Stuttgart in der Nübel-Zwickmühle: Dieses Luxusproblem plagt den VfB

Die Zukunft von Alexander Nübel ist unsicher. Selbst der VfB Stuttgart hätte gute Gründe, den Keeper nicht unter Vertrag zu nehmen.
Was wird aus Alexander Nübel?
Was wird aus Alexander Nübel? / picture alliance/GettyImages
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Alexander Nübel steht inzwischen seit über zweieinhalb Jahren beim VfB Stuttgart im Kasten und so mancher dürfte schon vergessen haben, dass der Keeper ja eigentlich dem FC Bayern gehört. Im Sommer könnte sich die Zukunft des 29-Jährigen endgültig entscheiden. Es bestünde die Möglichkeit, dass der bis 2030 an die Bayern gebundene Keeper nach München zurückkehrt, jedoch wäre auch ein fester Kauf der Stuttgarter oder ein Transfer zu einem anderen Klub möglich.

"Ich lasse alles auf mich zukommen", zeigte sich Nübel laut Kicker-Bericht zuletzt eher zurückhaltend. "Ich bin sehr gelassen geworden in dieser Hinsicht. Grundsätzlich ist erstmal alles geregelt. Ich habe noch einen langen Vertrag in München", verdeutlichte er. Vieles deutet aber darauf hin, dass Jonas Urbig und nicht er die bevorzugte Wahl der Bayern für die Neuer-Nachfolge ist. Zweifellos bestünde aber schon auch die Möglichkeit, Nübel und Ulreich direkt konkurrieren zu lassen, sollte Manuel Neuer seine Karriere nach der laufenden Saison beenden.

Aktuell sei Nübel aber auch "sehr, sehr glücklich beim VfB". Folgerichtig mache er sich auch "wenige Gedaken, was passiert". Erst "Ende der Rückrunde" wolle er sich detaillierter mit seiner Zukunft befassen. Fakt ist, dass der VfB Stuttgart seit dem Kommen von Nübel sportlich einen enormen Sprung nach vorne gemacht hat. Folgerichtig wäre es für die Schwaben sicherlich auch attraktiv, den Keeper komplett für sich zu gewinnen.

Zwei Top-Youngster machen Druck auf Nübel

Die Medaille hat aber eben auch eine Kehrseite. Hierbei geht es nicht nur um die dann fällige Ablöse, sondern auch um die Konstellation in den eigenen Reihen. Mit Dennis Seimen verfügen die Schwaben über ein herausragendes Torhüter-Talent. Der 20-Jährige ist bis zum Sommer an den SC Paderborn ausgeliehen, möchte sich aber mittelfristig natürlich beim VfB durchsetzen.

"Er macht es überragend", ist auch Nübel schon voll des Lobes für seinen potenziellen Nachfolger. Nimmt der VfB Nübel jedoch langfristig unter Vertrag, würde man dem eigenen Talent Seimen möglicherweise den Weg versperren. Ob die Verantwortlichen diesen Preis bezahlen wollen?

Hinzu kommt, dass mit Florian Hellstern schon das nächste Torwart-Talent in der Pipeline steht. Der 18-Jährige ist schon jetzt zu stark für die U-19-Bundesliga und glänzt inzwischen beim VfB Stuttgart II in der 3. Liga. Der Youngster hat aber nur noch bis 2027 Vertrag, was die Sache nochmal komplizierter macht. Es soll bereits einige interessierte Klubs geben, was für den VfB zur Gefahr werden kann. Können die Stuttgarter Hellstern keine klare Perspektive aufzeigen, droht ein Abgang. Dies darf aber keinesfalls das Ziel des VfB sein. Sicherlich könnte eine Leihe eine Option sein, jedoch wäre das Problem damit nicht auf Dauer gelöst.

VfB Stuttgart hat ein Luxusproblem

Ein Transfervorstoß des VfB bei Nübel ist aus diesen Gründen längst nicht so selbstverständlich, wie man vielleicht meinen würde. Vielmehr hat der VfB ein Luxusproblem, für das man jetzt die beste Lösung finden muss.


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