Der VfB Stuttgart geht ambitioniert in die kommende Spielzeit. Doch damit man mit der Dreifachbelastung klarkommt und eine ähnlich gute Saison spielen kann wie die vergangene, in der man sich über die Bundesliga für die Champions League qualifizieren konnte und erneut im Finale des DFB-Pokals stand, muss qualitativ nachgebessert werden. Erste Bemühungen blieben erfolglos.
VfB ging bei mehreren Kandidaten leer aus

Nach Informationen der Sport Bild haben die Schwaben bereits bei zahlreichen Akteuren den Kürzeren gezogen. So seien die Stuttgarter beispielsweise an einer Verpflichtung von Nathan de Cat interessiert gewesen, welcher sich kürzlich für kolportierte 17 Millionen Euro plus Boni der TSG 1899 Hoffenheim angeschlossen hatte.
Auch beim heißumworbenen Kennet Eichhorn, bei dem letztendlich Bayer 04 Leverkusen den Zuschlag erhielt, hatte man angeklopft. Selbiges gilt für Álvaro Rodríguez und Emersonn.
Der VfB hätte scheinbar gerne einen der beiden Stürmer verpflichtet, doch am Ende waren beide zu teuer und haben sich einem anderen Verein angeschlossen. Álvaro Rodríguez wechselte für rund 30 Millionen Euro vom FC Elche zum AFC Bournemouth, Emersonn für ein Gesamtpaket von 31 Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen vom FC Toulouse zum Premier-League-Aufsteiger Ipswich Town.
Stuttgart im Werben um zwei Akteure

Die VfB-Verantwortlichen rund um Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und den Vorstandsvorsitzenden Alexander Wehrle haben sich in dieser Transferphase also schon das ein oder andere blaue Auge abgeholt. Umso größer ist die Hoffnung, dass es bei zwei anderen Akteuren mit einer Verpflichtung funktioniert.
Der erste ist Dženan Pejčinović, den die Stuttgarter unbedingt zu sich lotsen wollen. Mit dem Spieler sollen sich die Schwaben bereits einig sein, doch der VfL Wolfsburg stellte sich bisher als hartnäckiger Verhandlungspartner heraus. Dennoch rückt eine Einigung scheinbar langsam näher.
Der andere ist Leo Sauer. Der slowakische Nationalspieler, welcher auf dem Flügel zuhause ist, steht aktuell noch bei Feyenoord Rotterdam unter Vertrag (Laufzeit bis 2028). Die Niederländer fordern dem Vernehmen nach eine Ablösesumme in Höhe von sieben Millionen Euro. Brisant: auch bei Sauer könnte dem VfB die TSG aus Hoffenheim wohl dazwischen grätschen.
Das Problem für den VfB
Laut der Sport Bild soll intern die Einkaufspolitik der sogenannten "ruhigen Hand" ausgerufen worden sein. Heißt: die Stuttgarter wollen zunächst Spieler verkaufen, anstatt den Kader weiter aufzublähen. Dieser umfasst aktuell 33 Akteure.
Fraglich bleibt, wie lange die Verantwortlichen diese "ruhige Hand" bewahren können, denn wie die aufgeführten Beispiele beweisen, bremst die bisherige Philosophie die Schwaben in einigen Verhandlungen aus.
Bisher konnte sich der VfB lediglich mit dem jungen Tim van der Leij (knapp eine Million Euro Ablöse) und Grischa Prömel verstärken, welcher bereits seit Längerem als ablösefreier Neuzugang aus Hoffenheim fest stand. Darüber hinaus zog man die Kaufoption bei Leihspieler Bilal El Khannouss (18 Millionen Euro).
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