Eigentlich sollte bei den Spurs alles besser werden. Nach dem Fastabstieg in der Vorsaison hat Tottenham Neuzugänge für insgesamt gut 366 Millionen Euro gekauft. Die Bilanz nach vier Spieltagen könnte mit zwei Zählern und Rang 17 aber kaum magerer sein. Besonders bitter: Zum ersten Mal in der Historie des Klubs gelang in den ersten vier Premier-League-Matches kein einziger Treffer.
Dementsprechend hagelt es an Kritik und Spott für die Offensivspieler der Londoner. Symbolisch für so vieles, was in der Spurs-Offensive schief läuft, steht Ex-Bayern-Talent Mathys Tel. Der 21-Jährige kommt einfach nicht so richtig in die Spur und wird im Netz - ähnlich wie einst Timo Werner - seit Monaten für seine unglücklichen Aktionen belächelt. Beim jüngsten torlosen Remis gegen den FC Everton kam Tel in der 63. Minute für Dominic Solanke in die Partie und konnte einmal mehr die Erwartungen nicht erfüllen. Mit 17 Ballkontakten und einen abgeblockten Schuss blieb er erschreckend harmlos.
De Zerbi zeigt sich unzufrieden mit Tel: "Er muss wie ein Stürmer spielen"
Wenig begeistert zeigte sich auch Spurs-Coach Roberto De Zerbi, der seinen Schützling unmittelbar nach dem Schlusspfiff zur Seite nahm und heftig mit diesem diskutierte. Der verdutzt wirkende Tel wurde daraufhin von seinem Trainer auf dem Platz stehen gelassen.

"Er muss wie ein Stürmer spielen, das Tor im Blick behalten oder auf eine Flanke von Andy Robertson warten", forderte De Zerbi, der mit der Positionierung des Angreifers nicht einverstanden war. "Er muss im Sturm bleiben. Er hat als Stürmer angefangen, jetzt spielt er als Flügelspieler", monierte er im Rahmen der PK weiter.
Zu hart wollte er mit Tel allerdings dann doch nicht in Gericht gehen. "Ich liebe Mathys als Spieler und Typen, es gibt kein Problem", machte er deutlich.
Tel hat seine Torjäger-Qualitäten verloren
Fakt ist aber, dass sowohl Tel als auch das gesamte Team der Erwartungshaltung kilometerweit hinterherrennen. Der junge Franzose steht im Trikot der Spurs bei nur sieben Treffern in 63 Pflichtspielen. Beim FC Bayern war seine Bilanz mit 16 Toren in 83 Partien noch deutlich vielversprechender, zumal er fast immer nur als Joker auf Spielzeit kam. Eigentlich hatte man erwartet, dass Tel unter Kompany durchstarten könne. Von diesem Moment an lief für den Stürmer aber kaum noch etwas zusammen - weder bei den Bayern noch bei den Spurs.
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