Etwas überraschend gehen Julian Brandt und Borussia Dortmund nach der Saison getrennte Wege. Nach dem 2:1-Sieg der Borussen gegen den 1. FC Köln bestätigte Sportgeschäftsführer Lars Ricken bei Sky, dass der zum Saisonende auslaufende Vertrag nicht verlängert wird. Darüber sei man sich nach einigen Gesprächen letztlich einig gewesen.
Trainer Niko Kovac erklärte ebenfalls, dass es sich um eine einvernehmliche Entscheidung gehandelt hatte. "Beide Seiten sind zu dem Entschluss gekommen, dass es etwas anderes geben wird. Von daher werden wir noch die nächsten neun Spiele mit Jule erfolgreich bestreiten", führte er aus. Der Nachfrage, ob er selbst Brandt gerne im Team gehalten hätte, wich er eher aus.
"Wir haben das gemeinsam entschieden. Letztenendes gehören dazu der Junge, sprich Jule, dann natürlich unser Sportdirektor, Sportvorstand und der Coach. Wir sprechen mit einer Zunge", beteuerte er. Dem verdienten Spieler wünsche er für die Zukunft alles Gute.
Brandt konnte beim BVB nicht alle Hoffnungen wahr machen
Brandt kam im Jahr 2019 für 25 Millionen Euro von Bayer 04 Leverkusen zu den Schwarzgelben und absolvierte 297 Pflichtspiele für den Verein. Dabei gelangen ihm immer 56 Tore und 68 Vorlagen. Eine gute Bilanz, wenngleich sich wohl jeder vom Offensivspieler noch ein wenig mehr erwartet hätte. In der laufenden Saison hat Brandt 29 Pflichtspiele absolviert und kommt auf insgesamt zehn Tore und drei Vorlagen.
Bis zum Saisonenende soll Brandt weiterhin eine entscheidende Rolle spielen. Der 29-Jährige ist für den BVB wichtig, weil er der einzige wirkliche Kreativspieler im Kader ist und als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Angriff fungiert. Im Sommer dürfte beim BVB dein etwas größerer Umbruch anstehen.
Ricken hatte zuletzt in einem Interview angekündigt, dass man im Sommer das Versäumnis nachholen wolle, keinen hochkarätigen offensiven Außen verpflichtet zu haben. Durch den Abgang von Brandt spart sich der BVB natürlich auch einige Millionen Euro an Gehalt.
