Es ist eine kleine Kracher-Meldung am heutigen Dienstag, denn wie die Salzburger Nachrichten verkündeten, soll Borussia Dortmund kurz vor einem Transfercoup um das begehrte Abwehrjuwel Joane Gadou von RB Salzburg stehen.
Mittlerweile hat auch Sky-Reporter und BVB-Insider Patrick Berger die Story beleuchtet und spricht davon, dass der Deal über die Bühne gehen sollte. Eine Einigung zwischen den Borussen und Gadou soll bereits bestehen, die letzten Details zwischen den Klubs müssen demnach noch geklärt werden. Berger behauptet, dass der Deal "sehr weit" sei.
Doch gibt es dabei einen entscheidenden Haken?
Dortmund soll für Gadou richtig viel Geld auf den Tisch legen
Dem Vernehmen nach soll der BVB für den 19-jährigen Franzosen satte 20 Millionen Euro zahlen. Zudem sollen vier bis sechs Millionen an Boni sowie eine weitreichende Weiterverkaufsbeteiligung für Salzburg in den Deal verankert werden. Ein Transferhammer, der neben großer Vorfreude beim Dortmunder Anhang auch ein großes Fragezeichen rund um den BVB aufwirft, an das so im ersten Moment wohl nur wenige denken.

Aber Moment mal, 20 Millionen Euro für einen 19-Jährigen aus der österreichischen Bundesliga? So mancher mag meinen, dass solche Preise für große Talente mittlerweile normal sind.
Doch was dabei Verwunderung auslöst, ist nicht die Höhe der Ablösesumme für Gadou, sondern dass der BVB dem Vernehmen nach insgesamt nur 25 Millionen Euro für den Sommertransfer übrig haben soll. Wirft Dortmund also vermeitnlich das gesamte Budget für einen Spieler über Bord, der vor allem als Experiment und Zukunftshoffnung angesehen werden darf?
Gadou-Transfer als Fingerzeig für Star-Verkauf?
Oder könnte der Deal womöglich auch darauf hindeuten, dass man sich in Dortmund sehr sicher ist, im Sommer durch den einen oder anderen teuren Verkauf zusätzliche Einnahmen zu erzielen, die diesen offenbar bevorstehenden Gadou-Deal am Ende nicht sonderlich ins Gewicht fallen lassen?
Interessanterweise ist Joane Gadou Innenverteidiger und zuletzt sorgte gerade die Vertragscausa um Nico Schlotterbeck noch für großes Aufsehen rund um den BVB.
Nach dessen Vertragsverlängerung vermuteten nicht wenige Dortmunder Anhänger, dass die angeblich eingebaute Ausstiegsklausel darauf hindeuten könnte, dass der Abwehrchef im Sommer doch noch wechselt und der BVB einfach nur mehr Geld durch den neuen Arbeitsvertrag einnehmen kann.

Ist der sich anbahnende Transfercoup um Joan Gadou möglicherweise also ein Fingerzeig für teure Sommerabgänge in Dortmund?
Ein solcher müsste sich aber letztlich nicht ausschließlich um Nico Schlotterbeck drehen, denn mit den Offensivstars Serhou Guirassy und Karim Adeyemi stehen weitere Spieler auf der Abgangsliste, die dem BVB richtig viel Geld einbringen könnten.
BVB schon sicher bei Verkaufskandidat?
Wer den BVB im Sommer verlässt, ist derzeit noch unklar, doch der sich anbahnende Deal mit dem jungen Franzosen deutet wohl tatsächlich darauf hin, dass Dortmund sich bei mindestens einem seiner Verkaufskandidaten schon sehr sicher ist.
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