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Supertalent und Guardiola-Adel: Was macht das gescheiterte Bayern-Talent Gaudino?

Gianluca Gaudino galt beim FC Bayern München einst als großes Talent und bekam unter Pep Guardiola direkt 90 Minuten. Heute ist es ruhig um ihn geworden.
Gianluca Gaudino wurde von Guardiola geadelt
Gianluca Gaudino wurde von Guardiola geadelt | Alexander Hassenstein/GettyImages

Am Mittag des 17.12.2014 gab der FC Bayern München bekannt, dass Gianluca Gaudino in den Profikader befördert wird. Zuvor bekam der damals 17-Jährige bereits überraschend ein 90-minütiges Debüt im Spiel gegen Wolfsburg.

Die damalige Berichterstattung nannte ihn nicht ohne Grund ein Supertalent. Nach dem 90-Minuten-Debüt unter Pep Guardiola und dem Profivertrag wurde es aber schnell überraschend ruhig um Gaudino. Umso naheliegender ist die Frage: Woran lag es und wo steht das ehemalige Talent heute?

Ausgiebige Karriere gehabt

Trotz Guardiolas Worten "besser kann man kaum spielen" verlief die Zeit beim Rekordmeister nicht wie erhofft. Mit der Zeit wurde klar, dass Gaudino keine echte Zukunft in München haben dürfte.

2019 erklärte er dazu in einem Interview mit der Sport Bild: "Ich bin dann allerdings in ein Loch gefallen. [...] Ich war einfach nicht so weit. Damals habe ich 60 Kilo gewogen, heute wiege ich 75. Diese 15 Kilo haben mir gefehlt. Ich war körperlich und mental noch nicht auf dem Level, das ich gebraucht hätte, um mich bei den Bayern-Profis festzubeißen und durchzusetzen."

Nach München folgten unter anderem Stationen bei Chievo Verona und den Young Boys. Mittlerweile hat er sich bei Alemannia Aachen in der 3. Liga festgesetzt. Dort ist der 29-Jährige Stammkraft.

In einem Interview bei liga3-online machte er zuletzt mit Blick auf seine Karriere deutlich: "Wenn ich ehrlich bin, spreche ich nicht so gerne von der Vergangenheit. Was ich sagen kann: Ich fühle mich sehr wohl in Aachen. Vor dieser Kulisse aufzulaufen, macht mir großen Spaß. Der Verein, die Fans, das gesamte Umfeld: Alles in Aachen versprüht positive Energie."

Kleine Kontroverse bei Gaudino

Zuletzt sorgte das ehemalige Bayern-Talent trotzdem noch einmal für Aufsehen. Im Spiel zwischen Waldhof Mannheim und seiner Alemannia blieb ein Zuspiel auf Gaudino erfolglos, weil Schiedsrichter Marc Philipp Eckermann im Weg stand. Darauf reagierte Gaudino mit einem klar erkennbaren Stoß mit beiden Händen gegen Eckermanns Oberkörper. Trotz eines Vergehens, das klar mit Rot zu bestrafen wäre, blieb der Platzverweis aus.

Abseits dieser unglücklichen Szene lässt sich bei Gaudino aber festhalten, dass inzwischen Ruhe eingekehrt ist. Er wirkt fokussiert auf seine Aufgabe in Aachen und beschäftigt sich deutlich weniger mit den großen Gedankenspielen rund um seine Vergangenheit.

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