Die Nationalmannschaft Marokkos konnte sich im Achtelfinale der WM 2026 mit einem deutlichen 3:0-Sieg gegen Co-Gastgeber Kanada für das Viertelfinale qualifizieren.
Doch es gab trotz der großen Freude über den Turnierverbleib einen deftigen Stimmungsdämpfer für die Nordafrikaner. Bereits in der ersten Halbzeit zog Offensivstar Ismael Saibari nicht nur die Blicke der marokkanischen Fans, sondern vor allem auch die des FC Bayern München auf sich. Der Sommerneuzugang des deutschen Rekordmeisters musste bereits nach 22 Minuten verletzt vom Feld.
Noch Unklarheit über Schwerer der Verletzung - Marokko-Coach äußert sich
Nach einem eigentlich unspektakulären Duell mit dem kanadischen Abwehrspieler Moise Bombito hatte Saibari plötzlich Oberschenkelprobleme und schien starke Schmerzen zu haben. Zumindest ging der 25-Jährige zu Boden und zog sich das Trikot über den Kopf. Das ist meist kein gutes Zeichen und könnte darauf hindeuten, dass sich der Münchner Star-Transfer eine Verletzung zugezogen hat, die nicht eben mal so einfach vom Tisch zu wischen ist.
Saibari wurde letztlich durch Soufiane Rahimi ersetzt und verließ den Rasen sichtlich besorgt. Nach dem Spiel gab Marokkos Nationaltrainer Mohamed Ouahbi ein erstes Update zu seinem Offensivspieler.

"Er hatte ein bisschen Schmerzen im Oberschenkel“, sagte Ouahbi nach Spielende über Saibari, er könne aber noch keine genauere Diagnose mitteilen, da er zu diesem Zeitpunkt noch keine Rücksprache mit der medizinischen Abteilung der Auswahl hatte.
Bislang gibt es auch noch kein offizielles Statement, wie es um Saibari bestellt ist. Jedoch schien Marokkos Nationaltrainer weniger pessimistisch zu klingen, als die Fußballexperten der deutschen TV-Übertragung.
Laut einer Meldung aus Marokko, verspürte Saibari offenbar ein leichtes Knacken im hinteren Oberschenkelbereich. Er soll am Morgen nach dem Spiel einen MRT-Scan erhalten, der Klarheit bringen soll.
Das medizinische Personal riet demnach zur Auswechslung, um kein größeres Risiko einzugehen. Saibari, der anfangs noch versuchte, weiterzuspielen, könnte somit vor Schlimmerem bewahrt worden sein, was auch im Sinne des FC Bayern ist, der immerhin 50 Millionen Euro für den 25-Jährigen auf den Tisch gelegt hat.
WM-Experten zeichnen düsteres Bild
Beim ZDF spekulierten Per Mertesacker und Christoph Kramer bereits über ein mögliches WM-Aus von Ismael Saibari und warfen eine Ausfallzeit von drei bis vier Wochen in den Raum. Ob sich das düstere Bild der beiden Weltmeister von 2014 letztlich auch bestätigen wird, muss die offizielle Diagnose des marokkanischen Verbandes zeigen, auf die alle gespannt warten.
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