Undav on fire: Wovon der treffsicherste deutsche Stürmer träumt

Deniz Undav produziert Tore am Fließband. Der 29-Jährige gilt als Hoffnungsträger für die WM, hat zuvor aber noch eine andere Mission.
Deniz Undav möchte zurück in die Champions League
Deniz Undav möchte zurück in die Champions League | THOMAS KIENZLE/GettyImages

Deniz Undav ist derzeit der mit Abstand treffsicherste deutsche Stürmer und hat folgerichtig im Verein und in der Nationalmannschaft große Ambitionen. Vor der WM 2026 beschäftigt sich Undav vor allem mit einer Mission: den VfB Stuttgart zurück in die Champions League zu schießen.

"Ich bin keiner, der sich versteckt. Ich bin jetzt der Erste, der es sagt: Die Champions League ist das Ziel", machte er im Interview mit Sky deutlich. Undav ist nicht ohne Grund so selbstbewusst. Der VfB Stuttgart hat im Jahr 2026 sieben von neun Bundesligaspielen gewonnen und rangiert aktuell auf dem vierten Platz in der Tabelle. Zudem sind die Schwaben punktgleich mit dem Tabellendritten, die TSG 1899 Hoffenheim. Der VfB mischte zuletzt in der Vorsaison in der Königsklasse mit, verabschiedete sich aber schon nach der Ligaphase.

Undav befindet sich nach einem schwierigen Saisonstart schon länger in einer Ausnahme-Form. In 20 Bundesligaspielen gelangen ihm 14 Tore und drei Assists. In den letzten 15 Partien blieb er nur viermal ohne direkte Torbeteiligung. Wettbewerbsübergreifend steht der Angreifer bereits bei 29 Scorer-Punkten. Ein klarer Fingerzeig auch an Julian Nagelsmann!

Sebastian Hoeneß steigt nicht in Träumereien ein: "Für mich zu früh"

Während Undav selbstbewusst große Ziele äußert, zeigt sich Sebastian Hoeneß eher zurückhaltend, will Undav das Träumen aber nicht verbieten. "Ich kenne das schon aus den vergangenen beiden Jahren. Ich finde es immer verkehrt, die Jungs am Träumen zu hindern. Ich finde es wichtig, Träume und Ziele zu haben", führte er aus.

Allerdings sei es für die Mannschaft am wichtigsten, "einfach die Leistung zu bringen", um dann über Ziele wie die Königsklasse sprechen zu können. "Für mich ist es noch zu früh. Wir haben noch sehr viele Spiele zu spielen. Es ist wichtig, den Fokus zu stellen, insbesondere für uns als Trainerteam", machte er klar. Für die Spieler sei es aber "völlig in Ordnung, zu träumen".

Für die Schwaben wird es darum gehen, Leipzig und Leverkusen in Schach zu halten, die aktuell zwei und drei Zähler Rückstand aufweisen. Sollten beide am VfB Stuttgart vorbeiziehen, müsste dieser die punktgleichen Hoffenheimer überholen, um das Ticket für die Königsklasse zu lösen. Freiburg und Frankfurt können wohl nicht mehr eingreifen, während Bayern und Dortmund für die CL-Plätze gesetzt sein sollten. Es handelt sich also um einen Vierkampf um zwei freie Positionen. Es sei denn, diese Saison reicht auch Platz fünf für die Königsklasse...

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