Was die Bild zuvor als beschlossen vermeldete, wurde nun auch vom 1. FC Köln offiziell bestätigt. Lukas Kwasniok ist nicht länger Cheftrainer der Domstädter und muss mit sofortiger Wirkung seinen Hut nehmen. Dies gab der Effzeh in einer Mitteilung auf den offiziellen Kanälen bekannt. Die Entlassung Kwasnioks ist das Ergebnis ausbleibender Erfolge und einer größeren Analyse, die am heutigen Sonntag ohne den Trainer am Geißbockheim durchgeführt wurde.
Reißleine gezogen - Köln bestätigt Kwasniok-Aus
Lukas Kwasniok trat sein Amt als Cheftrainer erst am 1. Juli 2025 an, nachdem er erfolgreich beim SC Paderborn in der 2. Bundesliga gearbeitet hatte. Nach einem verheißungsvollen Saisonstart mit drei Siegen aus den ersten sechs Bundesligaspielen nach dem Aufstieg des Effzeh schliefen die Ergebnisse der Geißböcke jedoch zunehmend ein. Trotz ordentlicher Auftritte gelang es Kwasniok mit seinem Team nicht, regelmäßig Siege einzufahren.
Nach nur zwei Erfolgen in den letzten 18 Ligaspielen und angesichts der mittlerweile großen Abstiegsangst zog der 1. FC Köln nun die Reißleine. Mit Kwasniok muss auch Co-Trainer Frank Kaspari gehen. Interimsweise wird vorübergehend Rene Wagner, der das Team ab Montag 15 Uhr auf das nächste Bundesligaspiel vorbereiten soll und von Seiten der Verantwortlichen vollstes Vertrauen ausgesprochen bekommt.
Der 1. FC Köln trennt sich von Lukas Kwasniok.
— 1. FC Köln (@fckoeln) March 22, 2026
Diese Entscheidung fiel einen Tag nach dem 3:3 im Derby gegen Borussia Mönchengladbach. Mit Lukas Kwasniok wird auch Co-Trainer Frank Kaspari freigestellt.
Das sagt Thomas Kessler zur Entscheidung 👉 https://t.co/OLackjbsXJ pic.twitter.com/eEkj2SbO0u
Die Stimmen zum Kwasniok-Aus beim Effzeh
Geschäftsführer des 1. FC Köln, Thomas Kessler wird in der offiziellen Mitteilung wie folgt zitiert: "Wir haben uns am Sonntag sehr intensiv mit unserer aktuellen Situation beschäftigt und sind zu der Entscheidung gekommen, für die letzte Phase der Saison auf der Cheftrainer-Position einen Impuls zu setzen. Lukas’ Fußballwissen und seine fachliche Expertise sind unbestritten. Er hat unsere Mannschaft mit großer Sorgfalt und hohem Engagement auf die Spiele vorbereitet. Trotz leidenschaftlicher und ordentlicher Auftritte war zuletzt ein klarer Abwärtstrend in unserer Entwicklung erkennbar. Wir haben zu wenige Punkte geholt – das ist die Realität. Vor diesem Hintergrund sind wir nach intensiver Analyse zu der Entscheidung gekommen, Lukas freizustellen. Wir danken ihm für seine Arbeit beim FC und wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute“
Rene Wagner übernimmt für Kwasniok
Auch über die zumindest vorübergehende Neubesetzung durch Rene Wagner äußerte sich Kessler und setzt große Hoffnungen in die Interimslösung. "Wir sind überzeugt, dass René gemeinsam mit unserem Trainerteam und der Mannschaft unser Ziel erreichen wird. Dafür bringt unser Team die Qualität, die Mentalität und die notwendige Bereitschaft mit. René kennen und schätzen wir seit seinem ersten Engagement bei uns als Co-Trainer als ausgewiesenen Fußballfachmann. In der Zwischenzeit hat er beim Hamburger SV und Union Berlin, in seiner Rolle seit Saisonbeginn bei uns sowie durch den Erwerb der UEFA Pro Licence in England wertvolle Erfahrungen gesammelt. Er kennt die Mannschaft, hat einen guten Zugang zu den Spielern und wir trauen ihm absolut zu, die vorhandenen guten Leistungen nun auch wieder in positive Ergebnisse zu überführen“, so Effzeh-Boss Kessler.

Rene Wagner selbst freut sich über das Vertrauen und die kommenden Aufgaben. "Die Verantwortung, die mir der FC übertragen hat, werde ich mit dem gleichen Engagement und der gleichen Hingabe angehen wie meine bisherigen Aufgaben. Gemeinsam mit der Mannschaft, meinen Trainerkollegen, unserem Staff und mit der Unterstützung des gesamten Vereins werde ich alles daransetzen, um in der Bundesliga zu bleiben“, wird Wagner in der Mitteilung des 1. FC Köln zitiert.
