Dass Deniz Undav nicht nur beim VfB Stuttgart einer der großen Leistungs- und Hoffnungsträger ist, hat der deutsche Nationalstürmer in den letzten Wochen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Umso bedeutender wäre es für die Schwaben, den treffsicheren Knipser über dessen Vertragsende 2027 hinaus beim VfB zu halten.
Undav selbst zeigte sich hinsichtlich seiner Zukunft in Stuttgart nun noch etwas bedeckt und zurückhaltend, dennoch steht seine Wertschätzung bei den Bossen außer Frage. Ob die Stuttgarter mit dem Angreifer aber einen gemeinsamen Nenner finden, bleibt weiter ungeklärt – vor allem das Gehalt von Undav könnte zum Knackpunkt werden. Gerade auch deshalb scheint auch ein Verkauf des Sturmstars im Sommer nicht ausgeschlossen.
Woltemade 2.0: Undav-Verkauf im Sommer?
VfB-Boss Alexander Wehrle war am heutigen Sonntag zu Gast im Sport1 Doppelpass und die Expertenrunde nahm sich ausgiebig dem Thema rund um Undavs Zukunft beim VfB an. Einen Verkauf von Deniz Undav und somit eine Geschichte wie bei Nick Woltemade in der Vorsaison wolle man bei den Schwaben offenbar um jeden Preis vermeiden. Wehrle: "Wir haben jetzt eine andere Situation und ich habe es schon gesagt: Wir wollen den Kader zusammen halten."
"Wir haben jetzt eine andere Situation und ich habe es schon gesagt: Wir wollen den Kader zusammen halten [...] Wenn ein Spieler für sich entscheidet unbedingt den nächsten Schritt machen zu wollen, so wie es bei Woltemade war, dann muss aber auch der Preis stimmen [...] Wir haben eine Weltmeisterschaft - da kann noch viel passieren."VfB-Boss Wehrle

Dennoch erleichtert dieses Denken die detaillierten Einzelfälle um verdiente Leistungsträger wie Deniz Undav nicht. "Wenn ein Spieler für sich entscheidet unbedingt den nächsten Schritt machen zu wollen, so wie es bei Woltemade war - der war ja bestimmt dreimal bei mir im Büro - dann muss aber auch der Preis stimmen. Das können wir selber entscheiden", so Wehrle weiter.
Heißt also kurz und bündig: Sollte Undav selbst wechseln wollen und ein zahlungswilliger Interessent aufkommen, wäre Stuttgart zumindest gesprächsbereit - allerdings aber auch immer mit den Zügeln in der Hand. Und Wehrle ergänzte: "Wir haben eine Weltmeisterschaft - da kann noch viel passieren."
Undav-Verlängerung steht im Fokus, aber...
Deniz Undav weiterhin in den eigenen Reihen zu wissen und dementsprechend seinen Vertrag zu verlängern, gilt trotzdem als priorisierte Lösung. "43 Pflichtspiele, 24 Tore, 13 Assists - das ist ein ganz, ganz wichtiger Spieler für uns und ist ein wichtiger Spieler für Fußball-Deutschland glaube ich", machte Wehrle keinen großen Hehl aus seiner Anerkennung für Deniz Undav. Umso größer der Stellenwert einer Vertragsverlängerung.
"Er weiß schon was er an uns hat, fühlt sich wohl und wir sind in den Gesprächen. Wir wissen was wir an ihm haben und deshalb werden wir auf alle Fälle ein sehr, sehr wertschätzendes Angebot den Beratern übermitteln [...] Wir haben auch die Gesamtverantwortung für den Klub und da werden wir auch nichts völlig Verrücktes machen können. "Wehrle über Deniz Undav

"Es ist wahrscheinlich sein letzter großer Vertrag. Er wird 30, der Vertrag läuft 2027 aus - er könnte jetzt rein theoretisch auch sagen `Du wir müssen gar nicht sprechen, ich kann im Januar ja dann anderswo unterschreiben und krieg ne ordentliche Summe an Handgeld.`Das ist aber nicht der Fall, sondern er weiß schon was er an uns hat, fühlt sich wohl und wir sind in den Gesprächen. Wir wissen was wir an ihm haben und deshalb werden wir auf alle Fälle ein sehr, sehr wertschätzendes Angebot den Beratern übermitteln", so der VfB-Boss über die Situation um Undav.
Doch Wehrle schob ein: "Wir haben auch die Gesamtverantwortung für den Klub und da werden wir auch nichts völlig Verrücktes machen können. Ich bin aber schon der Meinung, dass wir in einem guten Dialog sind. Das sind vernünftige Berater, wir haben schon gut zusammengearbeitet als wir ihn von Brighton zurückgeholt haben und wir werden es nach der Saison intensivieren. Ich persönlich mag ihn sowieso."
VfB bei Undav nicht unter Druck
"Wir werden dem Deniz sicherlich ein sehr wertschätzendes Angebot unterbreiten und wenn man dann weiß, dass er sich in Stuttgart auch mit seiner Familie wohl fühlt, dann ist es am Ende auch seine persönliche Entscheidung , ob er sich nochmal auf ein anderes Abenteuer einlassen würde - dann vielleicht mit einer höheren Summe (Gehalt, Anm. d. Red.)."
"Wir haben schon ein sein sehr wertschätzendes Angebot im Petto und dann bedeutet das aber auch noch nicht, dass er den VfB im Sommer verlassen sollte, wenn wir die Vertragsverlängerung nicht hinbekommen sollten. Ich seh das gar nicht so dramatisch."Wehrle über Undav-Verhandlungen
Wehrle weiter: "Wir haben schon ein sein sehr wertschätzendes Angebot im Petto und dann bedeutet das aber auch noch nicht, dass er den VfB im Sommer verlassen sollte, wenn wir die Vertragsverlängerung nicht hinbekommen sollten. Ich seh` das gar nicht so dramatisch", machte Wehrle deutlich und dürfte damit wohl auch die grundsätzliche Stimmung im Stuttgarter Fainlager etwas beruhigen können.
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