Eindhoven begann das Jahr 2026 für ihn jedenfalls deutlich besser als 2025 aufgehört hatte. Wanner stand im neuen Jahr in allen fünf Pflichtspielen in der Startelf und konnte in der Eredivisie zwei Treffer erzielen. Kurz vor Weihnachten hatte er im Pokal seinen ersten Pflichtspieltreffer für den niederländischen Klub markiert.
Am Mittwochabend trifft Wanner nun mit der PSV auf seinen Ex-Klub Bayern München. "Wir wollen die Bayern ärgern und versuchen, sie zu Hause zu besiegen", kündigte er im Gespräch mit der Bild an. "Ich freue mich jedenfalls sehr auf dieses Match."
Wanner-Flucht vom FC Bayern wegen Konkurrenzsituation
Wanner war im Sommer für 15 Millionen Euro von Bayern zu Eindhoven gewechselt. Dabei erntete Wanner Kritik von den Bayern-Verantwortlichen, weil er sich anders als beispielsweise Youngster Lennart Karl nicht gegen die starke Konkurrenz durchsetzen wollte. Eine Entscheidung für Österreich und gegen Deutschland käme einem ähnlichen Schritt gleich. Letztlich ist die Konkurrenz im DFB-Team mit Spielern wie Musiala, Wirtz, Karl und Havertz eben auch enorm.
Anzumerken sei aber auch, dass Wanner alle seine 27 Junioren-Länderspiele für Deutschland absolviert hat.
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