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Undav und Seimen im Fokus: Fünf Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche VfB-Saison

Der VfB Stuttgart möchte an seine Erfolge aus den letzten Jahren anknüpfen. Doch kann das auch gelingen?
Wie stark ist der VfB Stuttgart 2026/27?
Wie stark ist der VfB Stuttgart 2026/27? | Sebastian Widmann/GettyImages

Der VfB Stuttgart hat sich in den vergangenen Saisons hervorragend verkauft. Nach der Vizemeisterschaft 2023/24 und dem Pokalsieg 2025, konnten sich die Stuttgarter 2025/26 für das Pokal-Finale und mit Platz vier in der Bundesliga für die Champions League qualifizieren.

Der Verein ist sportlich und wirtschaftlich enorm im Aufwind, was unter anderem ein Verdienst von Sebastian Hoeneß und Alexander Wehrle ist. Doch kann der VfB seinen Aufwärtstrend bestätigen oder folgt in der kommenden Saison ein kleiner Dämpfer?

Diese fünf Schlüsselfaktoren dürften dabei entscheidend sein.

Ist Dennis Seimen bereit für die Bundesliga und Champions League?

In den drei Jahren, die Alexander Nübel beim VfB war, erlebte der Verein seine erfolgreichste Zeit seit einer gefühlten Ewigkeit. Natürlich ist das nicht nur ein Verdienst von Nübel, jedoch sollte man seine Rolle auch nicht unterschätzen. Der Schlussmann war zwar nicht fehlerfrei, hat aber immer wieder mit entscheidenden Paraden Punkte gesichert. Sein Abgang könnte mehr wehtun, als es so mancher glaubt. Derzeit sieht alles danach aus, als würde Dennis Seimen die neue Nummer eins werden.

Das zuletzt an Paderborn verliehene Eigengewächs ist enorm talentiert, in der Bundesliga und vor allem in der Königsklasse aber noch unerprobt. Hinzu kommt, dass er aufgrund einer Verletzung den Saisonstart verpasst.

Natürlich wäre es von Vorteil gewesen, wenn Seimen die Vorbereitung mit dem Team hätte absolvieren können. Auf diese Weise wird es noch mehr ein Sprung ins kalte Wasser. Seimen wird seinen Weg machen, jedoch muss man ihm auch den ein oder anderen Fehler zugestehen. Zu viele sollten es allerdings nicht werden.

Kann Prömel das kleine Problem im zentralen Mittelfeld lösen?

Angelo Stiller ist seit Jahren die Konstante im Mittelfeld der Stuttgarter. Der deutsche Nationalspieler ist spielstark, intelligent und fungiert als Denker und Lenker. Im Idealfall hat Stiller einen zweikampfstarken und athletischen Nebenmann an seiner Seite. Atakan Karazor konnte den Ansprüchen zuletzt aber nicht mehr immer gerecht werden und auch Chema Andrés fehlt es manchmal an Konstanz und der nötigen Härte.

Mit Grischa Prömel hat der VfB nun noch einen weiteren zentralen Mittelfeldspieler dazubekommen. Der Ex-Hoffenheimer kann mit seiner Erfahrung ein Upgrade sein und ist ein echter Allrounder ohne große Schwächen. Man darf gespannt sein, ob das Duo Stiller & Prömel funktioniert und eine Verbesserung darstellt. Wichtig ist es für den VfB aber auch, dass mit dem Routinier noch ein Spieler für die Breite dazugekommen ist.

Können die Talente den nächsten Schritt machen?

Der VfB hat in den letzten Jahren zahlreiche Talente herangezogen, die aber noch nicht alle im Profi-Team für Furore sorgen konnten. Im Allgemeinen sind die Stuttgarter im Durchschnitt eine sehr junge Mannschaft.

Einige sind bereits tragenden Säulen, jedoch noch lange nicht auf ihrem Leistungszenit angekommen. In diese Kategorie fallen Finn Jeltsch (20), Luca Jaquez (23), Chema Andrés (21) und Bilal EL Khannouss (22).

Natürlich erhoffen sich aber die Verantwortlichen, dass einige Youngster, die noch keine große Rolle gespielt haben, dies zukünftig können. Zu nennen wären Dennis Seimen (20), Justin Diehl (21), Badredine Bouanani (21), Lazar Jovanovic (19), Jovan Milosevic (20) und Jeremy Arévalo (21). Einige dieser Spieler haben das Potenzial, den VfB im Vergleich zum Vorjahr nochmal zu verstärken.

Rufen Bilal El-Khannouss und Deniz Undav ihr Level konstant ab?

Der VfB Stuttgart verfügt über eine sehr homogene Mannschaft, jedoch ist es nicht unwichtig, dass aus einer solchen der ein oder andere Star herausstechen kann. Mit Bilal El-Khannouss und Deniz Undav hat der VfB zwei herausragend veranlagte Spieler. Insbesondere der junge Marokkaner konnte sein enormes Können aber in der letzten Spielzeit noch nicht konstant zeigen. Undav gelang dies schon, jedoch hatte der Angreifer dafür in der Saison 2024/25 zuvor mit einem Formtief zu kämpfen.

Bei beiden kann man nicht zu 100 Prozent voraussagen, wie stark sie in der angehenden Spielzeit performen werden. Rufen sie ihr Maximum ab, sind sie natürlich in der Lage, die VfB-Offensive auf eine andere Ebene zu haben. Sollte ihnen das nicht gelingen, gibt es zwar noch andere Akteure, die in die Presche springen könnten, für die ganz großen Ziele benötigt es aber vor allem Undav und El-Khannouss.

Gelingt diesmal der Spagat zwischen Bundesliga und Champions League?

Der VfB Stuttgart war bereits in der Saison 2024/25 in der Champions League dabei, jedoch ist dem Team der Spagat zwischen der internationalen und der nationalen Bühne nicht optimal gelungen. Die Schwaben schieden in der Ligaphase aus und blieben in der Bundesliga mit Platz neun unter den eigenen Möglichkeiten. Lediglich der Pokalsieg brachte der Saison ein positives Ende ein. Nun wird man sehen, ob der VfB zwei Jahre später einen Schritt vorwärts gemacht hat. Die Breite im Kader ist deutlich besser als in der vorletzten Saison und auch in Sachen Erfahrung hat der VfB sicherlich einige Prozentpunkte dazugewonnen.

Trotzdem wird durch die Champions League die mentale Komponente schwieriger. Es ist nicht ganz einfach, an einem Tag in Barcelona oder Madrid und wenige Tage später gegen Elversberg oder Paderborn zu spielen. Der Fokus und die Konzentration müssen voll da sein, damit der VfB auch seine Pflichtaufgaben meistert – was in der letzten Saison ganz gut gelungen ist. Auch auf internationalen Parkett darf man gespannt sein, ob der VfB nun so weit ist, in die K.o.-Runde einziehen zu können


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