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Tah gegen Arsenal auf der Kippe? 3 offene Positionskämpfe beim FC Bayern

Der FC Bayern empfängt am Mittwochabend den FC Arsenal. Wir werfen einen Blick auf drei offene Positionskämpfe.
VonDominik Hager
Hat Jonathan Tah seinen Platz sicher?
Hat Jonathan Tah seinen Platz sicher? | S. Stingl/GettyImages

Der FC Bayern steht nach dem enttäuschenden 3:3 bei Viking FK ein wenig unter Druck. Gegen den Vorjahresfinalisten FC Arsenal müsste in der heimischen Allianz Arena ein Sieg her, um sich im vorderen Viertel der Champions-League-Tabelle festsetzen zu können. Die Anzeichen nach dem 6:1-Coup gegen Leipzig sind gut. Ohnehin präsentieren sich die Bayern zu Hause als absolute Macht.

In Bezug auf die Aufstellung gibt es jedoch noch ein paar Fragezeichen. Die komplett unnötige Gelb-Rote Karte von Michael Olise bringt Vincent Kompany in Not und auch in der Abwehr sind zwei Positionen noch offen. Wir werfen einen Blick auf die spannendsten Konkurrenzkämpfe.

Wer startet gegen Arsenal? Diese 3 Bayern-Plätze sind noch umkämpft

1. Kim min-jae vs. Jonathan Tah

Jonathan Tah, Kim Min Jae
Clicks Images/GettyImages

In der vergangenen Saison war die Hierarchie in der Innenverteidigung absolut klar. Dayot Upamecano und Jonathan Tah waren gesetzt, während Kim min-jae zumindest in den wichtigen Spielen stets auf der Bank saß. Zwar ist Upamecano noch immer gesetzt, jedoch hat Kim den Abstand zu Tah deutlich verkürzen können. Der Südkoreaner stand häufig in der Startelf und zeigte sich dabei so souverän, wie eigentlich noch nie in seiner Zeit beim FC Bayern.

Lediglich beim Spiel in Stavanger agierte er ein wenig wacklig, konnte gegen Leipzig aber direkt einen starken Auftritt folgen lassen. Tah macht zwar auch einen soliden Eindruck, spürt aber Kim, der noch einen Ticken athletischer ist, bereits im Nacken.

Beim Duell gegen Arsenal wird und sollte Kompany aber tendenziell auf Tah bauen. Dieser ist fußballerisch beschlagener und bei Gegnerdruck deutlich cooler im Aufbauspiel. Die Arsenal-Stürmer Kai Havertz und Viktor Gyökeres kommen auch nicht unbedingt über ihr Tempo.

2. Alphonso Davies vs. Nathaniel Brown

Nathaniel Brown, Alphonso Davies
F. Noever/GettyImages

Eigentlich schien Alphonso Davies die Nase zuletzt recht deutlich vor Nathaniel Brown gehabt zu haben. Dies war auch nachvollziehbar, weil der Kanadier sowohl in der Defensive als auch in der Offensive erstklassige Leistungen zeigte und mindestens so stark wie vor seiner Kreuzbandverletzung spielte.

Brown fungierte dementsprechend eher als Rotationsspieler und bekam links hinten nur selten eine Chance. In den letzten Partien konnte der Neuzugang aber seinen Rückstand auf Davies zumindest mal verkürzen. Brown traf in Augsburg und legte beim 6:1 gegen RB Leipzig ein Tor sehenswert auf.

Davies machte hingegen bei Viking FK eine schlechte Figur, da er beim 3:3-Gegentreffer kurz vor Schluss das entscheidende Kopfballduell verweigerte. Angesichts der jüngsten Entwicklungen dürften beide Linksverteidiger nahezu auf Augenhöhe liegen.

Gegen Arsenal dürfte aber dennoch der Kanadier die etwas bessere Wahl sein, da er noch etwas schneller und vor allem körperlich robuster als Brown ist. Im Duell mit Bukayo Saka dürfte Davies leichte Vorteile haben.

Man könnte sich noch überlegen, Brown stattdessen auf der rechten Seite für Laimer zu bringen, jedoch konnte sich der Österreicher zuletzt wieder steigern und dürfte aufgrund seines Erfahrungsvorsprungs in einem solchen Kracher-Duell noch die etwas bessere Wahl sein.

3. Lennart Karl vs. Serge Gnabry

FBL-GER-BUNDESLIGA-LEIPZIG-BAYERN MUNICH
RONNY HARTMANN/GettyImages

Die Sperre von Michael Olise ist für den FC Bayern wahrlich unfassbar ärgerlich. Da Jamal Musiala auch ausfällt, dürfte relativ klar sein, dass Ismael Saibari auf der Zehn agieren wird. Bleiben mit Lennart Karl und Serge Gnabry noch zwei logische Optionen für die Olise-Position auf der rechten Seite.

Nach ihren Verletzungen aus dem Sommer sind beide noch nicht bei 100 Prozent. Obwohl Karl kürzer fehlte als Gnabry, wirkte der Youngster zuletzt sogar noch etwas weiter weg von seiner Topform. Karl konnte sich in seinen Dribblings nur selten durchsetzen und wirkte auch nicht mehr so unbeschwert wie in der vergangenen Saison. Immerhin zeigte er sich bei seinem Joker-Einsatz gegen Leipzig formverbessert.

Gnabry ist nach seinem langen Ausfall schon weiter, als man hätte befürchten können. Die Dynamik aus seiner absoluten Prime hat er nicht mehr, jedoch hat der 31-Jährige sein Spiel angepasst. Der Routinier ist sicherer am Ball und hat an Spielintelligenz gewonnen. Dementsprechend ist er dennoch oft involviert, wenn es gefährlich wird.

Gnabry fehlt allerdings noch der Killer-Instinkt und hat auch ein wenig das Pech am Schuh kleben. Daher scorte er zuletzt nicht so wie gewohnt.

Gegen Arsenal macht es wohl dennoch Sinn, auf Gnabry zu bauen, weil dieser defensivstärker als Karl ist. Der Youngster wäre hingegen eine gute Joker-Option und könnte frischen Wind ins Spiel bringen.


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