Transfergerücht: Topklub macht bei Vuskovic ernst - HSV-Boss spricht über Verbleib
Von Oliver Helbig

Wenn sich ein 18-jähriges Fußballtalent mit starken Leistungen in den Vordergrund spielt, dauert es in der Regel nicht lange, bis auch absolute Topklubs Schlange stehen. Die Geschichte von HSV-Shootingstar Luka Vuskovic bestätigt dieses alte Fußballgesetz. Der Kroate, der derzeit per Leihe vom englischen Erstligisten Tottenham Hotspur beim Hamburger SV in Lohn und Brot steht, dürfte Stand jetzt wohl im kommenden Sommer zurück nach London kehren, gilt derzeit aber als eines der attraktivsten Transferziele auf dem Verteidigermarkt.
Während man in Hamburg auf eine Verlängerung der Leihe hofft, scheinen Klubs aus dem obersten Regal der Branche aber angeblich einen Transfervorstoß vorzubereiten. Zumindest laut dem türkischen Transferjournalisten Ekrem Konur.
Transfergerücht: Real Madrid bereitet 70-Mio-Angebot für Vuskovic vor
Der hat nun das Gerücht gestreut, dass Real Madrid bei Vuskovic ernst machten will und mit einem geplanten Angebot in Höhe von 70 Millionen Euro die Nase bei einer möglichen Verpflichtung des Defensivjuwels vorne haben soll. Diese Summe soll demnach aber wohl nicht etwa die sich abzeichnende Ablöse sein, sondern das Anfangsgebot um Gespräche über einen Transfer zu eröffnen.
Real Madrid hat in der Defensive durchaus Bedarf: Wie zuletzt Transferexperte Fabrizio Romano vermeldete, haben sich die Königlichen dazu entschieden, die Wege mit David Alaba im Sommer zu trennen. Auch die Zukunft von Innenverteidiger Antonio Rüdiger in Madrid ist noch offen. Auch bei ihm läuft der Vertrag im Sommer aus.
Es ist also gut möglich, dass sich Real in absehbarer Zeit tatsächlich um Luka Vuskovic bemüht, um den eigenen Kaderumbruch voranzutreiben. Allerdings verlief schon ein Transferplan mit einem anderen Abwehrjuwel zuletzt nicht wie gewünscht. Der nun 20-jährige Dean Huijsen schlug noch nicht vollends ein und wurde bereits schon wieder in dem einen oder anderen Abgangsgerücht erwähnt.
Wagen die Madrilenen also ein weiteres Experiment oder oder gilt der Fokus vornehmlich auf einem erfahrenen Kandidaten für die Neuausrichtung? Im Fokus soll hier vor allem Dortmunds Nico Schlotterbeck stehen. Es ist jedoch auch nicht auszuschließen, dass sich Madrid mit einem geplanten Doppelschlag aus Routine und Toptalent neu aufstellen könnte und sowohl Schlotterbeck als auch Vuskovic ernsthaft ins Auge fasst.
FC Bayern wohl nicht im Rennen um Vuskovic
In der jüngeren Vergangenheit wurde auch der FC Bayern als möglicher Interessent genannt. Nach der Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano ist es jedoch kaum vorstellbar, dass die Münchner ein finanzielles Megapaket schnüren, um einen Youngster hinter Upamecano und Jonathan Tah auf die Bank zu setzen. Zudem hat Sportvorstand Max Eberl einem potenziellen Transfer vorerst einen Riegel vorgeschoben.
HSV-Boss hofft auf Vuskovic-Verbleib
Am gestrigen Sonntag war HSV-Boss Claus Costa zu Gast im Doppelpass bei Sport1 und sprach offen über die großen Wünsche der Hanseaten mit Blick auf Luka Vuskovic.
Costa: "Vertraglich gibt es keine Chance, dass er bleibt. Es ist eine reine Leihe und wir haben keine Handhabe, dass wir Luka auf längere Sicht an den HSV binden können", so der Hamburger Direktor für Profifußball offen.
Allerdings ließ Costa auch durchklingen, dass man hofft, Vuskovics Aufenthalt in Hamburg doch noch verlängern zu können. "Natürlich gibt es diese romantische Idee, dass Luka mit seinem Bruder Mario einmal zusammenspielt", so Costa. Auch HSV-Coach Merlin Polzin würde gerne über den Sommer hinaus mit dem Kroaten weiterarbeiten, sagte zuletzt: "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind."
"Vertraglich gibt es keine Chance, dass er bleibt. Es ist eine reine Leihe und wir haben keine Handhabe, dass wir Luka auf längere Sicht an den HSV binden können [...] Natürlich gibt es diese romantische Idee, dass Luka mit seinem Bruder Mario einmal zusammenspielt."
- HSV-Boss Claus Costa über Luka Vuskovic
Dies würde auch dem Wunsch des Spielers entsprechen. Luka Vuskovic hatte sich in der jüngeren Vergangenheit bereits zu diesem Thema geäußert und seinen Wunsch in den Vordergrund gestellt, beim HSV bleiben zu wollen, um sich den Traum zu erfüllen, gemeinsam mit seinem älteren Bruder Mario Vuskovic zusammen zu spielen, der noch bis Ende des Jahres wegen eines vermeintlichen Dopingvergehens gesperrt ist. Diesen Wunsch trug auch der Vater der Vuskovic-Brüder bereits in die Öffentlichkeit.
Noch keine Transfer-Tendenz erkennbar - Eine Sommer-Entscheidung steht aber schon fest
Insgesamt gibt es derzeit noch keinerlei Tendenzen in Bezug auf die Zukunft von Luka Vuskovic, doch dass die starken Leistungen des nun schon dreimaligen Rookie des Monats in der laufenden Bundesligasaison Begehrlichkeiten wecken, ist nicht sonderlich überraschend. Noch lässt sich keine handfeste Richtung in der Zukunft des jungen Kroaten ablesen, außer dass er im Sommer wohl einen Freifahrtschein für eine Teilnahme an der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko bekommen hat.
HSV-Ikone Ivica Olic, der mittlerweile Nationaltrainer der kroatischen U21 ist, verkündete in einem Interview mit einer kroatischen Zeitung, dass man fest mit einer Teilnahme von Luka Vuskovic an der bevorstehenden Weltmeisterschaft plane und den Hamburger Shootingstar fest im Kader der A-Elf sehe.
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