Verbranntes Geld: Bayerns Mega-Flop, über den kaum jemand spricht
Von Dominik Hager

Mit seinem "Kauf-Verbot" an Sportvorstand Max Eberl hat Uli Hoeneß Ende der Sommerpause für ordentlich Diskussionen gesorgt. Diese verstummten im Verlaufe der Hinrunde, da die Münchner einen Sieg nach dem anderen einfuhren und Fußball der Extraklasse zeigten. Dabei sei jedoch gesagt, dass sie auch wirklich nur deswegen verstummten.
Die aus dem Kauf-Verbot resultierende Leihe von Nicolas Jackson ist nämlich an sich nicht weniger hirnrissig geworden. Leiht man einen Spieler für 17 Millionen Euro (drei Millionen davon hat die Spieler-Seite übernommen) und sichert sich eine Kaufoption für utopische weitere 65 Millionen Euro, müsste dieser zumindest eine Hilfe darstellen.
Jackson-Deal entpuppt sich als reine Geldverschwendung
Fakt ist jedoch, dass Jackson bislang überhaupt keinen Mehrwert bietet. Der Deal gleicht folgerichtig einer kompletten Geldverschwendung, als würde man in den Wald gehen und einen Koffer voll Geld vergraben. Es gab nur selten einen ähnlich großen Transfer-Flop beim FC Bayern, der so wenig beachtet worden ist. Steht besagter Jackson in einem elementar wichtigen Spiel im DFB-Pokal gegen Leipzig nicht im Kader, sagt das eigentlich schon alles über den Unsinn dieser Leihe.
Der FC Bayern hätte entweder einen günstigen und erfahrenen Backup holen können oder sich dafür entscheiden sollen, einen jungen Backup hinter Kane aufzubauen. Mit Jonah Kusi-Asare hätte man sogar selbst eine Option im Kader gehabt. Der junge Schwede wurde aber unsinnigerweise an den FC Fulham verliehen, der auch noch eine Kaufoption hat. Also letztlich ein Deal, bei dem der FC Bayern eigentlich fast nur verlieren und kaum etwas gewinnen kann. Wenig überraschend darf Kusi-Asare auf der Insel auch so gut wie nicht spielen. Da stellt sich wirklich die Frage, welche der beiden Leihen sinnloser war.
Jackson ohne entscheidende Tore für den FC Bayern
Ob Kusi-Asare für die Bayern jetzt eine große Hilfe gewesen wäre, sei mal dahingestellt, aber definitiv wäre sein Verbleib günstiger als die Jackson-Leihe gewesen. Der Senegalese hat lediglich fünf Tore im Bayern-Trikot erzielt, wovon kein einziges entscheidend war. Die Münchner gewannen alle Spiele, in denen Jackson getroffen hat, mit mindestens zwei Toren Vorsprung. Wenn überhaupt, kann man sagen, dass der Treffer zum 2:0 beim 3:0-Sieg gegen Leverkusen nicht unwichtig war.
Letztlich würde die Bayern-Bilanz mit einem Kusi-Asare aber keineswegs schlechter aussehen. Bedenkt man seinen Tribünenplatz gegen Leipzig, ist auch nicht davon auszugehen, dass Jackson in den großen Matches noch eine Rolle spielen könnte. Unter dem Strich sprechen wir hier von einem gewaltigen und nicht ganz billigen Transfer-Missverständnis. Jackson wird die Bayern im Sommer zu 99 Prozent wieder verlassen und keinerlei Fußspuren hinterlassen haben.
Jackson-Deal war zum Scheitern verurteilt
Und dies ist noch nichtmal so wirklich seine Schuld. Im Endeffekt zeigt Jackson das, was man befürchten musste. Der 24-Jährige passt nicht ins Bayern-System und fremdelt auch noch nach sechs Monaten. Hinzu kommt die Belastung aus dem Afrika Cup, von dem man zum Zeitpunkt der Leihe natürlich schon wusste. Man kann also auch sagen: Der Deal war schon im Vorfeld zum Scheitern verurteilt.
Man kann sich sicher sein, dass im Sommer ein neuer Stürmer beim FC Bayern auftaucht und man kann für Eberl und die Münchner nur hoffen, dass diesmal nicht nur Leihspieler erlaubt sind.
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