Die Sommer-Transferphase läuft noch bis zum 1. September und bietet den Bundesliga-Managern die Gelegenheit, mächtig nachzurüsten. Während einige Klubs noch mit ziemlichen Sorgenfalten unterwegs sind, sind andere wiederum schon ziemlich weit oder gar fertig. Wir werfen einen Blick auf die fünf Bundesliga-Klubs mit dem bislang besten Transfer-Sommer.
Die 5 Bundesliga-Klubs mit dem besten Transfersommer – Ranking
5. FC Schalke

Der FC Schalke ist trotz des geglückten Aufstiegs finanziell weiterhin limitiert, hat sich dafür bislang aber auf dem Transfermarkt gut geschlagen. Robin Gosens und der für ein weiteres Jahr gebundene Edin Dzeko sind zwar natürlich nicht mehr in ihrer Prime, jedoch verfügen sie über Erfahrung und vor allem Mentalität. Beide identifizieren sich zudem mit dem Verein, was auf Schalke wichtig ist.
Mit Maximilian Wöber kommt außerdem ein erfahrener Innenverteidiger hinzu, der - sofern er fit bleibt - eine Soforthilfe darstellen sollte. Junior Dina Ebimbe und Junior Adamu verfügen über großes Potenzial, konnten dieses jedoch zuletzt nicht mehr auf dem Platz zeigen.
Ein kleines Problem könnte beim FC Schalke sein, dass viele Neuzugänge geholt wurden, die aus einer Formkrise oder aus Verletzungen kommen. Auf diese Weise kann auch ein Negativ-Strudel entstehen. Bedenkt man aber, dass die Knappen lediglich 2,65 Millionen Euro ausgegeben haben, ist einiges an Potenzial dazu gekommen.
4. VfB Stuttgart

Für den VfB Stuttgart ist es in erster Linie wichtig, dass nach der erneut starken Saison - bis jetzt - alle Spieler gehalten werden konnten. Dies ist keine Selbstverständlichkeit und sorgt dafür, dass sich das Team gemeinsam weiterentwickeln kann. Die Zugänge sind auf den ersten Blick nicht zwingend spektakulär, jedoch bleibt der Verein seinem Weg treu und setzt auf entwicklungsfähige Spieler.
Leo Sauer hat sein Potenzial in der slowakischen Nationalmannschaft und bei Feyenoord Rotterdam schon angedeutet und kann sich jetzt beim VfB in aller Ruhe zu einem Top-Flügelspieler entwickeln. Dzenan Pejcinovic war mit einer Ablöse von 25 Millionen Euro kein Schnapper, gehört aber auch zu den talentiertesten Stürmern in Deutschland. Bereits in der Wolfsburger Abstiegssaison unterstrich er seine Knipser-Qualitäten. Mit Grischa Prömel kommt ein erfahrener Mittelfeldspieler hinzu, der auch eine Verbesserung im Vergleich zu Karazor darstellen könnte.
Der Kader der Schwaben dürfte auch dank der Neuzugänge nun breit genug sein, um auf allen Hochzeiten erfolgreich zu tanzen.
3. TSG 1899 Hoffenheim

Mit Nathan De Cat hat die TSG 1899 Hoffenheim einen echten Transfer-Coup gelandet. Der 17 Jahre alte Belgier gehört zu den absoluten Top-Talenten in seiner Altersklasse und hat in Anderlecht schon jede Menge Profi-Erfahrung gesammelt. In der Regel bekommt ein Klub wie die TSG derartige Juwelen überhaupt nicht. Umso besser, dass es trotzdem geklappt hat, wenngleich es wohl eine Ausstiegsklausel gibt.
De Cat ist nicht der einzige interessante Youngster, der den Weg nach Hoffenheim fand. Adam Daghim, Mats Rots und Cajetan Lenz sind allesamt erst 20 Jahre alt und Spieler, denen die Zukunft gehören könnte. Selbiges gilt für den 21 Jahre alten Mittelstürmer Alessandro Vogt, der zum Schnäppchenpreis von 2,7 Millionen Euro kam. Sollte Patrick Wimmer sein Potenzial endlich ausschöpfen, sind 10 Millionen Euro ebenfalls gut investiertes Geld.
Mit Bazoumana Touré und Grischa Prömel gingen zwei Eckpfeiler verloren, jedoch hat man für Touré auch schlappe 50 Millionen Euro bekommen.
2. FC Bayern

Beim FC Bayern herrscht, was das Geschehen auf dem Transfermarkt angeht, seit Wochen gähnende Langeweile. Dies dürfte den Bayern-Verantwortlichen aber nur recht sein. Mit Nathaniel Brown und Ismael Saibari haben die Münchner frühzeitig zwei interessante Neuzugänge an Land gezogen. Beide sind definitiv für die Breite eine Verstärkung, haben aber auch das Zeug dazu, in der Spitze eine Verstärkung darzustellen. Die Deals wirken absolut durchdacht und lösen zwei der wenigen kleineren Kader-Problematiken.
Zwar mussten die Bayern insgesamt 100 Millionen Euro locker machen, jedoch ist das noch relativ wenig, wenn man sich die Summen auf der Insel ansieht. Es ist auch absolut nicht nötig, weitere Spieler zu verpflichten, zumal das Konstrukt stark ist und funktioniert. Manchmal ist eben weniger mehr.
1. SV Elversberg

Die SV Elversberg ist in der Bundesliga absolut in der Underdog-Rolle. Daran ändert auch das Sommer-Transferfenster nicht. Im Rahmen der eigenen Möglichkeit hat der Klub aber ziemlich gute und vor allem talentierte Spieler dazubekommen, selbst wenn einige nur per Leihe gebunden werden konnten.
Spieler wie Cole Campbell, Maurice Krattenmacher, Noel Futkeu, Noah Darvich und Francis Onyeka brennen vor Tatendrang und wollen sich unbedingt in der Bundesliga beweisen. Hinzu kommt, dass sie allesamt eine gewisse spielerische Klasse besitzen, was zu einem begeisterungsfähigen Fußball führen kann. Selbstredend besteht die Möglichkeit, dass die jungen Spieler mit der Bundesliga-Härte nicht klarkommen, jedoch ist der Ansatz interessant.
Elversberg steht für dynamischen, offensiven und begeisternden Fußball. Genau diesen Prinzipien möchte man auch in der Bundesliga ganz offensichtlich treu bleiben. Ansonsten würde der Underdog wohl auch sang- und klanglos untergehen.
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