Thioune verschärft schon den Ton: "Gewisse Konsequenz" für Werder-Schlaffis

Auch beim Debüt von Daniel Thioune geht Werder leer aus - trotz langer Überzahl. Der neue Cheftrainer verschärft bereits nach seinem ersten Spiel den Ton.
Daniel Thioune
Daniel Thioune / picture alliance/GettyImages
facebooktwitterreddit

Wieder einmal war es wohl vor allem die fehlende Torgefahr, die Werder Bremen einen Strich durch die Rechnung machte. Auf dem Papier wurde ein gar nicht verkehrtes Auswärtsspiel dargeboten, bei dem die zwischenzeitliche Spielkontrolle aber nicht einmal in ein einziges Tor umgewandelt werden konnte - trotz auch noch etwas mehr als 40 Minuten an Überzahl gegen den SC Freiburg.

Dementsprechend musste die Mannschaft von der Weser auch unter Neu-Coach Daniel Thioune eine weitere Enttäuschung hinnehmen. "Wir sind da wo wir hingehören", fasste Marco Friedl die Ausgangslage passend zusammen (90min berichtete).

Thioune sprach von einer insgesamt "verdienten Niederlage". Was ihn offenbar viel mehr frustrierte, als der ausgebliebene Auswärts-Dreier: Die Einstellung seiner neuen Mannschaft.

Thioune droht bereits mit "einer gewissen Konsequenz"

"Ich hatte gehofft, dass noch mehr Konsequenz zu sehen ist. Da geht es nicht um Zeit, sondern grundsätzlich um Haltung. Ich habe den Jungs die Möglichkeit gegeben, sich zu zeigen", kommentierte Thioune nach dem Spiel vielsagend (via Bild). An der Startelf habe er aufgrund der kurzen Zeit noch nicht viel ändern können und wollen, doch seien "die Veränderungen von der Bank" dann auch kaum ein Zeichen gewesen, "dass ich die falsche Entscheidung getroffen habe". Somit zeigte er sich auch mit dem fehlenden Input durch die Einwechslungen unzufrieden.

Anscheinend ist es für Thioune bereits nach diesem Gastauftritt in Freiburg an der Zeit, die Zügel enger zu ziehen: "Es war bisher ein positiver Umgang. Aber jetzt lernen sie mich vielleicht noch ein Stück weit mehr kennen, wenn es Dinge gibt, die mir nicht so gut gefallen. Dann habe ich nämlich eine gewisse Konsequenz, zeige aber auch Lösungen und Wege auf."

Das Problem: Beim nächsten Spiel, dann wieder vor dem heimischen Publikum an der Weser, geht es gegen den FC Bayern. Zwar wäre ein Heimsieg gegen die Münchener umso wertvoller für den Kopf, doch ist dieses Szenario eben auch umso schwieriger umzusetzen.


Weitere Nachrichten rund um Werder:

feed