Unfassbarer Downfall beim BVB: Was macht Nico Schulz eigentlich heute?

Nico Schulz erlebte beim BVB einen unglaublichen Downfall. Doch was macht der Ex-Nationalspieler eigentlich heute?
Nico Schulz gehört zu den größten Transferflops der BVB-Geschichte
Nico Schulz gehört zu den größten Transferflops der BVB-Geschichte / DeFodi Images/GettyImages
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Nico Schulz gehörte zu den wenigen Linksverteidigern in der jüngeren deutschen Fußball-Historie, bei dem man hoffnungsfroh sein konnte, dass er dem DFB-Team über Jahre hinweg treue Dienste leisten wird. Letztlich ist aber bekanntermaßen alles ganz anders gekommen. Schulz entwickelte sich zu einem der größten Flops der Dortmunder Vereinshistorie, ehe sich die Wege 2023 trennten.

Doch was macht der inzwischen 32-Jährige eigentlich heute? Die bittere Antwort lautet, dass Schulz seit dem Juli 2025 vereinslos ist. Es kursieren auch keinerlei Gerüchte, die Schulz mit einem möglichen neuen Klub in Verbindung bringen. Auch auf seinem Instagram-Account ist es ruhig. Der letzte Eintrag stammt aus dem August, bei dem der Ex-Nationalspieler bei Tempoläufen zu sehen ist. Demnach ist auch nicht wirklich davon auszugehen, dass der Linksverteidiger seine Profi-Karriere wieder aufleben lassen kann.

Schulz schafft es über Hoffenheim in die Nationalmannschaft

Die Karriere von Schulz begann verheißungsvoll, zumal er sich bei der Hertha schon in ganz jungen Jahren einen Platz hinten links sichern konnte. Im Jahr 2015 folgte der Wechsel zu Gladbach, wo er aber aufgrund eines Kreuzbandrisses lange pausieren musste und Mühe hatte, sich wieder heranzukämpfen.

Erst mit seinem Wechsel zur TSG Hoffenheim ging es wieder richtig bergauf. Schulz spielte mit der TSG zwei sehr gute Jahre und wurde im Jahr 2018 mit seinem ersten von insgesamt zwölf Einsätzen für die deutsche A-Nationalmannschaft belohnt.

Schulz entwickelt sich zum BVB-Flop: Verfahren wegen häuslicher Gewalt

Im Sommer 2019 sicherte sich der BVB Schulz für satte 25 Millionen Euro, jedoch konnte Schulz den Erwartungen nie gerecht werden. Der Linksverteidiger war praktisch zu keiner Zeit gesetzt und blieb in der Bundesliga Jahr für Jahr - teilweise recht deutlich - unter der 1000-Minuten-Marke. Unter dem Strich absolvierte Schulz 61 Spiele, jedoch waren nur ganz wenige davon auch von der Leistung zufriedenstellend.

Im Jahr 2022 wurde Schulz von einer Ex-Freundin wegen häuslicher Gewalt angeklagt. Das Verfahren wurde eingestellt, nachdem er 150.000 Euro an gemeinnützige Organisationen spenden musste und seiner Ex schon im Vorfeld des Prozesses Schadensersatz zukommen ließ.

Schulz nur noch mit einer Profi-Saison in der Türkei

Der Ruf von Schulz war mit diesem Ereignis aber ruiniert. Der BVB verbannte ihn aus dem Profi-Team, ehe es im Juli 2023 zur Trennung kam. Natürlich befand sich Schulz durch seine sportlichen und menschlichen Verfehlungen in einer Situation, in der er kaum noch Möglichkeiten hatte. Ein möglicher Wechsel zu Sheffield Wednesday scheiterte wegen Fanprotesten, ehe ein Probetraining bei Babelsberg 03 nach nur einem Tag endete.

Nach einem Jahr Vereinslosigkeit kam Schulz beim MKE Ankaragücü unter. Für den damaligen türkischen Zweitligisten absolvierte er 28 Pflichtspiele, jedoch endete das Abenteuer Türkei nach nur einem Jahr, da der Klub in die dritte Liga abstieg. Demnach sieht alles danach aus, als bliebe sein Einsatz am 10. Mai gegen Amed SK sein letztes Profi-Spiel. Offiziell beendet hat er seine Laufbahn aber noch nicht.


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