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Unfaires Urteil? Italienische Presse watscht Woltemade ab

Nick Woltemade sieht sich nach nur wenigen Minuten auf italienischem Fußballboden schon scharfer Kritik ausgesetzt.
VonOliver Helbig
Nick Woltemade ist bisher noch nicht in die Spur gekommen
Nick Woltemade ist bisher noch nicht in die Spur gekommen | NurPhoto/GettyImages

Der Stern von Nick Woltemade ging in einer Halbsaison beim VfB Stuttgart auf wie eine Rakete an Silvester, doch seitdem durchlebt der baumlange Offensivstar, der einst bei Werder Bremen ausgebildet wurde, eine durchaus holprige Fortsetzung seiner Karriere.

Nachdem Woltemade in der Rückrunde der Saison 2024/25 zum Höhenflug ansetzte und sogar das Interesse des FC Bayern München auf sich zog, wechselte er schließlich im Sommer 2025 für satte 75 Millionen Euro nach England und zu Newcastle United.

Dort begann Woltemade hoffnungsvoll, doch der Aufstieg hielt nicht lange an. Im Sommer 2026 erfolgte schon die erste kleine Flucht des deutschen Nationalstürmers von der Insel, der sich per Leihe dem italienischen Topklub Juventus Turin anschloss. Und in Italien hat man nun bereits ein erstes ernüchterndes Fazit gezogen.

Italienische Presse fällt hartes Urteil über Woltemade-Start

Nachdem der 24-Jährige bei der Alten Dame bisher zu zwei Einsätzen als Einwechselspieler kam und die Turiner beide Spiele nicht gewinnen konnten, regen sich schon die ersten Zweifel, ob dieser Transfer noch zum Erfolg wird.

So schrieb die Gazzetta dello Sport nun nach der 2:3-Niederlage gegen Sassuolo: "Woltemade hat offensichtlich große Probleme, sich in die Team-Dynamik zu integrieren. Er hat versucht, sein Bestes zu geben. Aber in den entscheidenden Momenten fehlt ihm die Klarheit in seinen Aktionen, was insbesondere in diesen Spielen, wo jede Aktion entscheidend sein kann, auffällt."

Ein ernüchterndes Urteil über Woltemades Start in der Serie A. Zugegebenermaßen bei bisher 44 Einsatzminuten, aber auch ein durchaus kritisches.

"Woltemade hat offensichtlich große Probleme, sich in die Team-Dynamik zu integrieren [...] Dem Deutschen fehlt es an Präzision, und er macht alles falsch."
Gazzetta dello Sport über Woltemade
Nick Woltemade
Nick Woltemade | Timothy Rogers/GettyImages

Und die Kritik bekam sogar noch etwas zusätzliche Würze. Die Gazzetta dello Sport schrieb über Woltemade noch: "Dem Deutschen fehlt es an Präzision, und er macht alles falsch.“

Mit der Kritik aus der Presse steht der DFB-Star jedoch keineswegs allein da. Auch der ehemalige Eintracht-Frankfurt-Star Randal Kolo Muani, der schon einmal als Leihspieler bei Juve war und im Sommer zurückkehrte, musste sich Kritik gefallen lassen. Über die beiden Offensivspieler schrieb die Gazzetta dello Sport noch: "Vier Spiele und kein einziges Tor, dazu diverse Szenen, die bei Fans der Konkurrenz schnell als spöttische Social-Media-Clips die Runde machten. Ungeschickte Ballannahmen, missglückte Hackentricks, die beim Gegner landeten, und – was besonders schwer wiegt – kaum gefährliche Torchancen. Nein, so kann es nicht weitergehen. Der Angriff von Juventus funktioniert nicht.“

"Wie ärgerlich ist es, wenn sich ausgerechnet die Neuzugänge, denen man monatelang hinterhergejagt ist (und für die man viel zu viel bezahlt hat), als die größten Enttäuschungen der Truppe erweisen?"
Corriere dello Sport

Allerdings kommt die doch recht scharfe Kritik der Gazzetta dello Sport keineswegs allein daher, denn auch die Corriere dello Sport geht mit den Juve-Stars hart ins Gericht. Dort heißt es unter anderem: "Wie ärgerlich ist es, wenn sich ausgerechnet die Neuzugänge, denen man monatelang hinterhergejagt ist (und für die man viel zu viel bezahlt hat), als die größten Enttäuschungen der Truppe erweisen? Die Rede ist von Kolo Muani, Woltemade (auch wenn er erst wenige Minuten hatte und man noch abwarten muss), Alajbegovic und Lucumi.“

Kann man also nur hoffen, dass Nick Woltemade noch deutlich besser in Schuss kommt und sich bei mehr Einsatzzeiten noch besser beweisen kann als in den bisherigen 44 Minuten, in denen er auf dem Rasen stand.


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