Nach Vertrags-Drama um Upamecano: Sammer mit knallharter Forderung

Das Theater rund um Dayot Upamecano hat einmal mehr aufgezeigt, was im Fußball falsch läuft. Matthias Sammer fordert daher drastische Maßnahmen mit Blick auf die Berater.
Matthias Sammer fordert die Abschaffung von Spielerberatern
Matthias Sammer fordert die Abschaffung von Spielerberatern / Jean Catuffe/GettyImages
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Am Montagabend vermeldete Sky die nächste überraschende Wendung im Vertragsdrama um Dayot Upamecano. Nachdem der Innenverteidiger noch am Tag zuvor die Frist des FC Bayern verstreichen ließ und die Münchner ihr Angebot zurückzogen, stimmte der Franzose plötzlich doch einer Verlängerung über den Sommer hinaus zu. Es war (womöglich) das letzte Kapitel einer Posse, die sich schon seit Monaten in die Länge zog.

Einen Anteil am Theater hatten zweifelsohne auch die Berater, die im heutigen Fußballgeschäft nicht nur fester Bestandteil sind, sondern in den Verhandlungen immer häufiger zu den Hauptakteuren werden - und entsprechende Forderungen mitbringen, von denen nicht nur ihre Klienten, sondern vor allem auch sie selbst profitieren.

Sammer würde Spielerberater abschaffen

Ex-Profi Matthias Sammer vertritt eine klare Meinung. In der Sky-Talksendung "Sammer & Basile - Der Hagedorn Talk" sprach er sich sogar für die Abschaffung der Spielerberater aus. "Ja, ich würde sie abschaffen. Erstens verdienen sie zu viel Geld. Zweitens sind sie unnötig und drittens schafft das keine Konstellation, die gut ist zwischen Spieler und Verein. Das ist nicht gut", argumentierte der heutige Berater von Borussia Dortmund.

"Da sitzt ein Sportvorstand, ein Sportdirektor mit einem Berater zusammen. Sie sprechen mit der wichtigsten Person [dem Spieler], die ist möglicherweise gar nicht dabei. (...) Der [Berater], der das aber aushandelt, verdient das Dreifache vom Jahresgehalt von dem [Sportvorstand], der hier sitzt. Das ist doch schon mal krank", echauffierte sich Sammer.

Das Beispiel Kimmich zeigt: Es geht auch ohne Agenten

Für viele Fans mag eine Fußballwelt ohne Spielerberater unvorstellbar wirken. Allerdings gibt es einzelne Fälle, die zeigen, dass es auch ohne sie geht. Joshua Kimmich beispielsweise vertritt sich in Verhandlungen selbst.

Joshua Kimmich tritt in Verhandlungen ohne Berater auf
Joshua Kimmich tritt in Verhandlungen ohne Berater auf / DeFodi Images/GettyImages

Auch wenn die Vertragsverlängerung des Mittelfeldstars, der im März des vergangenen Jahres ein neues Arbeitspapier bei den Bayern unterschrieb, ebenfalls ein längerer Prozess war, so verliefen die Verhandlungen sicherlich harmonischer als bei Upamecano. Beim Franzosen hingegen ist bis heute ungewiss, welche der genannten Forderungen wirklich von ihm selbst kamen.


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