Der Ausfall von Lennart Karl ist ein bitterer Rückschlag für die Deutsche Nationalmannschaft. Der Bayern-Youngster wurde von Leipzig-Juwel Assan Ouédraogo ersetzt, was durchaus diskutabel ist. Immerhin hat sich Julian Nagelsmann in diesem Zuge dafür entschieden, noch einen Flügelspieler weniger zur WM mitzunehmen.
Auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus zeigte sich erstaunt. "Ja, auch für mich überraschend, weil es ja nicht positionsgetreu war im Endeffekt. Es ist jetzt ein offensiver Mittelfeldspieler gekommen. Für einen, der vorn seine Qualitäten hat. Aber Julian Nagelsmann hat sich ganz sicher was dabei gedacht", führte er im Rahmen der DFB x Volkswagen Rooftop Night in Chicago aus.
Matthäus dachte zunächst über El Mala nach
"Ich hätte eher an El Mala gedacht. El Mala war mein erster Gedanke."Lothar Matthäus
Matthäus selbst hatte zunächst andere Namen als Karl-Ersatz in seinem Kopf. "Ich hätte eher an El Mala gedacht. El Mala war mein erster Gedanke", machte Matthäus deutlich. Diesen Gedanken dürfte er mit den meisten Fußballfans geteilt haben, weil El Mala ähnlich wie Karl in der abgelaufenen Saison seinen Durchbruch geschafft hat und ein hervorragender Individualist ist.
Doch Matthäus hatte nicht nur El Mala auf dem Zettel, sondern auch Optionen für die Rechtsverteidiger-Position. "Dann hätte ich gedacht, hinten rechts fehlt mir noch so ein Back-up für einen Joshua Kimmich. Anton von Dortmund kann das spielen, es ist aber nicht seine Idealposition. Dann habe ich an Vagnoman gedacht. Vielleicht auch an Baku von Leipzig", führte er aus.
Von Ouédraogo sei er hingegen nicht nur er überrascht worden. "Ich habe mich gerade schon ein bisschen umgehört. Nicht nur ich, sondern viele sind über diese Nominierung überrascht", verriet er.
Matthäus macht Karl Mut
Besonders wichtig ist Matthäus jedoch, dass sich Karl von seiner bitteren Verletzung schnell wieder erholen kann. "Er hat Gott sei Dank noch ein Alter, wo es wahrscheinlich nicht die letzte Weltmeisterschaft ist, sondern er hat noch drei, vier vor sich. Und da drücken wir die Daumen, aber jetzt erst mal dieser Schock, den muss er auch im Kopf verarbeiten", machte Matthäus deutlich. "Vielleicht macht ihn das noch stärker", fügte er hoffnungsvoll hinzu.
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