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Tedesco als Gladbach-Trainer? Schröder ordnet ein

Die jüngsten Entlassungen von Domenico Tedesco und Dino Toppmöller könnten bei der Borussia noch eine Rolle spielen. Auch die kurze Verweildauer von Tedesco scheint kein Problem zu sein.
VonYannik Möller
Domenico Tedesco ist wieder frei
Domenico Tedesco ist wieder frei | Fabio Patamia/GettyImages

Zu dem Zeitpunkt, als sich Borussia Mönchengladbach in Person von Rouven Schröder am vergangenen Sonntagvormittag für einen Trainerwechsel und somit für das Aus von Eugen Polanski entschieden hatte, war Domenico Tedesco noch beim FC Bologna angestellt. Erst dieser Tage wurde er beim italienischen Erstligisten freigestellt.

Das heißt zugleich aber nicht, dass er bei der anhaltenden Trainersuche am Niederrhein nun keine Rolle mehr spielen könnte. Auf eine Nachfrage der Bild, ob das Freiwerden von Tedesco (und auch Dino Toppmöller) nun noch eine Rolle für die Borussia spielen könnten, schloss Schröder das keineswegs aus und erklärte viel eher seine grundsätzliche Herangehensweise.

"Ich finde, dass wir als Borussia auch groß denken dürfen und Dinge versuchen können, die vielleicht auf den ersten Blick nicht machbar erscheinen. Entscheidend ist am Ende, dass wir den richtigen Trainer für Borussia finden, dabei kommt es nicht auf einen Tag an", erklärte der Gladbach-Sportdirektor.

Der Polanski-Nachfolger müsse zum Klub passen, die Liga sowie den Kader kennen und eine entsprechende Idee haben, wie aus dieser Kombination mehr herauszuholen ist.

Rouven Schröder
Rouven Schröder muss den neuen Gladbach-Coach finden | picture alliance/GettyImages

Kurze Verweildauer kein Ausschlusskriterium – noch kein Kontakt zu Tedesco

Auch die Tatsache, dass Tedesco erst im Sommer bei Bologna angeheuert hatte oder auch bei Fenerbahce lediglich ein knappes halbes Jahr an der Seitenlinie stand, scheint für Schröder nicht per se zum Ausschlusskriterium zu werden. "Heutzutage ist die durchschnittliche Verweildauer ja bei rund einem Jahr, da muss man immer den Einzelfall sehen", war er stattdessen um eine vernünftige Einordnung bemüht. "Ich suche den Trainer nicht danach aus, ob er jetzt sechs oder neun Jahre beim gleichen Verein war."

Die Aussagen von Schröder klingen zunächst so, als wäre ein etwaiges Engagement von Tedesco bei der Borussia keineswegs auszuschließen. Allerdings scheint es bislang auch keinerlei Annäherungen zum 41-Jährigen zu geben. Den Informationen der Bild zufolge hat noch kein Gespräch mit Schröder stattgefunden. Das kann sich zwar grundsätzlich noch ändern, und auch die Geduld im Sinne der bestmöglichen Lösung hat der Sportdirektor schon betont.

Nichtsdestotrotz müsste es wohl zumindest schonmal eine Kontaktaufnahme gegeben haben, schließlich soll der neue Cheftrainer die nächste Woche beginnende Länderspielpause zeitlich bestmöglich ausnutzen können.


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